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Italien und die Opernmusik

Italien ist das Land der Opernmusik. Als Geburtsland universell bekannter Komponisten wie PaganiniRossiniDonizettiVerdiPucciniMascagniMonteverdiSalieriTartini und Vivaldi, hat Italien auch zahlreiche ausländische Komponisten inspiriert. Ein Beispiel dafür ist Richard Wagner, der in der zweiten Hälfte des 19. Jh. Ravello besuchte (wo im Sommer sich ein berühmtes Festival zum Sonnenaufgang hält) und hier für seinen „Parsifal“ inspiration fand. 
Mailänder Scala - AIDA photo by www.lascala.it
Ein Opernfestival von weltweiter Bekanntheit ist das in der berühmten Arena von Verona, wo die eindrucksvolle Kulisse zum Spektakel beiträgt, einem einmaligen Erlebnis, an dem jährlich viele Besucher aus der ganzen Welt teilnehmen.

Im Rahmen dieser Tradition und Leidenschaft, die nicht nur Italien kennzeichnet, bieten unsere Theater jedes Jahr eine vielfältige Opernsaison mit Aufführungen voller Emotionen. Die Saison wird zwischen November und Dezember eröffnet und stellt einen sehr wichtigen Moment für die italienische und internationale Musikszene dar.

Unter den wichtigsten Erstaufführungen des Jahres gehört sicherlich die an der Mailänder Scala; diese ist seit jeher eine Institution Mailands und die Gäste gehören zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Politik, der Kultur und der Showbranche.
Einfach als „La Scala“ bekannt ist dieses nicht nur eines der bekanntesten Theater der Welt sondern auch als „Tempel der Oper“ bekannt. Das Theater wurde nach dem Willen von Kaiserin Maria Theresia von Össtereich gegründet, nach dem Brand, der am 26. Februar 1776 das Teatro Regio Ducale von Mailand zerstörte. Die Saison der Mailänder Scala, die sehr vielfältig und reich an einzigartigen Darbietungen ist, stellt eine der wichtigsten im Kulturleben Mailands und Italiens dar.


Dasselbe gilt auch für einen weiteren Musiktempel, das Theater La Fenice, Hauptbühne Venedigs, gelegen im Sestiere San Marco, im Campo San Fantin. Mehrmals vom Feuer zerstört und jedes Mal prunkvoll wieder aufgerichtet (letzte Restaurierungsarbeiten im Jahr 2003) ist dieses Theater ein wichtiger Bezugspunkt für das internationale Festival der zeitgenössischen Musik.
Jedes Jahr wird hier das Neujahrskonzert gehalten, während die Opernsaison hier immer von der Tradition und der Innovation gekennzeichnet ist.
Ein Leitfaden, der klassische Opern und Komponisten mit einem zeitgenössischen Repertoire vereint und daraus eine faszinierende Saison macht. 

Auch Rom hat allen Opern- und Ballettfans einiges zu bieten. In der ewigen Stadt stellt das Teatro dell'Opera den Hauptbezugspunkt der Oper statt. Dieses ist nach seinem architekten Domenico Costanzi auch als Teatro Costanzi bekannt.
Ein bekannter Besucher sowie Kunstdirektor der Saison 1909-1910 ist Pietro Mascagni gewesen. Für Balletfans ist von Interesse, dass hier, am 9. April 1917, die italienischen Erstaufführung von Igos Stravinskijs „Der Feuervogel“ vom russischen Ballett von Sergej Diaghilev stattgefunden hat.

Die Opersaison dieses Theaters bietet jährlich zahlreiche Aufführungen, die italienische und ausländische Komponisten sowie große Ballet-Stücke auf die Bühne bringen.
Das Winterprogramm des Teatro dell’Opera in Rom hält sich im antiken Sitz auf Piazza Beniamino Gigli, während seit 1937 das Sommerprogramm der Oper Roms in der eindrucksvollen Kulisse der Caracalla-Thermen auf die Bühne kommt.
Die Opernaufführungen, die hier ausgetragen werden, sind ein großer Publikumserfolg, vor Allem unter den Touristen, die diese Verschmelzung von Opern-Klassiker und der bezaubernden Kulisse immer mehr zu schätzen scheinen.

In der Region Kampanien, das Theater, das als Symbol der Opernmusik gilt, ist das San Carlo von Neapel. Dieses wurde 1737 von König Karl Albert gegründet, im Rahmen der Stadterneuerung, um der Stadt ein Theater zu geben, das anstelle des Teatro San Bartolomeo die königliche Macht darstellen würde. Das Projekt wurde vom Architekten Giovanni Antonio Medrano, Oberst des königlichen Heeres, und Angelo Casale geleitet, der bereits Direktor des San Bartolomeo war.
Jahrzehnte nach seiner Errichtung, in der Nacht des 13. Februars 1816, wurde das Gebäude von einem Brand zerstört, nur die Außenwände und der Anbau blieben erhalten. Was wir heute bewundern können ist der Weideraufbau des ursprünglichen Theaters seitens erfahrener Meister.
Dieses bezaubernde Theater lädt Opernfans zu einem reichen Programm ein, das oft auf die neapolitanische Tradition und die großen Klassiker basiert sowie auf Neu-Interpretationen der bekanntesten Repertoires mit international bekannten Gästen. Jede Saison sieht wichtige Debüts und große Stars auf der Bühne des ältesten Operntheaters Europas..

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