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Catania

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Der Ätna thront über dieser Stadt, er zeichnet die Umrisse ihrer Landschaft, er lässt auf seiner Erde Früchte wachsen und er erinnert sie an seine unerbittliche Macht: eine unlösbare Verbindung, die zwischen dem Ätna und Catania, dem Juwel Ostsiziliens.
Der Küstenstreifen, der den anderen großen Orten der Küste an Schönheit nicht nachsteht, liegt am Ionischen Meer, der natürlichen Grenze der Provinz.
In einer grünen Wiege liegt das schöne Catania, eine einladende Stadt, mit ihren großen Plätzen und breiten Straßen, ihren Gebäuden aus Lavagestein, die an eine Vergangenheit aus Zerstörung und Wiederaufbau erinnert, mit den braunen Farbtönen, die mit dem grellen Sonnenlicht zu kämpfen scheinen, das diesen Landstrich überflutet.
Catania besitzt ein geschichtlich und künstlerisch reiches Erbe, das bewundert werden will. Eine Stadt, deren Stimmen, deren Freude und deren Lebenslust sich in den Gesichtern der heiteren Bewohner widerspiegeln, die wissen, dass man das Leben Tag für Tag genießen muss, dass man ein Lächeln nie auf morgen verschieben soll.
Spuren verschiedener Kulturen treffen hier in den kleinen und großen Ortschaften dieses Landstrichs aufeinander. Spuren einer Geschichte, die den Einfluss vieler Herrschaften erlebt hat, wie auch an der Architektur der Häuser, Kirchen und Monumente zu erkennen ist.
Die Pracht einer Geschichte, die sich in die Schönheit einer Natur schmückt, die Großzügigkeit und Überfluss, aber auch Härte und Strenge zeigt - und der Ätna steht als Symbol dafür.
Hoch, stattlich, still, die Spitze öffnet sich in einem großen Feuerschlund, so beherrscht der Ätna die ganze Landschaft, die zu weiten Teilen von seiner Kraft geschaffen wurde. Gärten mit Zitrushainen und große Weinberge bringen mit ihren lebendigen Farben Abwechslung in das Grau des Lavagesteins, das dunkel, aber fruchtbar ist. Kastanien, Haselnusspflanzungen, Eichen, Kiefern und Buchen bilden einen dichten Waldbestand auf den mittleren Höhen des Bergs, eine Art Vorhang hinter dem sich eine farbenfrohe Oase zeigt. Wenn man ganz oben angelangt ist, ist man ergriffen von dem atemberaubenden Ausblick, der reicht, soweit das Auge reicht.
Kobaltblau, dunkelblau, türkis, kristallklar mit kaum fassbaren Farbschattierungen, so ist das Meer in Catania, die andere Kraft dieses Landstrichs.
Die Provinz bietet jedem genau die Küste, die er sich erträumt: Es gibt Kiesstrände, kleine Buchten, die sich mit dunklen Streifen Eruptionsgesteins abwechseln, hohe Steilküsten, Klippen, die aus dem Meer ragen, goldene Sandstrände; eine Landschaft, die einem alle Arten von Eindrücke schenkt.Aber wohin man auch geht, ein Gefühl begleitet einen immer: Die Ehrfurcht vor der kristallklaren Schönheit des Meeres.

Das 17. Jahrhundert war das Jahrhundert der Zerstörung, das 18. das des Wiederaufbaus.
Erst ein Vulkanausbruch und dann ein Erdbeben zwangen die Stadt Catania in die Knie.
Eine Verwüstung, aus der sie mit der Schönheit der barocken Architektur erstanden ist, die man heute bewundern kann.
Der Dom ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Er blickt auf die nach ihm benannte Piazza, die die Stadtplanung aus der Zeit nach dem Erdbeben widerspiegelt: Man ließ weite Flächen für den Fall einer neuerlichen Zerstörung frei. Der Dom ist der Schutzpatronin der Stadt, Sant’Agata, gewidmet, deren Statue die Hauptfassade überragt, die von dem Architekten Giovanni Battista Vaccarini entworfen wurde.
Für den Wiederaufbau wurde Material von Gebäuden aus der römischen Epoche verwendet, wie die Säulen aus Marmor vor dem Dom zeigen.
An der prächtigen Piazza Duomo stehen außer der Kirche der Palazzo Senatorio und einige elegante Herrschaftsgebäude, die sich um den Elefantenbrunnen, das Wahrzeichen der Stadt, reihen. Das ist ein Werk des Architekten Vaccarini und weist eine Art historische Schichtung auf: der untere Teil (der Elefant) erinnert an Karthago, der Obelisk an die ägyptische Kultur und das Kreuz, die Palmen und der Globus an die christliche Kultur.
