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Eine Reise in den Gargano

Das Kap des Gargano befindet sich in Apulien und wird aufgrund seiner Form auch der Spron Italiens genannt. Diese Landzunge, das sich in die Adria vorstreckt besteht fast ausschließlich aus einer Masse karstiger Felsen. Üppige Vegetation, kristallkalres Meer, suggestive Ortschaften, spirituelle Orte und kulinarische Erlebnisse charakterisieren den Gargano.
Ein Schmuckstück der Natur, als Nationalpark geschütz, zu dem auch die Foresta Umbra (Umbriens Wald), das Meerschutzgebiet der Tremiti Inseln sowie die Küstenseen Lesina und Varano gehören.Vieste faro
Es ist der größte Nationalpark Italiens und umschließt eine große Artenvielfalt (Flora und Fauna). Zahlreich sind die Naturwege, entlang derer man die Natur entdecken und die Artenreiche Vegetation bewundern kann, wo viele Tierarten und Vögel Schutz finden.
Entlang der Küste sind viele die turistischen Ortschaften, wo man einen Urlaub im Einklang mit der Natur, der Kultur und dem Meer, genießen kann. Den Zugang zum Gargano bietet Manfredonia. Bevor Sie aber die Stadt erreichen ist es empfehlenswert die römischen Kirchen San Leonardo (Hl. Leonhard) und Santa Maria di Siponto (Hl. Maria von Siponto) zu besichtigen, beide vor dem ersten Jahrtausend gebaut und von enormer historischer und architektonischer Wichtigkeit.

Manfredonia
 erhebt sich im gleichnamigen Golf und ist eine Sadt mit zahlreichen Monumenten wie z.B. das Castello Svevo Anioino Aragonese, das von Manfred aus Sizilien zur Gründung der Stadt in auftrag gegeben wurde, und heute Sitz des archeologischen Museums ist, das die Stele Daunie beherbergt (die gemeißelte Trauertafeln aus dem 8., 7. und 6. Jh. v. Chr.). Die Stadt bietet auch zahlreiche religiöse Bauten, wie die Cattedrale di Manfredonia (die Kathedrale der Stadt) und die Abbazia di San Leonardo in Lama Volara (Abtei des San Leonardo di Siponto). Schließlich sollte man den Besuch zweier Naturwunder nicht versäumen: die Scaloria-Grotte und der Salso-See.
Bis Vieste ist die Küste felsig und spektakulär, dank einer Abfolge von Steilhängen, weiße Felsenriffe und kleinen Strände, die oft nur über Wasser zu erreichen sind. 

Man kommt dann nach Mattinata (dt.: Frühe – der Name bezieht sich eben auf das aufgehen der Morgensonne), umgeben von einer Fläche säkularer Olivenbäume. Hier finden wir auch den ersten großen und gut erreichbaren Strand. Die Stadt, genannt auch „Terra dei Mandorli“ (Land der Mandelbäume), ist auch als Farfalla Bianca del Gargano – Weißer Schmetterling des Gargano - bekannt, aufgrund der besonderen Zusammensetzung der weißen, auf den Hügeln gelegenen Häuser.
Es folgt die Baia delle Zagare (Zagare Bucht), mit ihren bekannten Klippen, und Pugnochiuso, einem bekannten Badeort.
An der östlichen Spitze des Sprons finden wir Vieste, touristischer Hauptort des Gargano: ein unvergessliches Meer an zwei Stränden weißen Sands und darüber auf der felsigen Landspitze ein Dorf voller Gassen und Treppengänge. In diesem Dorf, das für viele Jahre Bischöflicher Sitz war (von 918 bis 1817), lohnt sich ein Besuch in die Kathedrale römisch-apulischen Charakters, das Castello ( beide Gebäude wurden von Federico II von Staufen errichtet) und an den „Pizzomunno“ genannten Monolith. Mit einer Höhe von ca. 25 Metern, erherbt sich dieser Monolith  an einem Ende des sogennanten Castello-Strandes und gilt als Symbol von Vieste.

Entlang de Küste kann man einige Trabucchi bewundern, alte Pfhalbauten für den Fishfang, deren lange Holzarme die Netze tragen.
Weiter auf unsere Reise überqueren wir Manacore, dessen Bucht als eine der schönsten Apuliens gilt, um Peschici zu erreichen, ein kleines Dorf verwuzelt auf einem Felsen mit einem Steilhang ins blaue Meer, umgeben von einer antiken Mauer und mit charakteristischen Kuppelhäusern.
Die Eigentümlichkeiten dieser Region sind die Trabucchi und die Ruinen manche Küstentürme, die Mitte des 16. Jh. erbaut wurden um das Land von Piraten und Korsaren zu schützen.

