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Engelsburg

Ein weiteres Symbol der Ewigen Stadt ist die prächtige Engelsburg. Von Kaiser Hadrian als Mausoleum errichtet, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte als Festung, Gefängnis oder Renaissance Palast genutzt, heute ist sie Museum und Ort für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. 
Die verschiedenen Nutzungen haben auch große Eingriffe und Erweiterungen der ursprünglichen Struktur bedingt, und so sind Unterführungen, Gefängnisse, Säle, Gemächer, Rampen und Innenhöfe entstanden. 
Engelsburg
Im geheimen Teil der Burg findet man das Besuchszimmer und die unwirtlichen Zellen, wo die Gefangenen eingeschlossen wurden. In einem dieser Gefängnisse wurde auch Benvenuto Cellini einem Jahr lang gefangen gehalten. Eindrucksvoll aber auch beklemmend ist der Gerichtssaal (Sala della Giustizia), in dem die Todesurteile entschieden wurden. 
Hier verurteilte Papst Clemens VIII Beatrice Cenci zum Tode und Giordano Bruno zur Hinrichtung durch den Feuertod.

Als Adelsresidenz wurde die Burg so umgebaut, das sie berühmte Persönlichkeiten beherbergen konnte. Die Sala Paolina mit den von Perin del Vaga realisierten Fresken ist ein großartiges Beispiel dafür. Wunderschöne sind auch die andere Säle wie der von Amor und Psyche, der des Perseus, der Festsaal, die Schatzkammer, der Säulensaal und die Sala della Rotonda

Die Terrasse, auf der neben dem Bronzeengel die Glocke zu sehen ist, deren verhängnisvollen Glockenschläge die Todesurteile verkündeten, ist der Ort, von wo aus sich die Tosca, die Hauptdarstellerin aus der gleichnamigen Oper Puccinis, sich ins Leere stürzte, nachdem ihr geliebter Caravadossi umgebracht worden ist. 

Im Sommer erwacht die Burg zu neuem Leben: Veranstaltungen und Ausstellungen, Restaurants und Bars heißen die Besucher willkommen und bieten einen schönen Abend in einem besonderen Ambiente. Spektakulär das Panorama auf Rom, das man von der Terrasse und dem berühmte „Passetto di Borgo“ (Fluchtgang) aus genießen kann und das noch beeindruckender in der Nacht wird, wenn die Lichte der Stadt die Nacht und das Wasser des Tibers beleuchten.