Sein Werk ist auch die Kirche der Abtei Sant'Agata, die durch ihre besonders reich verzierte Fassade auffällt, die durch das gegenüber den beiden Seitenkörpern zurückgesetzte Portal belebt wird.
Die Piazza dell’Università wird von der grandiosen Fassade der Universität beherrscht, die auf Wunsch Alfons V. von Aragon gebaut worden war, und die nach dem Erdbeben in einem gemeinsamen Projekt der großen Architekten jener Zeit wiederaufgebaut wurde. Vaccarini schuf die beiden Stockwerke des Innenhofs, den Säulengang und den zweifarbigen Bodenbelag.
Die Stiftskirche oder Königskapelle, deren Inneres von Giuseppe Sciuti gestaltet wurde, ist ein weiteres prächtiges Beispiel für den architektonischen Prunk im Jahrhundert der Wiedergeburt der Provinz.
Kolossal, wenn auch unvollendet, ist das Benediktinerkloster S. Nicolò l’Arena, das die Handschrift von Battaglia, Vaccarini und Amato trägt.
Nachdem es die verheerenden Ereignisse des 17. Jahrhunderts überstanden hatte, wurde das Kastell Ursino auf Wunsch Friedrich II. gebaut. Ursprünglich stand es an der Küste, aber der Vulkanausbruch hatte seinen Standort verändert und heute steht das Kastell verglichen mit seinem ursprünglichen Standort ein Stück weit zurückgesetzt.
Der Wiederaufbau im 18. Jahrhundert betraf das gesamte Val di Noto, das heute gerade wegen dieser besonderen stilistischen Umgestaltung nach dem schrecklichen Erdbeben Weltkulturerbe ist, die zum Leitfaden der Wiedergeburt der Provinz wurde.
Acht Städte gehören zum Val di Noto, darunter Caltagirone, das für seine alte Keramikkunst berühmt ist, die viele Verzierungen an Kirchen und Gebäuden im Zentrum hervorgebracht hat. Höchster Ausdruck des Barocks ist Santa Maria del Monte mit der beeindruckenden Treppe, die mit polychromen Majoliken geschmückt ist.
Auch Militello in Val di Catania, dessen Altstadt in Struktur und Stil an den Wiederaufbau erinnert, ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes.
Nördlich der Hauptstadt erhebt sich beeindruckend der größte aktive Vulkan Europas, der Ätna. Ein Berg, der lebt, atmet und sich verändert. Bei jedem Wiedererwachen ist die Lava, rotes Feuer, langsam nach unten gelaufen und hat sich an freien Stellen abgesetzt oder Lavagestein von früheren Ausbrüchen überlagert. Dabei hat sich das Aussehen des Berges jedes Mal verändert.Ebenso, wie sich die Landschaft verändert, wenn man zum Hauptkrater hinaufsteigt.
Kiefernwälder wechseln mit faszinierenden Gesteinsflächen aus schwarzer Lava und eindrucksvollen fast ununterbrochen rauchenden Kratern ab; Obstgärten, duftende Zitrushaine, Eichen und majestätische Kastanienwälder, üppige Weinberge und weite mit Birken bestandene Flächen zeigen eine ganze Palette natürlicher Ambientes von seltenen Schönheit ist. Ganz oben auf dem Berg, wo nichts mehr gedeiht, ist eine Lavawüste, eine schwarze Fläche, in deren Mitte sich drohend der Krater öffnet.
Vom Berg zum Meer.
Um die Schönheit in vollem Umfang zu genießen, muss man den ganzen Weg gehen.
Das Panorama verändert sich ständig, aber der Zauber bleibt.Auf keinen Fall verpassen sollte man die Riviera dei Ciclopi, deren typische Klippen sich majestätisch aus dem Meer erheben.

Parks und Naturschutzgebiet bieten unzählige Anregungen, wie unterhaltsam es sein kann, diese einzigartige Natur hier zu erforschen.
Wanderungen und Ausflüge zu Pferd bieten sich an, um die vielen Wege zu gehen, die sich auf den Hängen des Ätna durch dichte Vegetation winden, in der viele Tierarten ihren natürlichen Lebensraum haben.
Dies ist auch ein idealer Ort für all jene, deren Leidenschaft das Beobachten von Vögeln ist.
Sperber, Bussarde, Wanderfalken und Königsadler fliegen hoch am Himmel über dem Vulkan, während Enten und andere Wasservögel auf dem Wasser des Gurrida-Sees leben, dem einzigen stehenden Gewässer im Park.
Die Flussmündung des Simeto ist ein weiterer guter Beobachtungspunkt. Hier nisten und überwintern Blesshühner, Störche, Kormorane, Falken und Reiher. 
