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Pienza, eine Idealstadt

Pienza, die Stadt Pius. Diese reizvolle Stadt im Herzen des Orcia Tals unweit von Siena in der Toskana, gilt als ein Beispiel von Idealstadt, nach der Utopie-Vorstellung der Renaissance. Seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO, repräsentiert Pienza heute noch die stadtplanerische Vorstellung einer rationalen Verteilung der Gebäude und vor Allem der Perspektive der Plätze und Palazzi des 16. Jh..Pienza - DomPienza wurde von Papst Pius II. beauftragt und ihm verdankt sie auch ihren Namen. Der bürgerlich genannte Enea Silvio Piccolomini, wurde 1458 zum Papst ernannt und entschied daraufhin sein Heimatdorf auszubauen und die Arbeiten Bernardo di Matteo an zu vertrauen, ein Schüler des berühmten Leon Battista Alberti, Architekt und Wissenschaftler seiner Hofhaltung. Die Arbeiten fanden zwischen 1458 und 1462 statt und veränderten das Stadtbild des Dorfes Corsignano, ursprünglich gegründet von Corsinio.

Die geometrische Perspektiven, die beeindruckenden Volumetrien der Kathedrale und des Palazzo Piccolomini, die akkurate Nutzung des Freiraums im mittelalterlichen Zentrum des Dorfes, stellen bestens das architektonische Genie dieser Epoche dar.

Die Konkathedrale von Santa Maria Assunta, auch bekannt als der Dom Pienzas ist Beispiel  einer delikaten Harmonie zwischen gotischen Formen und Renaissance-Elementen, während die Innendekorationen, mit Thema die Heilige Mutter, von den größten Namen der Schule von Siena geleistet wurden.
Die Kirchenanlage, errichtet wo einst die antike Kirche Santa Maria stand, jedoch anders orientiert, wurde konzipiert um dem Platz ein imposanteres Bild zu verleihen.
In ihrem Innere besteht die Kirche aus drei Schiffen mit jeweils zwei Pilastern mit lisenenartige Halbsäulen und dekorierten Kapitellen, die höher lagen als die Pilaster. Die Apsis dagegen ist in drei Kapellen unterteilt, in deren größere sich der Chor (Presbytherium) befindet. In den zwei weiteren Kapellen, die Vierungskuppeln, finden wir jeweils ein großes Fenster.
Einzigartiger Bestandteil dieser Kirche ist die im linken Seitenschiff, hinter einer Nische, sich befindende Orgel. Diese ist aus den 70er Jahren und ist eine elektrische Orgel.

Das Palazzo Piccolomini, auch genannt Palazzo Pontificio gilt als ein Werk von Bernardo Rossellino und ist am Palazzo Rucellai inspiriert, ein Werk von Leon Battista Alberti. Das Palazzo hat einen viereckigen Grundriss, drei Etagen und seine Fassade ist ist aus bossiertem Naturstein. Die Fenster des Gebäudes, mit Lisenen und Säulen, werden an bestimmten Punkten von Familienwappen aus Stein und apostolischen Schriften aus Gold in Silber unterteilt. Innerhalb des Palazzo finden wir einen kleinen, rechteckigen Innenhof mit einem Bogengang und einem Garten, beides errichtet nach dem Grundsatz der Renaissance-Architektur.

Das Bild des Zentralplatzes schließt das Palazzo Borgia, gegenüber des Palazzo Piccolomini, das von Pius II., in seiner Heimatstadt, für  den Kardinal Rodrigo Borgia errichtet wurde. Dieser war zu der Zeit sein enger Mitarbeiter und wurde später ebenfalls zum Papst. Papst Alexander VI machte dieses Palazzo zu seiner Residenz.

Das antike Corsignano trägt heute noch die Spuren eines Papstes, der als Beschützers des Christentums und  Ergebener Marias gilt, und dessen Leben im Inneren des Doms von Siena, in der Bibliothek Piccolomini zu sehen ist. 

Nützliche Infos

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Geographische Lage
Staat:Italien
Region:Toskana
Provinz: Siena
Gemeinde: Pienza

Nützliche Links

Offizielle Website der Gemeinde Pienza


Tourist Office

Büro für touristische Infos von Pienza 
Corso il Rossellino, 30 - Pienza 
Tel./ Fax: 0578749905 
E-mail:  info.turismo@comune.pienza.si.it  


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20. Dezember bis 6. Januar - 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr (Dienstags geschlossen)