Der Laghetto degli Alfieri: Die verborgene Oase, in der 113 Vogelarten Rast machen
Nördlich des Lago di Fondi, versteckt zwischen Wiesen und Eukalyptusbäumen, befindet sich ein Gewässer, das nur wenigen bekannt ist. Der Laghetto degli Alfieri ist eines der artenreichsten Feuchtgebiete Italiens. Insgesamt 18 Hektar, von denen 5 Hektar vom eigentlichen See eingenommen werden: ein Ökosystem in Miniatur, das die Lebensräume des großen nahegelegenen Sees nachbildet. Wir befinden uns im Regionalen Naturpark Monti Ausoni und Lago di Fondi in der Provinz Latina.
Vom Jagdrevier zum Paradies für Vogelbeobachter
Bis vor wenigen Jahrzehnten war dies ein privates Anwesen, das als Jagdrevier genutzt wurde. Heute ist es ein von der Parkverwaltung betreutes Naturschutzgebiet, das nach Vereinbarung besichtigt werden kann. Zwischen 2007 und 2010 war hier eine Beringungsstation in Betrieb: In sieben Überwachungskampagnen wurden über 32.000 Vögel von 113 verschiedenen Arten erfasst. Die Lage entlang der Zugrouten zwischen den Monti Ausoni und den Feuchtgebieten an der Küste macht den Teich zu einer Pflichtetappe für Stelzenläufer, Rosaflamingos, Kraniche, Störche und Fischadler. Im Winter kommen Kormorane, Blesshühner und Stockenten.
Das Sanierungsprojekt
Im Jahr 2024 unterzeichnete die Parkbehörde eine Vereinbarung mit der LIPU (Italienischer Verband für Vogelschutz) zur Renaturierung: Erweiterung der Schilfgebiete, Sanierung der Anlagen und neue Wege für eine nachhaltige Nutzung.