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Monte San Giorgio, die Fossilien

Monte San Giorgio, ein pyramidenförmiges Gebirgsmassiv südlich des Lugano Sees, zwischen der  Lombardei und der Schweiz ist eine Stätte von großer historischer, archäologischer und wissenschaftlicher Wichtigkeit. Als weltweiter Bezugspunkt für die paläontologische Forschung, wurde der Abhang des Bergs, der auf der italienischen Seite liegt, 2010 in die World Heritage List der UNESCO aufgenommen. Diese Auszeichnung ergänzt den bereits 2007, dem schweizerischen Abhang verliehenen Titel. In der Tat bergen die Felswände des San Giorgio eine reiche und vielfältige Anzahl an Fossilien aus einer Zeit von vor 250 Mio. Jahren ( Mitteltrias), wovon einige noch bestens erhalten sind.Die Berge Monte San Giorgio und Monte Pravello e Monte Orsa | Photo by F.MaffiDiese Funde dokumentieren das Leben in das, was damals eine tropische Lagune war, die vom offenem Meer durch ein schmales Korallenriff getrennt und beschützt war. Die Sedimente des Monte San Giorgio stellen das beste Zeugnis von Wasserfossilien während der Trias dar und sind besonders wichtig für die Evolutionsforschung in Zusammenhang mit den im Laufe der Geschichte stattgefundenen Geo-Klimatischen Veränderungen.

Dieser Ort ist ohne Zweifel einzigartig: andere Fossilienfundstätte bergen meistens Zeugnisse von Spezies, die am Land gelebt haben. Ebenfalls wichtig sind die hier anwesenden fünf verschiedenen Fossilienformen, die von der Klima- und Lebensveränderung in einem Zeitabschnitt von 15 Mio. Jahren zeugen.

Während der Trias waren die stillen und sauerstoffarmen Gewässer der Lagune, neben dem Thetys Ozean, optimal für die Aufnahme und die Konservierung des Spezies, die darin lebten: Reptilien, Fische, Muscheln, Ammoniten, Stachelhäuter und Krebstiere. Die Nähe zum Festland bereicherte weiter die Sammlung mit Landfossilien wie Reptilien, Pflanzen und Insekten sowie mit dem einzigartigen Exemplar eines Archosauria, des Ticinosuchus

Die bisher gefundenen Fossilien sind etwa 21 Tausend, darunter 30 Reptilienspezies, 80 Fischspezies und etwa 100 verschieden Wirbellose. Unter den Fossilien findet man Skelette mit einer Länge von ca. 6 m und von seltenen Spezies wie die des Sangiorgiosaurus und des Ceresiosaurus, die den Namen ihres Fundortes tragen. Viele dieser Funde, an denen seit über siebzig Jahre in Italien und der Schweiz geforscht wird, kann man in den Museen von Bersano und Mailand näher bewundern.

IN DER UMGEBUNG

Die archäologischen Museen, in denen die Fossilien von Monte San Giorgio aufbewahrt werden, sind sicherlich einen Besuch wert, wie beispielsweise das Archäologische Museum von Besano (in der Provinz Varese) und bieten außerdem die Möglichkeit einen Lernausflug im Zeichen der Geschichte mit der unberührten Natur des Gebiets zu vereinen.
Weiter, bieten die unweit gelegenen Lago Maggiore und Comer See die Möglichkeit einen entspannenden Spaziergang am Wasser zu genießen sowie märchenhafte Burgen und Adelshäuser zu besichtigen. Am Comer See ist es dann außerdem möglich eine weitere UNESCO Stätte zu besuchen: Den Heiligen Berg Beata Vergine del Soccorso in Ossuccio.

Auch Mailand, mit dem beeindruckenden Dom, ist nur eine Stunde von hier entfernt während Monza, im lombardischen Gebiet Brianza, mit einem ebenfalls sehenswerten Dom reich an Fresken aus dem 13. Jh. noch näher liegt.
Astronomiefans sollten schließlich einen Besuch in den unweit gelegenen Sternwarten von Monte Generoso und Sormano, in der Nähe der Comer Sees auf jeden Fall einplanen.

Nützliche Infos

Nützliche Infos

Geographische Lage
Region: Lombardei
Provinz: Varese
Gemeinden: BesanoClivio, Porto Ceresio, Saltrio,Viggiù

Nützliche Links
In-Lombardia
Städtischen Fossilienmuseum in Bresano (IT)


Anreise
Per Zug

Haltestellen Besano und Porto Ceresio. Für Infos: Trenitalia und TreNord 

Per Flugzeug
Flughafen Milano Malpensa. Für Infos: Flughäfen Mailand

Per Bus
Network Ibus
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