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Reise in die Barbagia

Wenn man über Sardinien spricht denkt man unmittelbar an Sommer, Meer, Sandstrände und exklusive Ressorts, beliebt unter dem international Jet Set. Weit weg von diesem Stereotyp kann man jedoch ein Insel entdecken, die als zweitgrößte Insel des Mittelmeeres nach Sizilien, noch viel mehr zu bieten hat.
Unsere Entdeckungsreise beginnt in der Barbagia, eine felsige Hochebene, die als wildeste Region Sardiniens gilt. Ein Gebiet, in dem Traditionen und Bräuche, zusammen mit der besonderen und üppigen Landschaft, das Leben der Bewohner seit Jahrtausenden kennzeichnen. 
Die Barbagia liegt zwischen Nuoro und der jungen Provinz Ogliastra: Das Territorium, unwegsam und wild, und die von einem antiken Charme gekennzeichneten Bewohner bezaubern die Besucher mit einem Alltag zwischen Moderne und einer tausendjährigen KulturBarbagiaWas Sie sehen sollten
Dieses Gebiet Sardiniens verdankt seinen Namen den Römern, die es Barbaria nannten weil uneinnehmbar. Schwierig zu erobern jedoch gastfreundlich und reich an Schönheiten, die es zu entdecken gilt.
Östlich sind die Gebiete OlienaOrgosolo, Dorgali, Bunei und Urzulei vom Supramonte Ogliastrino gekennzeichnet, eine kalkhaltige Hochebene, die von Monte Corrasi (1.463 m) dominiert wird und ein atemberaubendes Naturschauspiel bietet.
Das Gebiet wird von tiefen Tälern geschnitten. Diese heißen Codule und münden durch die Kalkwände der Küste ins Meer: Das Ergebnis ist ein beeindruckende Landschaft reich an Schluchten, Felsen und Kliffen.
Ein Besuch in die Barbagia lohnt sich jedoch nciht nur aufgrund ihrer naturalistischen Schönheiten. Einen Besuch wert sind auch die traditionellen Steinhäuser, die charakteristischen Cortes und die Handwerks-Bottegen. Vor Allem die Dörfer Belvì und Aritzo sind hier für die geschnitzten Bänke und die Schreinerei im Allgemeinen bekannt. Die Lederverarbeitung ist dagegen Protagonist in Dorgali während Oliena für seine Schneidereien bekannt ist. Wertvolle Töpfe und Pfannen aus Kupfer finden Sie schließlich in der Barbagia von Seulo.

Was Sie machen sollten
Es lohnt sich die Barbagia  über ihre zahlreichen Wanderpfade zu entdecken. Als erstes haben wir den Pfad, der Is Muralleddas mit Texil verbindet und von monumentalen Bäumen umgeben ist: Steineichen, Erdbeeren, Kastanien, Kirschen und Korkeichen. Hier entlang kommt man nach Punta Crispisu, die auf Tonara, Belvì und Aritzo blickt.
Entlang des Pfades in Richtung Funtana Cungiada kann man die Landkirche Santa Maria sehen und die eindrucksvolle Aussicht genießen, die vom Golf von Oristano bis zur Ogliastra und der Gebirgskette Gennargentu reicht. Etwas anspruchsvoller aber genauso beeindruckend sind die Pfade des Supramonte Ogliastrino. Der Pfad von Sa Portisca nach Cala Luna zählt zahlreiche Aussichtspunkte auf den Golf von Orosei und den Supramonte von Durgali, Irzulei, Bunei und Orgoloso. Entlang des Wegs kann man weiter die Fauna-Oase des sardischen Rehs und die bäuerliche Anlage Coile sa Portisca besichtigen
Verpassen sollten Sie auf keinen Fall das Nuraghen-Dorf Or Murales, mit den 50 runden Steinhütten aus der Bronzezeit, das Canyon Codula di Luna und den bezaubernden Strand Cala Luna.

In Richtung Garroppu geht man entlang imposanter Felsenwände mit eindrucksvollen karstigen Formationen  im Orbisi Tal (Codula di Orbisi) und besucht die riesigen Grabstätten von Sa Carchera und das Nuraghendorf Orruinas. Am Ende der Reise kommt man in der Schlucht Gorroppu an, ein Canyon von 400 m Höhe mit dem Pischina Urtaddala, ein See mit dem Zufluss unterirdischer Gewässer.
Schließlich sollte man einen abenteuerlichen Ausflug entlang des Pfades San Giorgio nicht verpassen. Hier entlang kann man das Grabmal der Riesen von S'Arena und das Nuraghendorf Perdebella besichtigen.

Was Sie nicht verpassen sollten
Die traditionelle Kultur der Barbagia ist besonders in den traditionellen Volksfesten sichtbar, wie zum Beispiel während Autunno in Barbagia. Im Rahmen dieser Initiative, die von September bis Dezember zu den Dörfern des Gebiets einlädt, finden zahlreiche Events und Aufführungen in den traditionellen Cortes, in den Handwerksläden und in den Weinschenken statt.
 In Mamoiada finden zu Karnevalszeit die traditionellen Prozessionsumzuge Mamuthones statt während im Oktober, Aritzo zum Volksfest der Kastanie einlädt.

Die lokale Gastronomie ist reich und lecker, mit verschiedenen Käse- und Fleischsorten, Wurstwaren, Süßgebäck und lokalen Weinen. Der bekannteste darunter ist der Cannonau zusammen mit der typischen sardischen Grappa Filu 'e Ferru.

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