Die Strecke beginnt in Comunanza und führt durch Wälder und über unbefestigte Straßen weiter.
Hinter dem Ort Ascoli Piceno in der gleichnamigen Provinz liegt die im 9. Jahrhundert von den Langobarden gegründete Kirche San Pietro in Castagna. Die Sandsteinreliefs, die das Portal schmücken, sind ein klassisches Beispiel für den Stil jener Epoche.
Kurz hinter der Kirche befindet sich die Madonna delle Grazie, eine Oase der Einsiedelei, der Stille und des Gebets. Sie verfügt über zwei kleine Zellen, die Platz für höchstens vier Pilger bieten. Das Bauwerk entstand im 14. Jahrhundert als Bildstock, wurde später zur Kirche und schließlich zur Einsiedelei. Es ist einsam gelegen und vom Grün der Landschaft umgeben.
Weiter geht es zwischen dichter Vegetation, Maultierpfaden und römischen Brücken, bis man auf die befestigte Mühle stößt. Das Gebäude war für die ländliche Wirtschaft von strategischer Bedeutung und zeichnet sich durch seine architektonische Qualität aus. Es bewachte den Zugangsweg zur Stadt, die Wasserreserven, die Getreidespeicher und die nahegelegene Brücke. Bitte beachten Sie, dass die romanische Eselsrückenbrücke aus dem 13. Jahrhundert derzeit nicht begehbar ist. Bitte folgen Sie daher der GPX-Route.
Entlang des Weges erreichen Sie Amandola, eine kleine Stadt mit einem charakteristischen mittelalterlichen Stadtbild. Die Stadt ist das Tor zum Nationalpark der Sibillinischen Berge und wurde mit der Auszeichnung „Bandiera Arancione“ des Touring Clubs ausgezeichnet. Zu den sehenswerten Baudenkmälern zählen die Kirche Sant’Agostino aus dem 15. Jahrhundert, die heute als Wallfahrtskirche des Seligen Antonio dient, mit einem von der venezianischen Gotik inspirierten Portal, sowie die Kirche San Francesco, die leider derzeit aufgrund von Schäden durch das Erdbeben von 2016 geschlossen ist. Von der Piazza Umberto I., die von den Einwohnern Amandolas als „Piazza Alta“ bezeichnet wird, können Sie einen der schönsten Ausblicke auf die Sibillinischen Berge genießen.
Wenn Sie Amandola verlassen, gelangen Sie zurück auf die Salaria Gallica, eine antike Römerstraße des Ager Gallicus. Auf ihr sind zahlreiche Abschnitte mit Kopfsteinpflaster noch deutlich zu erkennen. Ein Spaziergang durch den Wald, bei dem Sie auf römischem Pflaster eine Route entlangwandern, die selbst den meisten Einheimischen unbekannt ist, ist ein einzigartiges Erlebnis.
Die Route führt weiter über die Via dei Mercatali, einen alten, mittelalterlichen Weg. Er wurde seit der Antike von Viehhändlern genutzt, die zu den Märkten in Sarnano reisten. Ein sanfter Abstieg durch den Wald führt schließlich zum Weiler Grassetti.
Von hier aus durchquert der Weg die Landschaft, bis er das mittelalterliche Dorf erreicht.