Eine beeindruckende Wanderroute bieten die 200 Grotten in dem Gebiet des Parks um den Ätna, die vom Menschen einst als Zuflucht und Begräbnisstätten benutzt wurden. Am bekanntesten sind die Grotta dei Lamponi, Grotta dei Tre Livelli, Grotta del Gelo und Grotta delle Palombe.
Die Alcantara-Schlucht, die der Fluß ins Lavagestein gegraben hat, ist ein wahres Naturschauspiel. Enge Wege, die von hohen Felswänden in den unterschiedlichsten Formen flankiert werden, an denen das kalte, klare Flusswasser entlangläuft, bilden einen der unterhaltsamsten und aufregendsten Pfade, die die Natur zu bieten hat. 
Ein sonnenverwöhnter und von kristallklarem Wasser umspülter Flecken Erde ist wohl der Traum aller, die Urlaub am Meer machen wollen.
Die Orte der Provinz sind alle sehr reizvoll und haben alles Erdenkliche, was ihren Gästen einen angenehmen und entspannten Aufenthalt beschert. Ein lebendiges Nachtleben gehört auch dazu und rundet das Gesamtbild ab.
Tagsüber kann man tauchen – der Meeresgrund zwischen Festland und Klippen ist fantastisch – seawatchen und schnorcheln, falls man mit Taucheranzug und Sauerstoffgerät nicht so vertraut ist. Außerdem sind alle Sportarten möglich, für die Wind nötig ist: Surfen, Windsurfen oder Segeln.
Das milde Klima dieser Gegend garantiert das ganze Jahr über einen angenehmen Urlaub. Aber wenn Sie Catania lieber mit Skiern an den Füßen erleben wollen, dann kommen Sie im Winter, wenn der Schnee den Ätna weiß färbt: das Schauspiel ist atemberaubend. Die Anlagen garantieren eine Skiurlaub mit Spaß und Sport. 
Skifahren und dabei das Blau des Meeres betrachten ist etwas, das Ihnen nur hier geboten wird.

Die Küche Catanias ist eine der schmackhaftesten ganz Siziliens.
Wegen der Nähe zum Meer isst man hier hauptsächlich Fisch.
Meeresfrüchtesalat mit Kraken, Krebsen und Weichtieren, marinierte Masculini (Sardellen) und gesalzene Sardellen im typischen Terrakottabehälter (cugnetto), gedünstete Miesmuscheln und andere Weichtieren, gewürzt mit nur einem Spritzer Zitrone. 
Seebarben, Hornhechte, Kammmuscheln und Sardellen sind ideal zum Frittieren, während Goldbrassen, Brassen und Zahnbrassen gebraten serviert werden.Schmackhaft und typisch für die Gegend sind die Sparacanaci, frittierte frisch geschlüpfte Seebarben, die mit kalabrischen Zwiebeln aufgetragen werden und andere frisch geschlüpfte frittierte Fischchen (u muccu) . 
Im Landesinneren ist der Agrotourismus sehr entwickelt. Dort kann man sehr gutes gegrilltes Rinder-, Pferde- und Schweinefleisch sowie Gemüse und unverfälschten Käse zu kosten. Ganz typisch für die Küche von Catania sind die Arancini, knusprigen Reisbällchen mit Füllung. Empfehlenswert ist auch die Siciliana, eine feine mit Tumakäse und Sardellen gefüllte frittierte Teigtasche, und die mit Ricotta und Sardellen gefüllten Pfannkuchen.
Und was ist mit Süßigkeiten? Man könnte richtig süchtig danach werden! Ansehen genügt, denn bekanntlich isst ja das Auge mit. Die Zubereitung von Süßspeisen ist für die Sizilianer eine richtige Kunst. Eine wahre Pracht von Formen und auffallenden Farben ziert die Tabletts in den Dessertregalen der Konditoreien: Cannoli gefüllt mit Ricotta und verziert mit Zartbitterschokoladenstückchen, kandierten Fruchtstückchen oder fein gehackten Pistazien, sizilianischer Cassata, Frutta martorana aus Marzipan, Biscotti della Monaca, Torroni, Torroncini und Olivette di Sant’Agata, um nur einige zu nennen.
Eis und Granita sind die andere Stärke Catanias und der gesamten Region: es gibt sie mit Mandel-, Zitronen-, Orangen-, Schokoladen-, Maulbeer-, Pfirsich- und Espressogeschmack; besonders gut schmeckt das Ganze zwischen zwei Schichten Schlagsahne.
Eigens erwähnt werden hier noch die Pistazien von Bronte, mit denen viele sizilianische Gerichte gewürzt werden; besonders beliebt sind sie für Süßspeisen und Eis.
Ob weiß, samtig, rosé, rot, vollmundig, die vorzüglichen DOC-Weine des Ätna passen hervorragend zu einer so vielseitigen und schmackhaften Küche.