Amphitheater von Trebula Mutuesca in Monteleone Sabino: Die Arena, die Trajan neu errichten wollte
Das Amphitheater von Trebula Mutuesca liegt etwa 1 km von Monteleone Sabino entfernt in der Provinz Rieti. Das Gebäude, ein Anziehungspunkt für die Bevölkerung der Sabina, ist teilweise in den Fels gehauen und teilweise aus einer Mischung aus Mauerwerk und Ziegeln erbaut.
Bauarbeiten, die seit 1958 andauern
Als Erster entdeckte es Guattani zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Jahrzehntelang ragte nur eine hohe Mauer aus der Vegetation hervor. 1958 nahmen sich vier junge Archäologen – Adriano La Regina, Filippo Coarelli, Mario Torelli und Fausto Zevi – der Ausgrabungsstätte im Rahmen eines Ausbildungspraktikums an. Im Jahr 1998 wurden dank europäischer Fördermittel weitere archäologische Untersuchungen aufgenommen, bei denen fast das gesamte Amphitheater freigelegt wurde. Im Jahr 2020 hat die Denkmalschutzbehörde ein Projekt gestartet, um die Arena wieder für Veranstaltungen nutzbar zu machen.
Was es zu sehen gibt
Im Amphitheater von Trebula Mutuesca gibt es 33 radiale Räume, die die Zuschauerränge stützten, zwei Eingänge an den Enden der Hauptachse und eine unterirdische Galerie, die einst über einen unterirdischen Gang vom Forum aus zugänglich war: ein halbrunder Raum mit einer großen Nische und Kalksteinkonsolen, die ein Holzgerüst trugen. Das Tonnengewölbe ist eingestürzt, aber die Struktur ist noch gut erkennbar.
Die Inschriften des Trajan
Bei den Ausgrabungen wurden zwei große Inschriften aus Luni-Marmor aus dem Jahr 115 n. Chr. freigelegt, die den von Kaiser Trajan in Auftrag gegebenen Umbau des Amphitheaters erwähnen. Eine ist im Museum ausgestellt, die andere wird an der Stätte des Amphitheaters aufbewahrt.