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Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei

Die Sacri Monti (Heilige Berge) des Piemonts und der Lombardei sind  religiöse Strecken mit Kapellenanlagen und anderen Pilgerstätten (Kirchen, Kreuzwege und kleine Kapellen) in denen sich Statuen, Fresken und Gemälde befinden, die die Begebenheiten der Heiligen Schriften darstellen.
Heute ein Weltkulturerbe der UNESCO, entstanden die Sacri Monti in den Tälern der Voralpen um den Pilgern einen sichereren Pilgerweg als die Reise zum Heiligen Land zu bieten und gelten heute, nicht nur als Ort der Verehrung, sondern auch als kennzeichnende Elemente der Landschaft dieses Gebiets.Ghiffa-ENTE DI GESTIONE DEI SACRI MONTI - photo Franco Andreone okAls eigentümliche Orte haben diese einen großen religiösen Wert sind jedich auch aufgrund ihrer harmonischen Einbettung architektonischer Elemente in die umgebende Landschaft interessant, die aus Hügeln, Wälder und Seen besteht.

Das Phänomen der Sacri Monti – das ganz Europa beeinflusste – eines der wichtigsten der Spiritualität Norditaliens, begann im späten Mittelalter als die Pilgerung zum Heiligen Land, aufgrund der Türkischen Herrschaft, immer mehr abnahm.
Das Projekt eines Kapellennetzes und Andachstorte zwischen den Bergen der Lombardei und des Piemonts wurde erstmals von Karl Borromäus, Bischof von Mailand, gefördert, seine Wichtigkeit wurde jedoch erst vom Konzil von Trient (1545-1563) anerkannt, das das Modell der Heiligen Berge als ein wichtiges Pilgerkonzept definierte. So wurden Orte, die bereits der Gottesverehrung dienten, zu gesamten Pilgeranstalten verwandelt, die mit Statuen und Gemälden bereichert wurde, die wichtige Begebenheiten aus dem Neuen und dem Alten Testament oder aus dem Leben der Heiligen darstellen.

Mit der Zeit wurden die Sacri Monti ein wichtiger Treffpunkt für die Gläubige und Anhänger des christlichen Glaubens.
Zu den wichtigsten gehört der Sacro Monte Varallo Sesia im Piemont: Diese Anlage, die aus 45 Kapellen, der Basilika Dell'Assunta und weiteren Strukturen besteht, wurde auf einem Fels über dem Dorf Varallo errichtet, mit der Absicht die Landschaft des Heiligen Landes wiederzugeben.
Im piemontesischen Gebiet kann man die beeindruckenden Strecken der Sacri Monti Serralunga di Crea, in der Provinz von Alessandria entlang gehen, die mit 23 Kapellen auf einem der höchsten Hügeln der Monferrato Region ausgestattet sind. Weiter gibt es die Anlagen von Orta San Giulio, die einzige zur Verehrung von Franz von Assisi; Die von Oropa mit einem der ältesten Sanktuarien für die Madonna; Sowie die von Ghiffa und Calvario.
Der Pilgerort Ghiffa breitet sich um das Sanktuarium Santa Trinità aus, auf einem Hügel und ist von einem dichten Wald  umgeben während Calvario auf dem Hügel Mattarella, über der Stadt Domodossola steht. 
Schließlich finden wir den Heiligen Berg von Belmonte in Valperga, der königlich auf einem Hügel aus rotem Granit steht. 


In der Lombardei dagegen, genießt der Heilige Berg der Beata Vergine del Soccorso über ein atemberaubendes Panorama; diese beeindruckende Pilgeranlage befindet sich in Ossuccio, an der westlichen Küste des Comer Sees, gegenüber der Comacina Insel und ist vollkommen isoliert, umgeben von weiten Feldern, Olivenhainen und Wäldern.
Zu guter Letzt haben wir den Sacro Monte des Rosario, gegründet 1474 in Varese und Pilgerort seit dem Mittelalter dank der Kirche Santa Maria del Monte und des Klosters des Ordens Romite Ambrosiane. Diese Anlage beinhaltet vierzehn Kapellen sowie ein Sanktuarium, in denen Statuen und Fresken aufbewahrt sind, die von den Hauptbewegungen religiöser Kunst im Mailand des 17. Jh. zeugen.

Nützliche Infos

Nützliche Links

 

Anreise


Per Auto

Autobahnausfahrten der größten Städten bei den Pilgestätten (Mailand, Como, Varese, Turin, Alessandria, Biella, Novara, Domodossola und Verbania)und weiter den Straßenhinweisen folgen.
http://www.autostrade.it/


Per Zug

Alle Städte mit Pilgeranlagen verfügen uber einen Bahnhof
www.trenitalia.com 

  

Per Flugzeug

Flughäfen von Mailand (Malpensa e Linate) und Turin (Caselle)