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Fortino di Sant’Andrea

Fortino di Sant’Andrea: Der steinerne Wächter, der über der Via Appia thront

Wenn man die Via Appia zwischen Itri und Fondi entlanggeht, wird der Blick von einer Festung gefesselt, die mit dem Felsen verschmilzt. Es handelt sich um das Fortino di Sant’Andrea (Sankt-Andreas-Fort), einen alten Grenzposten des Königreichs Neapel. Es thront über der Schlucht von Sant’Andrea und bewachte jahrhundertelang diesen obligatorischen Durchgang, der Schauplatz von Schlachten und den Heldentaten des Banditen Frà Diavolo war.

Eine in Stein gemeißelte Vergangenheit
Seine Geschichte ist komplex. Die Franzosen errichteten die Festung zu Beginn des 19. Jahrhunderts während der Regierungszeit von Joachim Murat, aber ihre Fundamente sind viel älter. Tatsächlich stehen sie auf den Überresten eines römischen Tempels, der dem Gott Apollo geweiht war. Dieses Detail verrät, wie bedeutend dieser Ort seit der Antike war. Und es erklärt, warum gerade hier so viele Schlachten ausgetragen wurden.

Geschichten von Gaunern und Soldaten
Die Mauern erzählen Geschichten von Soldaten und Gaunern. Hier hielt Michele Pezza, besser bekannt als Frà Diavolo, 1798 den Vormarsch der französischen Truppen mit einer legendären Verteidigung auf. Es gibt aber auch eine freundlichere Anekdote. Der Legende nach gewährte der Räuber Sciarra dem vorbeiziehenden Dichter Torquato Tasso die Waffenruhe und ließ ihn seine Reise fortsetzen.

Bei der Festung handelt es sich um eine Ruine, die nicht als Museum betrieben wird – daher gibt es weder Eintrittskarten noch Öffnungszeiten. Sie ist von der Staatsstraße Appia, die durch die Schlucht führt, gut zu sehen. Der direkte Zugang zum Bauwerk kann schwierig sein und sollte mit Vorsicht unternommen werden.

Fortino di Sant’Andrea
Via Appia Antica, 04020 Itri LT, Italia

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