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Turin, die Residenzen der Königsfamilie Savoyen

Eingebettet zwischen einer Ebene und einem Hügel und umgeben von den Alpengipfeln ist Turin eine der schönsten Städten und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Jahrzehnte lang Herz des Königreichs Savoyen, ist Turin Schaubühne und Triebwerk der  italienischen Einheit gewesen sowie erste Hauptstadt des Regno d'Italia.
Eine Besichtigung Turins und ihrer Umgebung, auf die Entdeckung  der bezaubernden Königs-Residenzen, die die Savoyen Familie zwischen dem 17. und dem 18. Jh. errichten ließen, ist wie ein Sprung in die Vergangenheit, zwischen Machtzentren, Jagdschlösser, Sommerresidenzen und einem märchenhaften Hofleben: Eine Anlage mehrerer Bauten, die die Savoyer als Symbol ihrer absoluten Macht errichten ließen. 1997 wurden 14 dieser beeindruckenden königlichen Residenzen in Turin und im Piemont von der UNESCO in die World Heritage List aufgenommen.Turin, anzichtAls Turin, 1572 zur Hauptstadt des Herzogtums Savoyen wurde, war es noch eine mittelalterliche Stadt. Das große Bauprojekt, das von Emanuele Filiberto di Savoia initiiert und von seinen Nachfolgern weiter getragen wurde, gab der Stadt ein neues Gesicht, und machte sie zu einer der wichtigsten Metropolen ihrer Zeit, mit wichtigen Kontakten zu allen Adelshäusern Europas. Um Piazza Castello befand sich die sogenannte „area di comando“ (Befehlsraum) mit wichtigen Palazzi, und einer engen Verbindung zu den Residenzen und den zauberhaften Villen außerhalb der Stadt, von denen die schönsten, die sogenannte „Corona delle Delizie“ formen.

Als Hauptsymbol der Macht Savoyens gilt das im Herzen Turins situierte Palazzo Reale, das von Castellamonte entworfen wurde und der mit seiner Fassade aus dem 17. Jh. und den reichlich dekorierten Innenräume beeindruckt. Unweit von hier befindet sich das Palazzo Madama  das seinen Namen den Königsdamen Christina von Frankreich und Maria Johanna von Savoyen verdankt, die sich für den Bau der Gangtreppe und der eleganten Fassade einsetzten, ein Werk von Filippo Juvarra. Ebenfalls im Zentrum gibt es das Palazzo Carignano  in dem Karl Albert und Vittorio Emanuele II. geboren wurden und der später zum Sitz des ersten italienischen Parlaments wurde. Entlang der Ufer des Flusses Po ist es außerdem möglich das Valentino Schloss zu besichtigen, mit einem ausgeprägten französischen Baustil und heute Universitätssitz. Von einem Hügel aus blickt schließlich Villa della Regina auf die gesamte Stadt und beeindruckt in ihrem Inneren mit den zahlreichen Gemälden aus dem 17. und 18. Jh., den original Einrichtungsgegenständen und dem riesigen Garten.

Zur sogenannten „Corona delle Delizie“, einer Gruppe von Sommer- und Jadgresidenzen im Umland Turins, zählen das Castello di Rivoli, eine ehmelige militär Festung und heute Museum für zeitgenössische Kunst, und die Reggia di Venaria, ehemalige Jagdresidenz und von vielen als das Versailles Savoyens bezeichnet, in der man das Salone die Diana, die Galleria Grande, die Kapelle Sant'Uberto und die Monumental-Gärten besichtigen kann.

Unweit von der Reggia befindet sich auch das Schloss De La Mandria, in einem Gebiet, das heute ein großer Naturpark ist. Ebenfalls sehenswert sind das Schloss Stupinigi, das von Filippo Juvarra in einem mitteleuropäischen Stil entworfen wurde und, Anfang des 19. Jh, als Austragungsort großer Feiern und als Wohnsitz Napoleons diente sowie das Moncalieri Schloss, eine der ältesten Residenzen, die im Mittelalter als Abwehr-Gebäude errichtet wurde und später für das Hofleben der Savoyen genutzt wurde. 

Die Übersicht dieser Meisterwerke ergänzen vier weitere Urlaubsresidenzen: Das Agliè Schloss, in der Provinz von Turin, das über 300 reich dekorierten Privaträumen verfügt; Das Racconigi Schloss, in der Provinz Cuneo mit dem großen und naturwissenschaftlich interessanten Garten; Ebenfalls in der Provinz Cuneo finden wir das Govone Schloss - Sommerresidenz der Savoyen Familie, indem noch der Garten im Stil des 18. Jh. und das Trompe-L'Oeil im Saal Salone D'Onore bewahrt sind – und das Anwesen Pollenzo in neugotischen Stil, wo eine Weinproduktion stattfand.

In der umgebung
Turin zu besuchen heißt nicht nur sich der Kunst, der Kultur und der Geschichte dieser Savoyischen Stadt zu widmen. Turin ist auch und vor allem die Hauptstadt des Piemonts, der Region am Fuße der Alpen. Von Cesena Torinese nach Sestiere, von San Sicario nach Sauze d'Oulx, von Bardonecchia nach Torre Pellice: das gesamte Gebiet bietet sich bestens für Skiausflüge an oder auch einfach für eine paar Tage Entspannung im Zeichen der Natur und der Berge.  Für alle Naturbegeisterte sind die vielen Naturoasen der Region ebenfalls sehenswert, wie beispielsweise die Naturreserve Sacro Monte di Belmonte und der Nationalpark Gran Paradiso. Den Schlemmern bietet das Gebiet jedoch auch nennenswerte Erfahrungen, wie zum Beispiel die weiße Trüffel aus Alba, einer Stadt unweit von der piemontesischen Hauptstadt. Turin ist schließlich auch die italienische Hauptstadt der Schokolade die man in Stücken oder als Getränk genießen kann, in einem der typischen und historischen Cafés des Zentrums.

Nützliche Infos

Geograpische Lage
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Turin

Nützliche Links
Tourismus der Provinz Turin - die könglichen Residenzen 
Gemeinde Turin - die Savoyen Residenzen 
Die königlichen Residenzen Turins und des Piemonts

Anreise
Per Zug
Bahnhöfe: Porta Nuova, Porta Susa, Lingotto, Dora. Für Infos: Trenitalia 

Per Flugzeug
Internationaler Flughafen Turin. Für Infos: aeroportoditorino.it

Per Bus
Buslinien BaltourNetwork IbusBuslinien Eurolines