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Skifahren in Italien: die zwölf besten italienischen Skigebiete

Vom Aostatal über die Lombardei, Venetien und Piemont bis nach Trentino-Südtirol gibt es unzählige Möglichkeiten für den Winterurlaub im Schnee: Hier ein kleiner Guide mit den besten Skipisten in Italien

Für viele Menschen ist der November nur ein Synonym für graues und trübes Wetter, immer kürzere Tage und die erste Kälte, für viele andere – begeisterte Skifahrer – ist er die am meisten herbeigesehnte Zeit des Jahres, weil dann die Wintersaison startet.

Wer Ideen und Inspirationen für die besten Skigebiete in Italien sucht, kann zwischen umfangreichen und interessanten Möglichkeiten wählen: Entlang unserer Alpenkette befinden sich einige der besten Skipisten der Welt, zahlreiche Glamour-Skiorte, hervorragende Hotels und Thermen, Gourmet-Hütten und Outdoor-Aktivitäten jeder Art für Groß und Klein.

Angesichts eines so vielfältigen Angebots hat man wirklich die buchstäbliche Qual der Wahl. So haben wir ein Ranking mit zwölf der besten Skiorte in den italienischen Alpen aufgestellt, um Ihnen die Auswahl zu erleichtern. Bereit, die Ski aus dem Keller zu holen? Los geht's!!

 

Skifahren im Trentino

 

San Martino di Castrozza

Incorniciato Eingebettet zwischen den majestätischen Gipfeln der Palagruppe, ist San Martino di Castrozza eines der landschaftlich reizvollsten Ziele in den gesamten Dolomiten. Im Skiverbund Dolomiti Superski – mit 1.200 Pistenkilometern und 12 Skigebieten der größte in ganz Italien – gelegen, warten in San Martino di Castrozza 60 Pistenkilometer, drei Snowparks und zwei Skischulen.

Drei Skigebiete sind bequem über Skibus miteinander verbunden: Ces-Tognola, mit breiten und einfachen blauen Pisten und schwierigeren Abfahrten wie der legendären Tognola Uno, Col Verde, wo man Tag und Nacht zu Füßen der Palagruppe fahren kann, und das Skigebiet Rolle, auf 2.000 m Höhe, mit Pisten für jeden Geschmack, auch für Familien.

Ein Urlaub im Schnee in San Martino di Castrozza ist auch die richtige Gelegenheit für einen Besuch von Mezzano, das dank seinem charakteristischen historischen Ortskern mit Häusern im alpinen Stil zu den schönsten Dörfern Italiens gewählt wurde.

Madonna di Campiglio

Ein wunderschönes Skigebiet im Trentino ist auch Madonna di Campiglio in einer herrlichen Lage zwischen den Brentadolomiten und der Adamello–Presanella-Gruppe. Madonna di Campiglio ist ein historisches Ziel des Wintertourismus und gehört zum Skiverbund Skirama Dolomiti, dem größten im Trentino.

Mit den nahegelegenen Skigebieten Folgarida-Marilleva und Pinzolo über die Pisten verbunden, gibt es dort 150 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade für Fahrten auf bis zu 2.600 m Höhe, 70.000 m2 Snowpark, 40 km Langlaufloipen und mehr als 60 moderne Liftanlagen.

In Campiglio werden außerdem seit 1949 das „3Tre“ („Tre gare nel Trentino“), das zu den ältesten Skirennen in Europa gehört, und der Habsburger Karneval mit einer Modeschau in historischen Kostümen veranstaltet.

 

Skifahren in Südtirol

 

Grödner Tal

Ein wahres Skiparadies auf Südtiroler Seite ist das Skigebiet Grödner Tal-Seiser Alm, mit seinen höchst malerischen Landschaften, unter denen das Langkofel-Massiv hervorsticht.

Mit den Skiorten St. Ulrich, Wolkenstein und St. Christina gehört dieses Skigebiet zum Verbund Dolomiti Superski und bietet Skipisten für Anfänger und Familien mit Kindern, aber auch Pisten für erfahrene Skifahrer und Langlaufloipen.

