Wir starten in Poggio Bustone, das als Geburtsort von Lucio Battisti und für seine ausgezeichnete Porchetta (typisches Agrar- und Lebensmittelprodukt) bekannt ist. Abwechselnd geht es auf Saumpfaden und teilweise auf asphaltierten Straßen hinauf und hinunter nach Cantalice. In dem fast 90 Grad an der Seite des Berges vertikal angelegten Dorf muss man 350 Stufen hinaufsteigen, um den Turm des Cassero und die Kirche San Felice zu erreichen, von deren Vorplatz man einen atemberaubenden Blick auf die Seen Lungo und Ripasottile genießt. Enge, kopfsteingepflasterte Gassen und Steintreppen machen jede Ecke des Dorfes magisch. Etwas außerhalb des Dorfes befindet sich die Wallfahrtskirche San Felice all’Acqua: Man erzählt, dass sie genau an der Stelle entstand, an der der Heilige mit seinem Stab die Quelle entspringen ließ, die noch heute vorhanden ist. Man geht einen Schotterweg hinunter und erreicht in weniger als 3 km die Wallfahrtskirche Santa Maria della Foresta oder einfach nur La Foresta. Hier gelangt man von der Kirche San Fabiano zum Speco, der eindrucksvollen Höhle, in die sich Franziskus zum Gebet zurückzog, und zum Becken des Traubenwunders. Man geht von der Wallfahrtskirche aus weiter und folgt der asphaltierten Straße, die nach etwa 4 km nach Rieti vor die Kathedrale Santa Maria Assunta führt. Die Kirche mit ihrem romanischen Äußeren, das mit dem barocken Inneren kontrastiert, beherbergt die Marmorstatue der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Stadt, die nach einer Skizze von Gian Lorenzo Bernini geschaffen wurde.