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Sassari

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Die Provinz Sassari befindet sich in dem nord-westlichen Teil Sardiniens. Im Norden und Westen grenzt sie ans Mittelmeer, im Süden an die Provinzen Oristano und Nuoro und im Osten an die Provinz Olbia-Tempio.
Sie erstreckt sich über 4.281 Quadratkilometer (17,8% von ganz Sardinien) und hat 66 Gemeinden, darunter einige der schönsten Ferienorte der Insel, wie Castelsardo, Alghero, Stintino und die Insel Asinara.
In dieser Provinz befindet sich der einzige natürliche See Sardiniens, der Baratz-See, sowie das westliche Ende des Coghinas-Stausees.
Außerdem liegt hier eine der größten Ebenen Sardiniens, die Nurra, ein ehemaliges malariaverseuchtes Sumpfgebiet, das während des Faschismus trockengelegt wurde; die Küste bietet zahlreiche Sand- und Felsstrände. Das Landesinnere der Provinz ist hingegen von der hügelig-gebirgigen Landschaft des Logudoro gekennzeichnet, wo sich der dritthöchste Ort der Insel befindet, Pattada, berühmt für sa Resolza, die handgemachten Klappmesser, die hier hergestellt werden.
Zwischen 1600 und 1500 v. Chr. hat sich in dieser Gegend, wie auch in anderen Teilen der Insel, die Nuraghenkultur entwickelt, von der zahlreiche Zeugnisse erhalten sind.

Eines der wichtigsten Monumente Sassaris ist der im Spätrenaissance-Stil gebaute Rosello Brunnen, dessen Statuen die vier Jahreszeiten und den Heiligen Gavino zu Pferd darstellen.
Eine Besichtigung wert sind auch der Dom S. Nicola, im 13. Jh. im romanischen Stil erbaut und später zunächst im gotischen Stil restauriert und schließlich mit einer Barockfassade versehen, der Palazzo Ducale, ein mächtiges Kalksteingebäude aus dem 18. Jh.; der Sant’Antonio -Turm, ein Rest der im 13. Jh. erbauten Mauern; die Kirche San Pietro in Silki, aus dem 13. Jh. Sehenswert auch das Archäologisch-Ethnographische Museum G. A. Sanna, in dem viele Zeugnisse von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter aufbewahrt sind.
Wenn man sich vom Landesinneren, wo Sassari liegt, Richtung Meer und Asinara-Bucht begibt, stößt man auf das kleine Städtchen Porto Torres. Hier gibt es außer der hübschen Altstadt noch vieles andere zu besichtigen: die San Gavino-Kirche, eines der ältesten und wichtigsten Beispiele romanisch-pisanischer Architektur der Insel; die Basilika San Gavino a Mare, um die Hälfte des 19. Jh. erbaut, und die nahe gelegene antike Nekropole Turris Libisonis (deren Fundstücke im Antiquarium Turritanum aufbewahrt sind); der Palazzo del Re Barbaro (Palast des Barbarenkönigs); die Maetzke- und die Pallottino-Thermen, die Mosaikböden aus der Römerzeit haben; die Brücke aus der Römischen Kaiserzeit , die Stadt und Land verbindet.
Nord-westlich von Porto Torres, fast an der Spitzte der kleinen Halbinsel, die sich in Richtung der Insel Asinara erstreckt, befindet sich der malerische Ort Stintino, ein ehemaliges Fischerdorf, das dank seiner goldenen Strände und kristallklaren Wasser als Badeort besonders geschätzt ist.
Richtung Norden kommt man zum Asinara-Nationalpark, der nach der gleichnamigen Insel benannt ist und auch Meeresschutzgebiet ist. Weiter Richtung Süden, an der Küste entlang, erreicht man das Kalkvorgebirge Capo Caccia und die zauberhafte Bucht von Porto Conte. Im westlichen Teil von Capo Caccia liegt die Escalada del Cabirol (Reh-Treppe), die mit ihren 665 in den Fels gehauenen Stufen steil zum Meer hinuntergeht und dort die Neptunsgrotte erreicht, eine der schönsten Höhlen des Mittelmeers. Diese kann man von Alghero aus auch mit einem Fährschiff erreichen. Gegenüber der Neptunsgrotte öffnet sich die Grüne Grotte, in der menschliche Zeugnisse aus der Jungsteinzeit gefunden wurden. Außerdem gibt es die Grotta dei ricami, die man nur vom Meer aus erreicht. Die ganze Bucht von Porto Conte gehört zum Meerschutzgebiet Capo Caccia-Isola-Piana. Zu erwähnen sind die Nuraghen Palmaneva und die Nekropole von Abghelu Ruju.
Weiter der Küste entlang erreicht man das zauberhafte Städtchen Alghero. Unter seinen Baudenkmälern sind besonders sehenswert: sieben antike Türme (darunter der Turm de Sant Joan, der Turm de l’Esperò Reial, der Turm de Sant Jaume, der Turm de la Polvorera), von denen einst die ganze Stadt umgeben war; die ehemalige Festungsanlage der Stadt; der mittelalterliche Platz Plàia Civica; die Kathedrale S. Maria, im 16. Jh. im gotisch-katalanischen Stil erbaut; der Plàia del Bisbe, ein Platz im klassizistischen Stil, an dem sich das Städtische Theater, das Bischofpalais und das Doria-Haus befinden.
Ebenso reizend ist der Ort Castelsardo, eins der interessantesten Städtchen Sardiniens, nord-östlich von Sassari, also auf der entgegengesetzten Seite von Alghero.
Im Zentrum von Castelsardo gibt es Folgendes zu besichtigen: die mittelalterliche Burg, in der sich das Museo dell’Intreccio Mediterraneo (Mittelmeer-Flechtereimuseum), mit seinen kunstvoll gearbeiteten Körben befindet; die Kirche S. Maria, in dem der berühmte Schwarze Christus (Lu Criltu Nieddu), eine der ältesten Christusstatuen Sardiniens, aufbewahrt ist; die Kathedrale S. Antonio Abate aus dem 16. Jh., in der ein wunderschönes Altarretabel steht, Jugendwerk Werk eines unbekannten Künstlers, der Meister von Castelsardo genannt wurde. Zu nennen sind in der Gegend von Castelsardo noch die berühmten Domus de janas, prähistorische Gräber, die später als Gefängnis und bis vor wenigen Jahren noch als Behausungen dienten; die Roccia dell’Elefante (Elefantenfels) der wegen seiner merkwürdigen Form so heißt. Und schließlich der Paddaggiu-Nuraghe.
Süd-westlich von Sassari liegt Ozieri, wo man die Kirche und das Kloster S. Francesco, das Städtische Archäologie Museum, und die Kathedrale Immacolata bewundern kann.
In dieser Gegend wollen wir noch erinnern an die Reste des Schlosses Castello Goceano oder Burgos, den Ortachis Park (mit Wiesen, mehreren Quellen und einem schönen Wasserfall) und das Nuraghental, eine Reihe Bauwerke aus der Nuraghenzeit, über denen der Muraghenpalast Santu Antine thront.