Dalla Im Grödner Tal kann man sich auch an die Sellarunde (die berühmte „Tour der vier Pässe“), eine aufregende 40 km lange Skitour wagen.

In St. Ulrich ist zudem das Grödnertal-Museum, ein der ladinischen Kultur und ihren berühmten Holzskulpturen gewidmetes Volkskundemuseum einen Besuch wert.

Alta Badia

Auf der Sellarunde gelangt man auch zum Skigebiet Alta Badia, ein weiteres beliebtes Urlaubsziel im Winter.

Abgesehen von den Verbindungen mit den benachbarten Tälern bietet das Skigebiet 130 Pistenkilometer für alle (74 km blaue Pisten, 47 km rote Pisten und 9 km schwarze Pisten) und 53 Liftanlagen.

Im oberen Gadertal kann man auch eine köstliche Küche und hervorragende Weine genießen: Ungewöhnlich für ein so kleines Tal, finden sich hier sage und schreibe drei Restaurants mit Michelin-Sternen.

 

Skifahren in Venetien

 

Cortina d'Ampezzo

Königin der Dolomiten par excellence ist Cortina d’Ampezzo in der Region Belluno. Ein exklusiver und schicker Ort für den Wintertourismus, Austragungsort von Skirennen von internationaler Bedeutung (hier werden die Alpine Skiweltmeisterschaft 2021 und die Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026 stattfinden).

Drei Skiverbände (Faloria – Cristallo, Tofana und Lagazuoi - 5 Torri), die mit dem Skibus miteinander verbunden sind) mit insgesamt 85 Pistenkilometern, bekannt für die Vielfalt der Schwierigkeitsgrade: von Pisten für Anfänger bis hin zu technischeren Pisten, von sanften Slow Ski-Pisten bis hin zum Snowpark für Freestyle-Fans.

Arabba

Zu Füßen des Pordoijochs liegt hingegen das Skigebiet Arabba, das zu den beliebtesten Zielen der Dolomiten gehört.

Arabba hat 76 Pistenkilometer von höchster Qualität, die direkt mit der Marmolata und den Pisten der Sellarunde verbunden sind, 31 moderne Liftanlagen, Übungshänge, leichte Abfahrten und solche, auf denen man sein Können testen kann. Hier liegt auch die längste Piste im Dolomiti Superski: „La Bellunese“, eine aufregende, 12 Kilometer lange Abfahrt.

Arabba war Schauplatz großer Schlachten im Ersten Weltkrieg: Im Andenken an den großen Krieg wurden ein Museum, ein militärisches Beinhaus in der Nähe des Pordoijochs, der Soldatenfriedhof Sacrario di Pian di Salesei und Denkmäler für die Gefallenen errichtet

 

Skifahren in der Lombardei


In der Lombardei gibt es zwei besonders interessante Skigebiete, die in nächster Zukunft von sich reden machen werden: Livigno und Bormio, die zwei Gebiete, die zusammen mit Cortina für die Olympischen Winterspiele 2026 ausgewählt wurden.

Livigno

In der Nähe der Schweiz, wegen seiner erhöhten Lage im Herzen der Rhätischen Alpen oft „Klein-Tibet“ genannt, ist Livigno ein perfektes Ziel für einen höchst vergnüglichen Winterurlaub. 12 schwarze Pisten, 37 rote Pisten und 29 blaue Pisten, sowie ein Snowpark für Snowboard-Fans und unberührter Schnee für all jene, die gerne Freestyle-Skiing in aller Sicherheit betreiben möchten.

Bormio

Weniger als 30 km entfernt liegt Bormio, weiterer Kult-Ort für Skifans. Im Dezember, wie üblich, wieder Austragungsort des Alpinen Skiweltcups. Das Skigebiet bietet 1.800 Meter Höhenunterschiede mit 18 Skipisten – auch über 3.000 m – und 15 Liftanlagen. Aber das ist noch nicht alles: Es gibt auch einen Snowpark, eine Funslope, einen Familypark, Freeride-Bereiche und die Möglichkeit zum Nachtskifahren.

