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Villa Adriana, kaiserlicher Wohnsitz

Die Hadriansvilla in Tivoli, bei Rom, ist eine der italienischen Kulturstätten der Unesco World Heritage List. Erbaut im Auftrag des Kaisers Hadrian, ist sie eine monumentale Wohnanlage, die noch in unseren Tagen für den Prunk und die Macht der politischen Stätte des antiken Roms steht.

Der Canopus

Villa Adriana

Tivolis Villa Adriana wurde 117 n. Chr. als Wohnsitz des Kaisers Hadrian erbaut. Als Kern des Bauentwurfs diente eine schon vorhandene Villa, die der Ehefrau Vibia Sabina gehörte. Dank ihrer Lage auf den Monti Tiburtini, ca. 28 km von Rom entfernt, war sie sowohl über die Via Tiburtina und die Via Prenestina als auch über den Fluss Aniene gut erreichbar.
Das Gebiet war reich an Gewässer und auch von vier der antiken Aquädukten, die Rom mit Wasser versorgten (Anio Vetus,  Anio Novus, Aqua Marcia e Aqua Claudia), bereichert. Ferner, war die  heute noch vorhandene Schwefelwasser-Quelle Acqua Albule vom Kaiser sehr geschätzt, heute als Bagni di Tivoli bekannt.

Nach dem Untergang Roms, erlebte die Anlage zahlreiche Plünderungen, bis sie im 19. Jh. vom Regno d'Italia gekauft wurde. Erst dann erfolgten erste Restaurierungsarbeiten. Nach mehrfachen Ausgrabungen während den letzten 500 Jahren, erstreckt sich die Anlage auf über 120 ha und ist somit größer als Pompei sowie wichtigste alt-römische Villa. Nach zahlreichen Ausgrabungen und Belegen, wissen wir heute, dass die Domus und die Villen des antiken Roms in zahlreichen Bereichen unterteilt waren, die bestimmte Funktionen erfüllten und deren Grundriss sich konstant wiederholte, wie beispielsweise in der Mysterienvilla von Pompei oder in der Villa di Poppea von Opplontis, das heutige Torre Annunziata.Trotz ihrer typischen römischen Architektur wurde die Kaiserresidenz Villa Adriana allerdings in unterschiedlicher und origineller Weise entworfen.

Die Struktur der Hadriansvilla

Die Anlage besteht aus zahlreichen zusammenhängenden Gebäuden, die bestimmte Funktionen erfüllten: das Gebäude mit den drei Exedren, das Nymphäum-Stadium und das Beckengebäude mit denen dann das Quadriporticus, die Kleine Therme, das Vestibül und das Amtspavillon verbunden waren.
Die Symmetrie dieser zusammenhängenden Gebäude, die zum Schutz der Privatsphäre des Staatsmannes über überwachten Übergangspunkte verbunden waren, beweisen, dass sie alle zu einer einzigen Anlage gehörten, die die Größe und die Wichtigkeit des Kaisers widerspiegelten.
Seine Reiselust und -Erfahrung beweisen die zahlreiche Nachbildungen von Monumenten und Landschaften, die ihn während seiner zahlreichen Reisen begeistert hatten.

In der riesigen Gartenanlage kann man den Pecile bewundern - einen großen Garten mit einem zentralen Schwimmbecken und umgeben von Arkaden, der für die Sommer- und Winterspaziergänge genutzt wurde -, den Canopus - ein lang förmiges Wasserbecken mit ringsherum stehenden Säulen und Statuen, die an einem am Ende stehenden kuppelförmigen Tempel zusammenlaufen - sowie die Überreste von zwei Thermen: die Große und die Kleine Therme.
Letztere verfügten über ein Freilicht-Frigidarium  und einen runden Raum mit einer kastenförmigen Kuppel und fünf großen Fenstern. Diese mit kostbarer Stuckarbeit verzierte Bauten, waren einst für die kaiserliche Familie und deren Gäste vorgesehen.

Die Große Therme dagegen, war für das Personal der Villa reserviert. Hier finden wir eine Fußbodenheizung und einen eindrucksvollen Saal, der als Sudatarium genutzt wurde. Man sollte an dieser Stelle auf das große Gewölbe der zentralen Halle hinweisen, das trotz des Zusammenfalls eines seiner vier Stützpunkte, sich noch in perfekter Balance hält. 
Zu den besterhaltenen Stellen der Villa zählen die Akademie, das Stadion, der kaiserliche Palast, der Philosophensaal, das griechische Theater und der Goldene Platz. Letzterer ist eine majestätische Struktur, die zu Repräsentationszwecken diente und mit einem großen Peristilum ausgestattet war, das seinerseits mit feinem Stuck verziert war.
Weiter, kommen wir zum wundervollen Teatro Marittimo,  eine Insel umgeben von einer Kolonnade ionischer Ordnung und einem Wasserkanal, wo der Kaiser sich zum nachdenken zurückzog.

Erfahren Sie mehr über die Hadriansvilla hier

Nützliche Infos

Geographische Lage
Staat:
Italien
Region: Latium
Provinz: Rom

Adresse: Largo Marguerite Yourcenar, 1 - Villa Adriana - Tivoli (RM)
Telefon: +39 0774 530203
Web: Offizielle Website 

Öffnungszeiten
Öffnungszeiten der archäologischen Stätte
2. bis 31. Januar: 9 bis 17 Uhr
1. bis 29. Februar: 9 bis 18 Uhr
1. März bis letzter März-Samstag: 9 bis 18.30 Uhr
Letzter März-Sonntag bis 30. April: 9 bis 19 Uhr
1. Mai bis 31. August: 9. bis 19.30
1. bis 30. September: 9 bis 19 Uhr
1. Okt. bis letzter Oktober-Samstag: 9 bis 18.30
Letzter Oktober-Sonntag bis 31. Dezember: 9 bis 17 Uhr
Geschlossen: 1. Januar und 25. Dezember 

Extras:
- Führungen und Audioguides für Einzelne Besucher, Gruppen und Schulgruppen (Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch).

- Parkplatz und Bookshop