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Pavia

Pavia, eine moderne lombardische Stadt im Herzen der Poebene, ist reich an Geschichte, Kultur und Natur. Ihre künstlerischen architektonischen Denkmäler sind Zeugen einer langen Geschichte, die ihren Ursprung zur Zeit der Römer hat. Heute liegt diese Stadt am rechten Flussufer des Ticino und ihr Stadtbild wird von mittelalterlichen Türmen dominiert. Sie zeigt den Besuchern großartige
Zeugnisse vergangener Zeiten wie den Ponte Coperto oder den Dom im Hintergrund.Ponte Coperto e Duomo sullo sfondo

Geschichte
Jahrhundertelang war das von Liguren und Kelten gegründete Ticinum das Zentrum des Handels zwischen der Poebene und den großen Flüssen. In Zeiten der römischen Herrschaft kreuzten sich hier zwei STRADE CONSULARI, während das gesamte Mittelalter lang die von venezianischen Händlern importierten Stoffe und Gewürze auf Booten flussaufwärts weiter in den Norden und vor allem nach Mailand transportiert wurden. Die Barbaren plünderten die Stadt einige Male bevor sie Pavia zur Hauptstadt der Langobarden machten. Sie wurde anschließend von den Karolingern erobert und gelang zwischen dem 18. und 19.
Jahrhundert unter die Herrschaft von Spanien, Frankreich und Österreich. Erst 1859 kam die Stadt zum Reich von Sardinien, und letztendlich zu Italien.

Was sehen
Pavia zeigt uns eine Altstadt, die in ihren Denkmälern, gepflasterten Straßen, keramikfarbigen Fassaden wunderschöne Spuren einer großartigen Vergangenheit aufweist.
Der dem Hl. Stefan, er ein Märtyrer war,  und der Heiligen Maria Assunta geweihte Dom ist ein wichtiges im Renaissancestil erbautes Gebäude mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes und einer achteckigen Kuppel und bewahrt die Gebeine des Heiligen Sirio.
Zu den religiösen Gebäuden zählt weiters die Basilica San Pietro in Ciel d´Oro, die von den Langobarden gegründet, jedoch erst nach ihrer Herrschaft erbaut wurde, die Basilika von San Teodoro, die Kirche Santa Maria del Carmine, ein wunderschönes Beispiel der Gotik in der Lombardei, und die im romanischen Baustil mit Sandstein erbaute Basilica San Michele Maggiore.
Das wichtigste Gebäude der Profanarchitektur ist das Castello Visconteo, in dem sich das wunderbare Stadtmuseum befindet. Der Ponte Coperto ist ebenfalls ein altes Baudenkmal, das die Altstadt mit dem Borgo Ticino-Viertel verbindet, die charakteristische Heimat der Fischer. Zu besichtigen sind weiters die Pallazzi Malaspina, Bottigella, Orlandi und Mezzabarba. Interessant sind auch das Theater Fraschini aus dem 18. Jh., der Botanische Garten mit den wunderschönen Glashäusern und das Gebiet des “Broletto”, das sich gleich bei der Piazza della Vittoria befindet, die von Loggien aus dem 14.
Jahrhundert umrundet ist.
Einige Kilometer entfernt befindet sich die Certosa di Pavia, wo sich die gleichnamige Basilika befindet.

Zu Tun
Pavia ist eine lebhafte Stadt, die ein großes Angebot an Kunst und Kultur bietet. Jedes Jahr finden hier Ausstellungen, Kinoveranstaltungen und der Kunstgeschichte gewidmete Konferenzen statt. Die Theaterkultur bietet sich auf der Bühne an, und auch in den Lokalen mit Livemusik und in von Studenten bevorzugten Pubs oder Diskotheken kann man hier seinen Spass haben.

Interessanges
Einst führte der Frankenweg durch Pavia und das umliegende Gebiet. Hier befindet sich sogar eine der ältesten Universtäten der Lombardei.
Die Universität wurde 825 gegründet als Lotario I. eine Schule für Rhetorik gründete. Im 11. Jahrhundert wurde die Stadt Sitz einer Justizschule, die Kaiser Karl IV.  im Jahre 1361 in ein “Generelles Studium” umwandelte. Heute befinden sich in der Stadt 15 Universitäkollegien aus alter Formierung, wie das Borromeo Kollegium, das Ghilsieri Kollegium und das Kollegium Santa Caterina von Siena.

Nützliche Infos

Ankunftsmöglkichkeiten
Mit dem Zug
Pavia befindet sich in einem strategischen Punkt in Italien, ca. 30 km von Mailand entfernt und auf der Zuglinie Mailand-Genua.

Mit dem Flugzeug
Die Stadt hat ein gutes Flugnetz und die außerhalb der Stadt liegenden Flughäfen: Linate (50km entfernt), Malpensa (90km) und Orio al Serio (70km).