Fontana Farnesiana in Leonessa: Ein Geschenk aus der Renaissance im Herzen des Platzes
Der Brunnen Fontana Farnesiana, auch Margaritiana genannt, steht in der Mitte der Piazza VII Aprile in Leonessa. Er stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, ist aus Florentiner Stein gefertigt und hat einen achteckigen Grundriss. Der Brunnen zeugt von der Verbindung zwischen dieser Apenninstadt und der Familie Farnese, einer der mächtigsten Familien der italienischen Renaissance.
Der Auftrag und die Rolle von Margarete von Österreich
Gemäß der in das Becken eingravierten Inschrift soll der Brunnen ein Geschenk von Margarete von Österreich, der Gemahlin von Ottavio Farnese, an die Stadt Leonessa sein. Die historischen Quellen erzählen jedoch eine andere Geschichte: Das Werk wurde von den Prioren der Stadt im Zuge der Stadterneuerung in Auftrag gegeben, die nach dem Besuch der Herzogin eingeleitet wurde. Nachdem sie 1547 die Genehmigung erhalten hatten, beauftragten die Prioren den Baumeister Nicola di Joanni Carlo aus Florenz mit den Arbeiten und der Verpflichtung, den Brunnen innerhalb eines Jahres fertigzustellen und ein Aquädukt aus Stein für seine Wasserversorgung zu bauen.
Aufbau des Brunnens
Der Brunnen erhebt sich auf drei Stufen und verfügt über ein Becken mit vier reliefartig ausgearbeiteten Wappen – darunter das der Gemeinde –, die von Bandverzierungen umgeben sind. Der ebenfalls achteckige Mittelschaft zeigt im Wechsel vier Delfine und vier Maskaronen. An der Spitze halten drei geflügelte weibliche Gestalten eine Pyramide, die in einer Kugel gipfelt. Die Wasserauslässe befinden sich in den Maskaronen, den geflügelten Figuren und der Kugel.