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Cinque Terre und Portovenere

Die Reise von Levanto nach Lerici, entlangder wunderbaren und unberührten Landschaft der Cinque Terre, ist eine besondere Erfahrung. Ein authentisches Eintauchen in die Magie der historischen und bunten Dörfer entlang der Küste, auf steilen Erhebungen und aufragenden Landschaften, wo die Weinreben dominieren. Eine atemberaubende Route also, in die Ortschaften des Schutzgebietes Parco Nazionale delle Cinque Terre, ein UNESCO Welterbe.
Die Route beginnt in Levanto, dessen historisches Zentrum wahre architektonische Schätze verbergt, wie die gotische Kirche des Sant'Andrea sowie die Gemeindeloge, beide aus dem 13. Jh.. Vernazza photo by Silvia Adalia
Es ist eine scharfe Küstenlandschaft, besetzt von wild herangewachsenen, unzugänglichen Weinreben, die steil ins Wasser fällt. Diese ist außerdem von ihren fünf Siedlungen von Seefahrern und Landwirten charakterisiert, die ihrerseits von den buten Farben und von ihrer Einfachheit und ihrem Charme gekennzeichnet sind. Die erste Etappe der Cinque Terre ist Monterosso, beliebter Touristenort, verschönert durch eleganten Villen und einem ausgedehnten Strand. Im antiken Zentrum, dessen engen Gassen den Hügel hinaufsteigen, kann man die gotische Pfarrkirche des San Giovanni Battista (Johannes der Täufer) bewundern sowie die Kirche des San Francesco aus dem 17. Jh. und dem beiliegenden Kloster der Kapuziner. Hier finden wir außerdem den Literarischen Park, dem Poet Eugenio Montale gewidmet, Dichter dieser Region.

Man kommt dann nach Vernazza, mit seinem suggestiven, touristischen Hafen, um den sich die mittelalterliche Siedlung entfaltet. Hauptattraktionen dieses Dorfes sind der charakteristische Platz und die zwei genuesische  Aussichtsturme sowie die faszinierende gotische Kirche der Santa Maria d'Antiochia, die auf zwei Ebenen gebaut ist.
Unweit von hier, nur hundert Meter über dem Meer, sehen wir Corniglia, eine auf dem Bergkamm gelegenen Ortschaft, die über einen Treppenweg von 365 Stufen  mit dem Meer verbunden ist. Von diesem Dorf aus, traditionell dem Anbau von Weinreben gewidmet, kann man ein wunderschönes Panorama genießen.
Besonders Eindrucksvoll ist auch der, steil über dem Meer hinausragende schwarze Fels, auf dem sich Manarola erhebt. Diese Ortschaft ist für den Wein und das Olivenöl bekannt und von den bunten Häusern charakterisiert, die so aussehen, als würden sie aus dem Fels wachsen.
Die letzte Siedlung der Cinque Terre, und Herz des gleichnamigen Nationalparks, ist Riomaggiore. Dieses malerische Fischerdorf ist von seinen engen und hohen Häusern in Pastelltönensowie durch eine Lichtabwechslung von Hell und Dunkel charakterisiert, bedingt durch die typischen für die Region engen Gassen, genannt Carrugi.Außerhalb des Schutzgebiets ist ein Umweg über Porto Venere sicher lohnenswert.Dieser charakteristischer und bekannter Urlaubsort Liguriens ist ein hervorragendes Beispiel der Vereinigung von Natur und Architektur: von der Strandpromenade, die den kleinen  turistischen Hafen umrahmt bis zur unendlichen Farbpalette der engen Häusern, von den steilen Treppenwegen und engen Gassen bis zur Spitze der Landzunge, auf der man die frühchristliche und im gotischen Stil wieder gebaute Kirche des San Pietro bewundern kann.
Sehenswert auch das Sanktuarium der Madonna Bianca (Weiße Madonna), auch genannt die Pfarrkirche des San Lorenzo, die im 13. Jh., im römischen Stil entstand und später restauriert und erweitert wurde sowie das Castello Doria, eine majestätische Militärburg. 