Bormio ist nicht nur für seine Skipisten, sondern auch für seine Thermen bekannt, die es bereits zur Zeit der Römer gab: Heute kann man im Thermalbad Bormio, den Neuen Bädern und den Alten Bädern dem Wellness frönen.

 

Skifahren im Piemont

 

Via Lattea

Mit über sonnenbeschienenen 400 Pistenkilometern und 70 Liftanlagen ist das Skigebiet Vialattea das zweitgrößte in Italien.

Sieben Orte zwischen dem Oberen Susatal (Oulx, Cesana, Claviere, San Sicario, Sauze d'Oulx und Sestriere) und dem Val Chisone (Pragelato), mit langen und anspruchsvollen Pisten und Pisten für Anfänger, Snowparks für die Kleinsten, aber auch für erfahrene Snowboarder.

Insbesondere Sestriere wird bald im Rampenlicht stehen: Von 18.-19. Januar 2020 findet dort der Ski Weltcup Frauen (Riesenslalom und Parallel-Riesenslalom) statt.

Alagna Val Sesia

Auch das Alta Val Sesia, zu Füßen des Monte Rosa (mit dem es über Seilbahn verbunden ist) sollte unbedingt in Betracht gezogen werden, um das Skigebiet Alagna Valsesia zu entdecken: Der historische Skiort  im Piemont hat sich mittlerweile zur internationalen Referenz für Freeride-Fans, entwickelt, die das Fahren abseits der Pisten lieben.

Alagna ist nicht nur „Freeride-Paradies“, sondern bietet auch neun Skipisten mit sieben Liftanlagen und 10 km Langlaufloipen.

Die Region - der Geopark Valsesia -  gehört aufgrund des besonderen geologischen und natürlichen Erbes außerdem seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Skifahren im Aostatal

 

Breuil-Cervinia

In Valtournenche, am Matterhorn, liegt das Skigebiet Breuil-Cervinia, eines der größten der Alpen. Es erstreckt sich bis zur Schweizer Seite des Matterhorns mit den Pisten von Zermatt und ermöglicht das Skifahren auf bis zu 3.480 Metern Höhe am Plateau Rosa.

Zu den 72 Pisten in Breuil-Cervinia gesellen sich die 78 Pisten in Zermatt, in der Schweiz, ein Snowpark (der Snowpark Cervinia, der höchste Europas), über 50 Liftanlagen, 13 km Langlaufloipen, 3 Skipark-Bereiche für die Kleinsten und, dank der Gletscher, 26,5 km Pisten zum Skifahren im Sommer.

Im Zentrum von Valtournenche ist die Dauerausstellung im „Maison de l’Alpage de la Vallée d’Aoste“, einem historischen „Rascard“ (Berghaus aus Holz und Sichtmauerwerk), das den Besuchern einen Eindruck über das Leben auf der Alm vermitteln möchte, einen Besuch wert.

La Thuile

Last, but not least, empfehlen wir Ihnen La Thuile, einen weiteren Skiort, der zu den bekanntesten in Italien gehört. Mit seinem Espace San Bernando, der mit dem französischen Skiort La Rosière verbunden ist, bietet er ein vielfältiges und aufregendes Skigebiet mit 85 Abfahrten (davon 36 einfache, 36 mittlere und 13 schwierige) für insgesamt über 150 Pistenkilometer, 39 moderne Liftanlagen und 20 km Langlaufloipen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sowie gesicherte Freeride-Bereiche, zwei Slalomstadien, Boarder Cross, eine Snowkite-Zone und Spieleparks für die Kinder.

Von La Thuile gelangt man in 15 Autominuten zur Therme Pré-Saint-Didier, eine historische Therme, die bereits zur Zeit der Römer bekannt war. Von der Therme führt ein Panoramasteg zur Schlucht von Verney, eine landschaftlich sehr reizvolle Route, die für alle geeignet ist.