Die Route beginnt im Gebiet Fonte dell’Acqua im Sirente-Velino-Naturpark. Hier befindet sich die Sirente-Berghütte sowie der Ausgangspunkt mehrerer Höhenwanderwege. Von hier aus gelangen Sie unmittelbar in die weitläufigen, offenen Weiten des Massivs. Die Prati del Sirente erstrecken sich hier wie ein riesiges Karstbecken am Fuße des Berges. Mit ihren Weiden, Buchenwäldern und kleinen saisonalen Tümpeln lädt diese Landschaft zu einem ruhigen und achtsamen Spaziergang ein. Schon von den ersten Schritten an erhält diese Etappe ihren Charakter durch einen der eindrucksvollsten Orte der gesamten Region. Der Sirente-Krater, ein kleiner, fast elliptischer See, ist auf einer Höhe von rund 1.100 Metern in die Ebene eingebettet. Sein Ursprung bleibt ein besonderes Geheimnis: Während der Park auf die wissenschaftliche Hypothese eines möglichen meteoritischen Ursprungs verweist, bewahrt die umgebende Landschaft die schlichte Erhabenheit des abruzzesischen Hochlands mit weidendem Vieh und der Silhouette des Monte Sirente, die den Horizont dominiert. In diesem Abschnitt der Route wird der Weg breit, hell und übersichtlich und vermittelt das Gefühl von Freiheit, das viele beim Bergsteigen suchen. Die Route führt weiter in Richtung Altopiano delle Rocche und passiert dabei die bekannte Fonte Anatella. Sie ist ein wichtiger Orientierungspunkt im Park und kann über den Wanderweg 16 von Vado della Forcella aus erreicht werden. Die Quelle ist ein unauffälliges, aber äußerst wirkungsvolles Element dieser Etappe. Sie vermittelt ein Gefühl für Weite, Richtung und Erfrischung. Gleichzeitig markiert sie den Übergang von einer weiten Karstebene zu einer strukturierteren Landschaft. Der Weg führt Sie dann allmählich zum letzten Dorf. Dies ist ein weiterer Grund, warum die letzte Etappe eine so gelungene Balance findet: Sie zeigt das offenste und wildeste Bild des Sirente und endet dennoch mit einem gemütlichen, historischen Zielort, der ganz und gar bewohnt ist. Die Ankunft in Rovere vermittelt genau dieses Gefühl, ein Ziel erreicht zu haben. Das am Fuße des Sirente-Gebirges gelegene Dorf, das etwa drei Kilometer von Rocca di Mezzo entfernt ist, wird als letzte Bastion der Region Marsica und als erste der Provinz L’Aquila beschrieben. Die Burgruine, die Stadtmauern und die befestigte Anlage zeugen noch heute von einem Ort des Durchgangs, der Verteidigung und der Begegnung zwischen Reisenden. Nach der Weite der Wiesen und des Kraters empfängt Rovere die Besucher mit einer kompakteren, schützenderen Anlage.