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Sulcis Iglesiente, ein Gebiet reich an Geschichte

Das Sulcis Igelsiente ist ein geografisches Gebiet im Süd-Westen Sardiniens, das für seine Geschichte und seinen antiken Traditionen bekannt ist. Schon vor 5000 Jahren bewohnt, wurde dieses Gebiet vor Allem von den Phöniziern und den Karthaginensern bevorzugt, die als erste die reichen Mineralablagerungen des Gebiets entdeckten und sie zu nutzen begannen. In den folgenden Jahrhunderte wurden diese Gruben zum größten Teil verlassen und dienen heute als ein bedeutendes Zeugniss gewerblicher Archäologie, die dank ihrer Einzigartigkeit als UNESCO Kulturerbe (Tentative List) nominiert sind.Wie bereits vom Namen erkennbar, besteht dieses Gebiet aus den Untergebieten Sulcis und Igesiante: ersteres verdankt seinen Namen der antiken punischen Stadt Sulcis, die heute Sant'Antioco heißt. Das zweite Untergebiet heißt so in Anlehnung an Iglesias, die größte Stadt des Gebiets sowie auch Provinzhauptstadt.Sulcis, Küste Das Gebiet Sulcis Iglesiente besteht aus 23 Gemeinden der Provinz Carbonia-Iglesias und vier Gemeinden der Provinz   Cagliari

Meer und Natur
Eine wilde und unberührte Natur kennzeichnet dieses sardische Gebiet, von Naturpark des Sulcis bis zum bekannten Felsen Pan di Zucchero (Zuckerbrot) unweit von Iglesias, vom Pinienwald in Porto Pino bis zum Golf von Palmas, von den Salinen von Sant'Atnioco bis zur Insel San Pietro, die aufgrund ihrer wildwüchsigen Natur  auch „Isola Verde“ (Grüne Insel) genannt wird.

Wer die Natur und das Meer liebt kann im Golf von Gonnesa ein Bad im kristallklaren Wasser oder einfach einen Spaziergang entlang der Küste genießen. Ein ebenfalls beliebtes Ziel, vor Allem seitens der Surfern, ist der zauberhafte Strand von Portixeddu. In der Tat können in dieser Windreichen Region zahlreiche Wassersports praktiziert werden: Kitesurfen, Windsurfen, Tauchen, Segeln u.v.m..
Das Landesinnere des Gebiets ist jedoch das wahre Zeugnis der noblen Geschichte dieses Landes. 

Archäologische Stätten
Zahlreich sind die archäologischen Ausgrabungen der Nuraghen, Phöniziern, Römern und Byzantiner, die aus dem Sulcis Iglesiente ein wahres Paradies für alle Geschichte-Begeisterte machen. In Seruci (bei Gonnesa in der Provinz von CarboniaIglesias) findet man beispielsweise eine antike Nuraghen-Reggia. In Villaperuccio, in Montessu, finden wir die sogenannten „Case delle fate“ (Feenhäuser) oder „Case delle streghe“ (Hexenhäuser), die wichtigste Nekropole der Domus de Jana, im Süden Sardiniens. Genauer, sind diese im Fels gegrabene, antike Grabstätte, die vor etwa 5000 Jahren entstanden.  Viele Stätte erzählen von der punischen Ansiedlung in der Region, wie beispielsweise die phönizische Burg Pani Loriga bei Santadi und vor Allem die Stadt Sant'Antioco, ehemals Sulcis, in der auch zahlreiche Spuren der darauffolgenden Epochen zu sehen sind.

Umgebung
Unweit von Carbonia finden wir die archäologische Stätte von Monte Sirai, wo eine punische Festung steht, die auf einer antiken nuraghischen Siedlung errichtet und später auch von den Römern genutzt wurde. In der Tat ist der Monte Sirai ein wahres Freilichtmuseum, unterteilt in verschiedene Besuchs-Leitwege. Ebenfalls von Interesse ist schließlich die archäologische Stätte von Antas, die zahlreiche Tempel und Denkmäler umschließt, wie den majestätischen, punisch-römischen Tempel, der auf der Ruine einer kartaginesischen Kultstätte errichtet wurde.

Produktion
Die Besucher dieses besonderen Gebiets können durch den Besuch zu einem der zahlreichen kartaginesischen Tempeln und eines Mineral-Parks, eine Bootstour und einen entspannten Tag am Meer die Vielseitigkeit dieses Landes erleben sowie die lokalen Gastronomie-Produkte, wie den Thunfisch, das Olivenöl, den Schafskäse, die Artischocken und den Honig probieren, immer natürlich zusammen mit einem Glas Carignano DOC Wein aus dem Sulcis. Für diejenigen, die das Handwerk schätzen, empfehlen wir einen Besuch in die zahlreichen Botteghe, die traditionelle Produkte wie Wandteppiche, Teppiche, Schmuck und Messer verkaufen, alle Einzelstücke und Beweise einer tausendjährigen Tradition der Weberei und der  Schmiedekunst die das Gebiet schon seit jeher charakterisiert.http://www.sulcisiglesiente.eu/

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