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Novara

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Novara ist die östlichste Provinz der Region Piemont und grenzt im Süden und Osten an die Lombardei. 
Zwischen den Flüssen Tessin und Sesia gelegen, ist das Gebiet im Süden vorwiegend eben, in der Mitte hügelig und im Norden, wo sich der Monte Mattarone befindet, bergig. 
Es ist die Gegend der großen Seen des Piemont, die zum Teil zum Gebiet der Provinz Novara gehören: ein Großteil des Ortasees mit der entzückenden Altstadt von Orta San Giulio und der südliche Teil des Lago Maggiore mit den renommierten Ferienorten Arona und Castelletto sopra Ticino

Diese Orte bieten vielfältige Panoramalandschaften, die alle extrem faszinierend sind, jedoch stellen Reisfelder die charakteristischste Landschaft der Provinz Novara dar: große, von langen Pappelreihen begrenzte Wasserflächen mit ständig wechselnden Schattierungen und Farbnuancen, die sich mit den Jahreszeiten erheblich verändern. 
Auf dem Gebiet befinden sich auch Schutzgebiete wie der Flusspark des Piemontesischen Tessin, in dem Füchse, Fischotter und Reiher heimisch sind, oder das Naturreservat Baragge, eine endlose, mit Wiesen und Heide bedeckte Ebene. 
Novara ist eine geschichtsträchtige Provinz, wie in den typischen Ortschaften San Nazzaro Sesia, Galliate, Gozzano, Romagnano Sesia, Ghemme und vielen anderen deutlich wird. 

Die Entdeckungstour der Bauwerke führt auch aufs Land, wo sich Oratorien von großem künstlerischen Wert befinden, sowie alte Burgen und mittelalterliche Klöster
Von den kleinen Orten zur Ebene, die von Reisfeldern und Bauernhöfen dominiert wird, bis zu den Seen: Dank seiner verschiedenen Aspekte und der lokalen Traditionen ist Novara ein überaus eindrucksvolles Land, das Besucher immer aufs Neue zum Staunen bringt. 

Erste Etappe auf der Entdeckungstour der Provinz ist Novara selbst; die Stadt wird von einer Stadtmauer umgeben und von der Antonellikuppel der Basilika San Gaudenzio dominiert.
Seine Altstadt verbindet auf harmonische Art und Weise mittelalterliche Abschnitte, Paläste aus dem 15. Jahrhundert und neoklassizistische Gebäude in einem beeindruckenden Ensemble. Unter den kostbaren architektonischen Sehenswürdigkeiten stechen die Kathedrale, das Baptisterium und der monumentale Brolettokomplex hervor, in dem sich das Gemeindemuseum befindet, das reich an archäologischen Exponaten und geschichtlichen und künstlerischen Zeugnissen der Gegend ist. 

Ein Highlight ist der wunderschöne Sacro Monte von Orta, ein monumentaler Komplex von großer religiöser und künstlerischer Bedeutung, der als Kulturdenkmal anerkannt ist und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Von besonderem Charme sind das Dorf Orta San Giulio mit barocken Palästen, Renaissancearkaden und ruhigen Sträßchen, die sich im See widerspiegeln, und die Insel San Giulio, auf der sich eines der wichtigsten romanischen Bauwerke im Piemont befindet. 

Ein weiterer idealer Urlaubsort ist das westliche Ufer des Lago Maggiore, wo mehrere Ferienorte liegen, einschließlich Arona, das von dem berühmten „San Carlone“, der riesigen Statue des Heiligen Carlo Borromeo, dominiert wird. 
Die Tour durch die Hügel von Novara führt an geschichtsträchtigen Orten vorbei wie dem Sforza-Schloss von Galliate, der alten Mühle in Bellinzago, der Benediktinerabtei von San Nazzaro Sesia und der reizenden mittelalterlichen Festung Ghemme, die noch heute von der ursprünglichen Mauer umgeben ist. Außerdem lohnt sich ein Besuch der vielen ländlichen Oratorien, die voller Fresken sind, sowie der faszinierenden Schlösser wie Schloss Solaroli in Briona, dem Visconti-Schloss in Castelletto Ticino, oder der Burg Cavagliano in Bellinzago Novarese

Die flache Landschaft südlich von Novara, bekannt als die „Bassa“, eignet sich besonders für Radtouren zwischen Reisfeldern, Kanälen und alten Bauernhöfen. 
Die Stadt Novara selbst verfügt über einen breiten Radweg, der außerhalb der Altstadt in auf das von der Natur und beeindruckenden Panoramen geprägte Land führt. Auch die Hügel, Wälder und abwechslungsreiche Landschaften, die die historischen Städte umgeben, können mit dem Fahrrad besichtigt werden.
 
Im Park des Ticino können Sie eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten in der Natur ausüben: Vom Trekking und Mountainbike bis zum Reiten sowie die Möglichkeit, den Fluss mit dem Kanu, Kajak oder Floß zu erkunden.
Viele andere Sportarten können in der reizvollen Landschaft der Provinz Novara ausgeübt werden: Tennis, Golf und Wassersport an den Ufern der Seen und schließlich Ausflüge zu den auf den Hängen des Monte Mattarone, „dem Berg der zwei Seen“, der einzigartige Panoramablicke bietet. 

Zu den historischen und folkloristischen Veranstaltungen, die nicht zu verpassen sind, gehören die historischen Darstellung der Schlacht bei Bicocca in Novara, das Kuchenrennen in Oleggio, der Karneval in Novara und der Palio der Esel in Marano Ticino, der von einem Trachtenumzug begleitet wird.
Die zahlreichen Messen und Feste der lokalen Erzeugnisse sind eine Gelegenheit, die lokalen Traditionen zu entdecken. 

Die Geschmäcker und Aromen der typischen Gerichte stammen aus der bäuerlichen Tradition. 
Reis ist die Grundnahrung im Land der Reisfelder und wird auf viele verschiedene Arten zubereitet, das typischste Rezept ist aber die ‚Paniscia’, eine Reissuppe mit Gemüse, Bohnen und Wurst. 
Auch Frösche sind eine lokale Spezialität: gebraten, in der Suppe oder gefüllt. Unter den vielen Wurstwaren sind erwähnenswert: die typische ‚Salam d'la Duja’, die mit Schweinefett in Gefäßen aus Terrakotta aufbewahrt wird, und die ‚Fideghin’, eine Leber-Mortadella. 
Ein weiteres typisches Produkt ist der Gorgonzola-Käse, ein junger Schimmelkäse mit einem besonderen Geschmack, der ursprünglich aus Mailand stammt. 
Zu den traditionellen Desserts gehören die Kekse aus Novara, das Brot von San Gaudenzio und die ‚Brutti ma buoni’. 
Aus den Bergen der Provinz Novara stammen einige begehrte Weine wie Boca, Sizzano, Fara, Colli Novaresi und der berühmte Ghemme