Gegenüber von Porto Venere befinden sich die Inseln Palmaria (Ziel von Bootsausflügen, wo man die blaue Grotte besuchen kann), Tino und Tinetto, die Teil des Regionalparks von Porto Venere sind. 

Wir setzten unsere Reise in Richtung La Spezia fort, wo der Besuch der Abteikirche Santa Maria Assunta ein Muss ist. Hier, sowie im Kunstmuseum Amedeo Lia und im technischen Schiffmuseum der Marina Militare wird ein reiches Kulturerbe aufbewahrt.
Wir kommen schließlich nach Lerici, in den sogenannten Golf der Dichter (oder Golf von La Spezia), das für mehrere Jahre von Byron und Shelley als Urlaubsort gewählt wurde. Die Ortschaft ist durch ihre Treppenwege, ihre Carrugi und dem beeindruckenden Militär-Castello gekennzeichnet.Man sollte außerdem einen Spaziergang an der Strandpromenade nicht verpassen und das Oratorium des San Rocco mit dem Glockenturm aus dem 14. Jh. besuchen sowie die Kirche des San Francesco, wo zahlreiche wertvolle Kunstwerke aufbewahrt sind.


ES IST AUCH INTERESSANT, DASS...


-Es ist empfehlenswert den Park der Cinque Terre per Zug zu besuchen, denn es ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch, dank den Verbindungen von Levanto zu allen Ortschaften bis nach Riomaggiore. Mit der Cinque Terre Card Treno, kann man unbegrenzt die Verbindungen, die öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Ortschaften sowie zahlreiche Begünstigungen nutzen.
 Zwischen Manarola und Riomaggiore verläuft eines der romantischsten und weltweit berühmtesten Pfade: Die Via dell'Amore (Der Liebesweg), die ausschließlich für Füßgänger vorgesehen ist und entlang der Felsmasse, steil über dem Meer verläuft. Entlang der Strecke gibt es, aus dem Felsen herausgearbeitete, Sitzbänke und ausgestattete Aussichtsstellen.- Für die sportlicheren unter uns bieten die anstrengenden aber gut ausgestattete Wege, die die Landzunge hinaufsteigen,  eine gute Alternative. Man kann die Cinque Terre auch vom Meer aus bewundern, indem man von Portovenere aus die verschiedenen Ortschaften per Boot besichtigt.

 

LOHNENSWERTE VERANSTALTUNGEN

-Jedes Jahr, am Samstag vor Christi Himmelfahrt, findet in Monterosso das Zitronenfest statt. Gastronomische Stände, Musik, Moderation, Literatur- und Kunstwettbewerbe umrahmen die Siegesehrung der größten Zitrusfrucht. 
- Auf der Insel Tino wird am 13. September San Venerio gefeiert: die Statue des Heiligen wird von La Spezia mit einer Meeresprozession auf die Insel gebracht und aus gegebenen Anlass, kann man auch die Eremitage des San Venerio besichtigen, die sonst für das Publikum geschlossen ist. Lerici ehrt im Juli seinen Heiligen Patron Sant'ErasmoPorto Venere präsentiert wiederum im August, in der suggestiven Kirche des San Pietro, das Theaterfestival  Teatro Donna. Im Landesinnere finden wir außerdem im August in Sarzana den national bekannten Antiquitätenmarkt in der antiken Burg Firmafede.
-In La Spezia wird am 19. März San Giuseppe (der Heilige Joseph), mit einem großen Jahrmarkt gefeiert während er am ersten Augustsonntag mit einem Palio (historische Bezeischnung von Wettkämpfen zwischen Vierteln einer Stadt oder benachbarten Gebieten) der dreizehn Borgate marinare (See Ortsachaften) mit Umzügen, Motivwagen und Feuerwerk noch einmal geehrt wird.