In der Provinz Sassari liegen einige der schönsten Strände Sardiniens, die diese Umgebung zu einem perfekten Urlaubsziel für Liebhaber des Meeres macht. 
Zu den schönsten gehören die Strände an der Asinarabucht, wie der Strand von Platamona oder der von Pelosa bei Stintino, dessen smaragdgrünes Wasser von der flachen Isola Piana geschützt sind. Weitere Strände sind der Lido S. Giovanni und Bombarde in Alghero, der Balai Strand in Porto Torres und der Lu Bagnu-Strand in der Nähe von Castelsardo. 
Im Asinara-Nationalpark kann man außerdem verschiedene Ausflüge organisieren, und die Schönheiten der Gegend zu entdecken: Flora, Land- und Meerfauna, und natürlich die weißen Esel, das Symbol der Insel. Im Park werden mehrere Ausflugsmöglichkeiten mit Führung angeboten: zu Fuß, mit dem Bus, einem kleinen Zug, dem Geländewagen, dem Fahrrad und zu Pferd. Außerdem kann man tauchen, Segelausflüge unternehmen und fischen. 
Wie überall auf der Insel gibt es in der Provinz Sassari viele Volksfeste und Veranstaltungen. Erwähnenswert die Cavalcata sarda (sardischer Ritt) der am vorletzten Mai-Sonntag in Sassari stattfindet und die Tourismussaison der Insel eröffnet. Zu dieser Gelegenheit ziehen Frauen, Männer, Alt und Jung in traditionellen Trachten, zu Fuß oder zu Pferd durch die Stadt. 
In Castelsardo findet hingegen am Ostermontag die Lunissanti Prozession statt, die abends mit einem Fackelzug endet.

In Sassari isst man viel Gemüse: unter den typischen Gerichten gibt es die Cavolata (eine Kohlsuppe mit Schweinefleisch) und die Favata (Feldbohnen mit Speck, Wurst und Gewürzen).
Weitere typische Gerichte: Cordula d'agnello (mit Lorbeer aromatisierte Lamm-Innereien), gebratene Kalamari und Moschuspolypen mit Tomatensoße. Unter den Süßspeisen gibt es Papassini (mit Nüssen und Rosinen) und die Sospieri aus Ozieri (Marzipanpralinen mit Honig und Zucker-Schokoladen Glasur).
Besonders zu erinnern ist an zwei Ortschaften: Ittiri und Thiese; Ittiri ist sind berühmt für seine Artischocken, das Öl (die Hersteller aus Ittiri haben viele Nationalpreise dafür gewonnen), die Süßigkeiten, Honig, Brot, Wurstwaren und Käse. Thiesi ist berühmt für seinen Käse.
Erwähnenswerte Weine sind der Moscato von Sorso-Sennori und die vielen Weiß- Rosé- und Rotweine der Gergend von Alghero, die in alle Welt exportiert werden.