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Die Machstätten der Langobarden

Das UNESCO Komitee hat im Jahr 2011 die Machtstätte der Langobarden in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen um den Schutz und die Wahrung des historisch-künstlerischen Erbes  aus der Zeit der langobardischen Herrschaft in Italien zu garantieren. 
Zwischen Udine und Foggia verteilt erzählen diese Bauten, Kirchen und Monumenten vieles über den Einfluss dieses germanischen Volks auf das italienischen Mittelalter.
Cividale - Langobardischer Tempel - photo by Aconcagua (talk)_wikimedia commonsDiese besonders eindrucksvollen Stätten, repräsentieren die Epoche ihrer Herrschaft, die 568 n.Chr. begann – das Jahr indem Alboin, König der Langobarden, mit der Übernahme der Halbinsel und der Gründung seines Reiches beginnt – und 774 n.Chr. Endete nachdem Karl der Große sie besiegte.
Sieben sind die Stätte der Macht und des Kults, die von dieser Epoche zeugen, in der das Erbe der Späten Kaiserzeit mit den Traditionen der germanischen Völker vereint wurde sodass eine neue kulturelle, politische und administrative Ordnung entstand, die das Italien der damaligen Zeit kennzeichnete. 

Das erste Herzogtum der Langobarden in der Provinz Udine ist Cividale del Friuli. Hier findet man die bischöfliche Anlage des Patriarchen Callisto mit den Resten des patriarchalischen Palais und dem prächtigen Tempel der Langobarden. Letzterer ist eines der wichtigsten Exemplare der damaligen Zeit im Friaul Julisch Venetien sowie in ganz Italien. Der sehr gut erhaltene Tempel präsentiert an einigen Stellen Dekorationen, bei denen langobardische Motive mit klassischen Motiven vereint werden.

In der Lombardei und genau in Brescia finden wir dann die Klosteranlage Santa Giulia, mit der Basilika San Salvatore, ein Zeugnis der Anlehnung der Langobarden an die Klosterbewegung. Künstlerisch gesehen ist die Anlage eines der wichtigsten Exemplaren religiöser Architektur des Hochmitellalters. 
In der Provinz Varese, in Castelserpio, liegt weiter das Gebiet Castrum. Dieser römisch-ostgotische, militärische Vorposten wurde von den Langobarden erst in ein Handelszentrum und dann in eine Gebetsstätte verwandelt. Dafür errichteten Sie die Basilika San Giovanni Evangelista, die Kirche Santa Maria Foris Portas und das Kloster Torba.
Ebenfalls ein Meisterwerk der heiligen Architektur ist die Kirche San Salvatore in Spoleto, in Umbrien, die bereits eine frühchristliche Kirche war und im 8. Jh von den Langobarden restauriert wurde. In der Provincia Perugia erhebt sich dann in Campello sul Clitunno der Tempel des Clitunno, die kleine Kirche Sankt Salvator, in der noch Fresken aus dem 7. Jh. zu sehen sind. Diese im korinthischen Stil errichtete Kirche ist von großem künstlerischen Wert und diente häufig als Vorbild für die Arbeiten vieler Meister der Renaissance.

Das wichtigste Herzogtum der Langobarden in Süditalien war dagegen das von Benevento, das sich über Kampanien, der Basilikata und Apulien erstreckte. In Benevento liegt eines der sieben, von der UNESCO geschützten Monumenten: Die Monument-Anlage Santa Sofia mit der gleichnamigen Kirche, in deren Seitenapsis einige Original-Fresken sichtbar sind.
Ebenfalls Teil des Herzogtums von Benevento ist das Heiligtum San Michele Arcangelo in Monte Sant'Angelo in PApulien  Als Zeugnis der Verehrung der Langobarden für den Erzengel Michael ist das Heiligtum auch eines der wichtigsten Ziele für Pilger.

Nützliche Infos

Nützliche Infos

Geographische Lage 

Staato: Italien 
Region: Friaul Julisch Venetien, Lombardei, Umbrien, Kampanien, Apulien
Provinz: Udine, Brescia, Varese, Perugia, Benevento, Foggia


Nützliche Links

UNESCO Website

Offizielle Website des Kulturerbes

Website der Kandidatur

Website des MIBAC (Ministerium für Kulturgüter und -Aktivitäten)

Website des italienischen Vereins Longobardorum


Die Langobarden in Italien auf der Website des FAI (Naturfond Italien)

Trailer des Filmdokumentars über die Langobarden on Italien auf 


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