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Prähistorische Pfahlbauten

Die prähistorische Pfahlbauten um die Alpen sind 111historische Fundstellen, verteilt auf dem Alpengebieten der Schweiz, Deutschlands, Österreichs, Italiens und Sloweniens, die Weltkulturerbe der UNESCO sind.
Unter diesen 111 Siedlungen liegen 19 auf Italienischem Boden, in fünf verschiedene Regionen: Lombardei (10), Venetien (4), Piemont (2),Friaul Julisch Venetien (1), Trentino Südtirol (2).Ledro, Nachbau einer Siedlung, Photo by Romano Magrone - Archivio Museo delle PalafitteSie liegen in unmittelbarer Nähe von Seen oder besonders feuchten Gebieten, Orte, die von der starken Präsenz von Wasser gekennzeichnet sind (dementsprechend befinden sich diese Siedlungen in Italien hauptsächlich um die Seen Garda und Varese).
In der Lombardei und genauer am Varese See, wurden die aus dem Anfang des Neolithikums stammenden Pfahlbauten als die ältesten anerkannt, während man am Gardasee mit über 30 Bauten, die höchste Konzentration hat. Kleinere Pfahlbauten wurden auch an den Alpenseen des Trentino Südtirols und Becken des Piemonts gefunden.

Zahlreich und beeindruckend sind also die italienischen Gebiete, in denen man in die prähistorische Geschichte eintauchen kann. Angefangen mit der entzückenden Insel Virginia in Biandronno im Varese See, viele sind weiter die archäologischen Stätte in  Polcenigo, Desenzano del Garda, Manerba del Garda, Peschiera del Garda, Muscoline, Piadena, Cavriana, Monzanbano, Biandronno, Bodio Lomnago, Cadrezzate,  Azeglio e Viverone, Arona, Ledro, Fiavè, Peschiera del Garda, Cerea und Arquà Petrarca beim Costa See.  

Diese Siedlungen wurden in die Welterbeliste der UNESCO dank ihres kulturellen Wertes aufgenommen, als erhaltenes Zeugnis archäologischer Stätte, die die Forschung der ersten Bauernsiedlungen des Gebiets ermöglichen.

Die Italienische Pfahlbauten sind auf die Zeit zwischen 5000 und 500 v.Chr. zurück zu führen und zeugen von einer eindeutigen  Nutzung der Land- und Wasserressourcen, ein Merkmal, das die Kulturen zwischen dem Neolithikum und der Bronzezeit in Europa  stark gekennzeichnet hat.

Die Besonderheit dieser Siedlungen sind eben die Pfahlbauten: Hütten aus Stroh, Holz, Rohre und anderem Material, die auf einer Holzplattform errichtet sind. Die Plattformen stehen ihrerseits auf Stelzen, die auf dem Grund oder am Ufer von Seen, Flüssen, Lagunen, Sumpfflächen oder auch auf trockenem Boden befestigt sind.Die Pfahlbauten geben uns ein genaues und detailliertes Bild über die ersten Bauerngemeinschaften Europas.


Der Eindruck ist der einer Momentaufnahme ihres Alltagslebens, die uns über die Landarbeit und die Tierhaltung unserer Vorfahren aufklärt sowie über ihre technologischen Innovationen.Die Pfahlbauten-Dörfer im alpinen Gebiet präsentieren Strukturmerkmale, die auch wenn sie im Allgemeinen ähnlich sind, sich an verschiedenen Punkten wie die Bautechnik und die Positionierung der Struktur stark unterscheiden. Diese variierten hauptsächlich und am meisten je nach Grund- und Klimamerkmale der Gebiete, auf die sie aufgerichtet wurden.

Zu den bekanntesten Typologien finden wir den Pfahlbau „Su bonifica“ (oder einfach „Bonifica“) -   entlang des Ufers der Gewässer mit den  Stelzen auf trockenem Boden – und „Palafitta aerea“ - Die im Wassergrund befestigten Stelzen, halten die Bauten über den Wasserspiegel -.
Zur historischen und kulturellen Wichtigkeit dieser Gebiete haben zweifelsohne auch die Funde von Vasen, Spitzen und Klingen beigetragen sowie anderer Werkzeuge die besonders wichtig für die Forschung der Aktivitäten der Bewohner dieser Pfahlbauten sind.

Nützliche Infos

Geographische Lage
Staat:Italien
Region: Friaul Julisch Venetien; Lombardei;  Piemont; Trentino Südtirol;   Venetien

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