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Ascoli Piceno

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Ascoli Piceno ist die südlichste Provinz der Region Marken.
Das Gebiet fällt vom Apennin bis zum Meer ab und umfasst viele Gebirge und Hügel, angefangen bei den Sibillini-Bergen, die sich bis zur Grenze Umbriens erheben, während sich auf der östlichen Seite eine Reihe von Hügeln bisans Meer erstreckt. 
Die sich bis an die Küste hinziehende lange Abfolge der Hügel, denen Obstgärten und Felder die verschiedensten Farbtöne verleihen, macht die Landschaft zu einer bunten Farbpalette.

Zwischen den Flussmündungen des Chienti und des Tronto befindet sich die schmale sandige Küste mit vielen beliebten Bade- und Ferienorten wie San Benedetto del Tronto mit seinem langen, im dunklen Grün der vielen Palmen versunkenen Sandstrand; Grottammare mit seinem feinen Sandstrand und Cupra Marittima, wo dank des besonders milden Klimas eine tropische Vegetation gedeiht. 
Berge, Hügel, Täler, Wälder, Strände verleihen dem Gebiet eine große landschaftliche Vielfalt, die man zu jeder Jahreszeit in ihrer lebhaften Schönheit erforschen kann. 

Die charakteristischen Gebäude, Straßen, Plätze erzählen eine tausendjährige Geschichte: von den mittelalterlichen Fassaden der Häuser bis zu dem dichten Geflecht der Straßen und Gassen.
Ascoli Piceno ist eine Stadt der Kunst, der Kultur, der starken Traditionen. Harmonie und Eintracht kennzeichnen das Stadtbild. Dies ist dem Travertin zu verdanken, einem Gestein, das seit jeher als Baumaterial genutzt wurde: für die schlichtesten Häuser ebenso wie für Adelssitze und Kirchen und zur Pflasterung der Plätze. 


Der alte und der moderne Teil Ascolis haben zwei verschiedene Zentren, die Piazza del Popolo und die Piazza Arringo. Auf dem ersten Platz befand sich das alte Forum und der Sitz der Capitani del Popolo, der zweite hat sich später als wirtschaftlich-politisches Zentrum entwickelt und hier befinden sich der Dom und der Bischofspalast. Die meisten Museen befinden sich auf der Piazza Arringo, die nicht umsonst als „Platz der Museen“ bekannt ist. Hier befinden sich die Städtische Pinakothek, wo u.a. Werke von Tizian, Guido Reni und Giuseppe Pellizza da Volpedo zu sehen sind; das Diözesanmuseum und das Staatliche Museum für Archäologie
Das Altstadt liegt geschützt zwischen dem Fluss Tronto und seinem Nebenfluss Castellano, während die Neustadt sich nach Osten ausbreitet, dem Lauf des Tronto bis zum Meer folgend. 

Bezaubernd ist ein Spaziergang an den charakteristischen Sakralbauten von Ascoli Piceno entlang. Beginnend von der Kirche S. Tommaso führte er an 14 romanischen Kirchen und dem Baptisterium vorbei bis zur Kirche S. Maria Intervineas
Dieses Gebiet hat eine starke Theatertradition; Beleg dafür sind die verschiedenen Theater wie die Philharmonie, das Ventidio Basso und das Auditorium S. Francesco di Paola, die alle im 19. Jh. erbaut wurden. 
Dank der strategisch günstigen Lage Ascoli Picenos kann man den Nationalpark Sibillini-Berge, den Nationalpark Gran Sasso-Laga und den Gipfel der Sibilla besichtigen. Unweit der Stadt erhebt sich der Monte Ascensione, ein wichtiger Wallfahrtsort während des Mittelalters, der heute noch eine gewisse Sakralität bewahrt. Jedes Jahr an Himmelfahrt steigen tausende von Menschen auf den Berg, um der Prozession beizuwohnen, bei der die Madonna aus Polesio in die auf dem Gipfel errichtete Kapelle getragen wird.
 
Von Ascoli aus gelangt man in Richtung San Benedetto del Tronto in charakteristische Orte wie Offida mit den Resten der Festung aus dem 15. Jh. 
In Ripatransone, das wegen seiner Panoramalage auch „Belvedere del Piceno” genannt wird, befinden sich mittelalterliche Ruinen. Beliebte Badeorten sind Grottammare mit seinen typischen Gassen und San Benedetto del Tronto mit seinem Sandstrand. 

Wander- und Naturfreunde können sich auf den Wanderpfaden in den Wäldern und Schluchten der Sibillini-Berge auf die Suche nach der Sibilla-Höhle begeben, in der die berüchtigte Wahrsagerin gelebt haben soll, oder nach kleinen Orten, Kirchen und historischen Zeugnissen. Hier befindet sich auch der Pilatussee, in dessen Fluten die Büffel Pontius Pilatus gezogen haben sollen. 

Ein Fahrradurlaub mitten in der Natur der Provinz ist eine wunderschöne Gelegenheit, bei der man sich sportlich betätigen kann und gleichzeitig die Schönheit der Landschaft genießen, das Gebiet erkunden und seine hervorragende Küche kennen lernen kann. Es gibt sowohl Radwege entlang der Straße als auch Mountainbike-Strecken, die durch das abwechslungsreiche Gebiet zwischen dem Meer und dem Gebirge führen; bergauf und bergab geht es durch Wälder und Geröllfelder an bezaubernden Orten vorbei. 
Acquasanta Terme ist hingegen der ideale Ort für diejenigen, die sich Zeit für die Schönheitspflege nehmen wollen. Das Thermalwasser, das bereits in der Römerzeit bekannt war, wird in der modernen Kuranstalt auch zu therapeutischen Zwecken genutzt. 

Das Olivenöl, die wichtigste Zutat der Picener Küche, hebt die Schlichtheit und Bodenständigkeit der Gerichte hervor. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Eiernudeln, egal ob Tagliatelle, Maccheroncini aus Campofilone oder Chitarrine.
An Heiligabend werden traditionell Spaghetti mit Thunfisch, grünen Oliven und Tomaten gegessen. 
Eine Alternative sind die Suppen aus Getreide oder Hülsenfrüchten, die eng mit der Bergwirtschaft verbunden sind: beliebt sind etwa Zweikorn-, Linsen- oder Bohnensuppe.
Ein typischer zweiter Gang ist das „Fritto Misto“ auf Ascolaner Art. Darunter werdean auch die Ascolaner Oliven serviert, die sind in ganz Italien bekannt. Es handelt sich um entkernte Oliven, die mit Fleisch, Leber und Tomaten gefüllt und dann paniert und frittiert werden. Sie können auch als Vorspeise oder kleine Snacks serviert werden. Zum „Fritto Misto” gehören auch frittierte Gemüsecreme, Zucchini, Artischocken und Lammrippchen. 

Der Truthahn auf Ascolaner Art wird auch mit Oliven zubereitet und mit Kräutern, Wacholderbeeren und Leber gewürzt. 
Die Picener Weine sind so begehrt, dass sie einen festen Platz auf der italienischen Weinkarte einnehmen. Besonders bekannt sind Rosso Piceno, Rosso Piceno superiore und der weiße Falerio dei Colli Ascolani