Das Historiale-Museum in Cassino: 13 Säle, die den Krieg auf eine ganz neue Weise erzählen
Anlässlich des 60. Jahrestags der Schlacht von Montecassino im Jahr 2004 wurde in Cassino ein einzigartiges Museum eröffnet. Das Historiale zeigt keine Uniformen oder Panzer, sondern erzählt den Krieg durch Kino, Theater, Spezialeffekte und mündliche Berichte. Dabei werden die Mittel der Unterhaltungsbranche genutzt, um die Besucher in die Geschichte einzubeziehen. Mit der Umsetzung des Projekts wurden die Officine Rambaldi von Carlo Rambaldi beauftragt, der drei Oscars für seine Spezialeffekte in King Kong, Alien und E.T. erhalten hat. Das Ergebnis ist das erste multimediale Museum Italiens, das sich einem Kriegskonflikt widmet.
Die Säle: Vom Heiligen Benedikt bis zur Wiedergeburt
Der Rundgang beginnt mit dem Erbe des Heiligen Benedikt, denn Montecassino steht nicht nur für eine Schlacht, sondern für einen Ort mit einer 1500-jährigen Geschichte. Von dort aus geht es weiter mit den beiden Weltkriegen, dem Bau der Gustav-Linie, der Bombardierung der Abtei am 15. Februar 1944, holografischen Projektionen eines deutschen Offiziers und eines amerikanischen Soldaten, die die gegensätzlichen Strategien erläutern, sowie den aufgezeichneten Stimmen der Bewohner des Cassinate und den Briefen der Auswanderer. Die letzten Räume erzählen von der Nachkriegszeit: Weggehen oder bleiben? Und dann die Entscheidung zum Wiederaufbau.
Anlässlich des 80. Jahrestags der Zerstörung von Montecassino im Jahr 2024 wurde das Museum nach einer vollständigen Renovierung wiedereröffnet. Dabei wurden physische, sensorische und sprachliche Barrieren beseitigt.