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Bologna: kultivierte, junge, kreative Stadt


Kultiviert, großzügig und einladend, ist Bologna eine Stadt intensiver Genüsse, die Ihre Sinne und Ihren Geist befriedigen. Folgen Sie uns auf dieser Tour durch ihre Symbole und ihre Köstlichkeiten.

Bologna – Emilia Romagna

 

1. Kultivierte und junge Stadt

 

Bologna ist wahrscheinlich die einzige italienische Stadt mit drei Spitznamen. Der erste ist „la Dotta“ (die Gelehrte). Hier wurde 1088 die erste Universität der westlichen Welt gegründet, die auch heute noch Studierende aus dem übrigen Italien und der ganzen Welt anlockt: Zwischen den Straßen, den Gassen, den Arkaden weht ein jugendlicher, pulsierender Geist.

Piazza Maggiore, Bologna – Emilia-Romagna

Die Stadt war Europäische Kulturhauptstadt 2000 und wurde 2006 von der UNESCO zur „kreativen Stadt der Musik“ ernannt. Zum vielfältigen kulturellen Angebot gehört z.B. das MAMbo, Museo d’Arte Moderna di Bologna (Museum für moderne Kunst). Es beherbergt wichtige temporäre Ausstellungen und eine Dauerausstellung über die Geschichte der italienischen Kunst von der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis heute.

 

2. Hauptstadt des guten Essens

 

Via Pescherie Vecchie, Bologna – Emilia-Romagna

Der zweite Spitzname, „la Grassa“ (die Fette), bezieht sich auf die in der ganzen Welt bekannte üppige Küche. Wahrscheinlich haben Sie bereits vor, die Tagliatelle al ragù bolognese, die Tortellini, die Lasagne zu probieren; vielleicht haben Sie aber noch nie etwas vom Fritto misto alla bolognese (frittierte Gemüse-, Obst- und Fleischstückchen, Zucchiniblüten mit süßer Creme) und von der Cotoletta petroniana (paniertes Kalbsfleisch mit Prosciutto crudo und Käse) gehört. Am besten lernt man die Qualität und die Vielfalt der Bologneser Gastronomie durch eine Tour über den Quadrilatero, den antiken Markt mit Ursprung im Mittelalter kennen. Nach dem Essen sollten Sie die historische Via Zamboni, die überwiegend von Studenten frequentiert wird, oder den Pratello, ein Viertel mit Underground-Flair besuchen.

 

3. Die Stadt der Türme...

 

Torre di Garisenda und Torre degli Asinelli, Bologna – Emilia-Romagna

Bologna trägt auch den Beinamen „la Rossa“ („die Rote“) wegen der charakteristischen Farbe der Dächer, die Sie von der Spitze der Türme, einem der Symbole der Stadt, bewundern können. Im Mittelalter waren es mehr als 100, heute gibt es noch 22; die wichtigsten sind der Torre di Garisenda und der Torre degli Asinelli am Eingang der Stadt in der antiken Via Emilia.

 

4. … und der Arkaden

 

Arkaden an der Piazza Santo Stefano, Bologna – Emilia-Romagna

Unternehmen wir nun einen schönen Spaziergang, ein Vergnügen, das Sie in Bologna zu jeder Jahreszeit genießen können: Bei der Sommerhitze und sogar an Regentagen. Möglich ist das dank der charakteristischen Arkaden, die allein im Zentrum eine Gesamtlänge von ca. 38 Kilometern erreichen. Die berühmtesten sind wahrscheinlich jene zwischen der Porta Saragozza zum Santuario della Madonna di San Luca, am Colle della Guardia: Sie messen 3,5 Kilometer und gelten als längste Arkaden der Welt. Während eines langen Zeitraums zwischen dem 11. und dem 20. Jahrhundert errichtet, werden die Arkaden von Bologna als Erbe von unschätzbarem universellem Wert erachtet. Deshalb wurde die Stadt für die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO nominiert.

 

5. Piazza Maggiore: das Herz von Bologna

 

An der Piazza Maggiore befindet sich der Großteil der Sehenswürdigkeiten von Bologna, Symbole der Macht der Kirche wie der Neptunbrunnen und die Basilika San Petronio, und der „zivilen“ Macht wie der Palazzo del Podestà, erbaut um 1200 und erster Sitz der Stadtregierung. Eine akustische Besonderheit: Wenn man sich an eine der vier Säulen mit dem Gesicht zur Wand hinstellt und leise flüstert, kann die Person schräg gegenüber alles deutlich verstehen.

Piazza Maggiore, Bologna – Emilia-Romagna

An der Piazza Maggiore liegt auch der Palazzo Re Enzo, der 23 Jahre lang Gefängnis für "Re prigioniero" Enzo von Sardinien, Sohn Kaiser Friedrichs II. war. Der Palazzo d’Accursio (Palazzo Comunale) ist heute Sitz der Stadtverwaltung. In seinem Inneren befindet sich die Sala Borsa, ein kultureller und multimedialer Bereich mit freiem und kostenlosem Zugang, wo man Bücher, e-Books, DVDs und CDs ausleihen kann, Gratis-Internetzugang hat, Zeitungen und Zeitschriften lesen und an Initiativen wie Lesegruppen, Begegnungen mit Autoren, sowie Kreativ-Workshops für die Kleinsten teilnehmen kann.
Sehenswert in der Nähe der Piazza sind auch die Pinacoteca Nazionale mit Werken von Meistern wie Giotto, Raffaello, Carracci, und das Archiginnasio von Bologna, Sitz der alten Universität.

 

6. Die Kanäle

 

Canale delle Moline, Bologna – Emilia-Romagna

Wenn Sie nach der Rückkehr von Ihrer Reise damit „prahlen“ möchten, einen wenig bekannten Aspekt der Stadt entdeckt zu haben, machen Sie sich am besten auf die Sache nach ihren Kanälen. Im Mittelalter und in der Renaissance war Bologna von Wasserläufen durchzogen, die im Laufe der darauffolgenden Jahrhunderte zum Großteil zugeschüttet wurden. Aber wenn Sie zur Via Piella, einer Gasse des historischen Zentrums kommen, finden Sie dort ein kleines Fenster mit Blick auf den faszinierenden Canale delle Moline, einen der wenigen, die es in Bologna noch gibt.

 

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