Weiter entlang der Küste kommen wir zu Rodi Garganico: schöne Strände und klares Wasser in der apulischen Hauptstadt der Zitrusfrüchte, die vom Duft der Orangenblüten umgeben ist und ein atemberaubendes Panorama bis zu den Tremiti - Inseln bietet. Es folgen Ischitella, Land des Olivenöls, von der man über die Adria und den Varanosee herrscht, und das mittelalterliche Vico del Gargano, bekannt für seine Produktion von Zitrusfrüchten. Man dringt von hier in die Foresta Umbra ein, das grüne Herz des Gargano, wo eine nächtliche Tour wärmstens empohlen wird. Mit der Hilfe von persönlichen und spezialisierten Führern kann man so eine besondere und aufregende Erfahrung machen, umgeben von den Geräuschen und den Düften dieses wertvollen Ökosystems.
Schließlich ein kleiner Ausflug zu den spirituellen Hauptorten: Monte Sant'Angelo, das älteste und wichtigste spirituelle Zentrum des Gargano, wo die Via Sacra Longobardum (Teil des Frankenwegs) beginnt, die von Spanien bis nach Jerusalem viele Wallfahrtskirchen verbindet.

Dann, San Giovanni Rotondo, Stadt des Heiligtums von Pater Pius. Unweit finden wir auch San Marco in Lamis: von den Pilgern als Pausenort in Richtung des Monte Sant'Angelo bevorzugt, und  vom Santuario von San Matteo (Hl. Matthäus) dominiert.

Nützliche Infos

Wissenswertes

Bootsausflüge
Den Gargano kann man auch vom Meer aus besichtigen. Seine Strände, Buchten und Grotten kann man in Segel-, Schlauch- und Motorbooten erkunden, die Führungen und ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Kino und Kultur: Kuriositäten
Im Sommer 1948 wurde Monte Sant'Angelo zum Pausenort der Italienreise von Arthur Miller, bekannter Drammaturg und Ehemann von Marilyn Monroe. Aus diesem Grund wurde das Land in einer 15 Seiten langen Erzählung beschrieben, die 1951 in der Sammlung „I don't need you anymore“ erschien. Im darauf folgenden Jahr schrieb Miller „Tod eines Handlungsreisenden“ und mancher nimmt an, der Gargano hätte den Schriftsteller dazu inspiriert. Schließlich eine Kuriosität für die Kinobegeisterten: die Insel von San Domino, eine der Tremiti, war das Set des Films „Die Kanonen von Navarone“, historischer Film aus dem Jahr 1961 mit David Niven, Gregory Peck und Anthony Quinn.

Bei Tisch
Die Küche Apuliens ist besonders für ihre exquisiten spezialitäten bekannt.
Unter den ersten Gängen könnnen nicht die Orecchiette (Pastasorte) fehlen (meistens mit Cime di Rapa – Rübengrün – zubereitet), die Trascinati (Orecchieteähnliche Pasta) oder die Cavatelli (längliche Weizengnocchi) sowie die Troccoli (frische Bandnudeln mit Eierteig zubereitet). Die Hauptstadt der frischen Pasta ist Peschici, die ebenfalls für die Qualität ihres Olivenöls bekannt ist. Sehr gut sind auch die Gerichte mit Fettfisch und Meeresfrüchte (gebratene oder gratinierte Miesmuscheln). Eine weitere Spezialität sind Austern, aber auch Aale, die jeweils in den Lagunen von Lesina und Varano gezüchtet werden.

Auch gezüchtet ist das ausgezeichnete Lamm- und Ziegenfleisch während die Wildjagd Enten, Wasserhühner und Wachteln bietet. Empfehlenswert sind auch die Hülsenfrüchte (Bohnen und Kichererbsen), die Pilze, der Trüffel und die Spargeln.
Unter dem Süßgebäck sollte man auf keinen Fall die Mostaccioli (aus Feigen, Mandeln, Zimt und Zitronenschale zubereitet und mit Schokolade übergossen), die Copate (mit Schokolade gefüllte Obladen, aus Monte Sant'Angelo), die Taralli (auch salzig zu finden) und die Farrata (Teigtasche gefüllt mit frischem Schafsricotta, Minze und Zimt) verpassen.
Die Käseprodukte kommen schließlich aus der Foresta Umbra: Burrino, Caciocavallo, Cacioricotta, Büffelmozzarella und das einzigartige Canestarto Pugliese, der traditionelle Käse der Region, mit der Schutzmarke DOP. Unter den Weinen: die typischen Gargano Weine sind der Moscato und die, außerordentlicher Qualität, Weine von Lesina.



Nützliche Infos

Nützliche Links
www.viaggiareinpuglia.it/hp/de
http://www.parcogargano.it
www.comune.peschici.fg.it/
www.comunedivieste.it/
www.comune.manfredonia.fg.it/