Die Kirche Madonna della Pietà: das älteste Geheimnis von Campagnano di Roma
In Campagnano di Roma befindet sich auf einem kleinen Felsvorsprung, der den nördlichen Zugang zum Ort überragt, das älteste erhaltene Gebäude. Die Einheimischen nennen es „das Schloss“. Dabei handelt es sich um die Kirche Madonna della Pietà, die einst ein Oratorium am Frankenweg war. Ihre fast tausendjährige Geschichte erzählt von der Wandlung des Ortes von einer befestigten Klosterfestung zum Zentrum der Volksfrömmigkeit.
Ein Oratorium auf dem Felsen
Der ursprüngliche Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Dies ist an den schlichten und robusten Mauern im romanischen Stil zu erkennen, die direkt auf dem nackten Fels ruhen. Wenn man einige Stufen hinabsteigt, gelangt man zu einer kleinen Krypta. Sie ist das älteste Herzstück des Bauwerks und wird von einer einzigen zentralen Säule getragen. Ursprünglich war sie den Heiligen Tiburtius und Valerian geweiht, zwei römischen Märtyrern und Bruder bzw. Schwager der Heiligen Cecilia. Es war ein schlichter Ort.
Der Wandel der Verehrung
Im 16. Jahrhundert änderten sich die Dinge. In dieser Zeit ließ sich die Laiengemeinschaft „Confraternita del Gonfalone“ hier nieder, die sich um die Betreuung von Kranken und Pilgern kümmerte. In diesen Jahren entstand die heute noch in der Apsis zu sehende Freske der „Pietà“ aus dem Jahr 1518. Gerade dieses Gemälde und die daraus entstehende Volksfrömmigkeit gaben der Kirche ihren heutigen Namen.
Die Kirche ist in der Regel geschlossen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Campagnano di Roma. Sie befindet sich in der Via della Pietà in der Altstadt.