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Crotone

Beschreibung

Crotone - Hügellandschaft

Crotone - Hügellandschaft

Herrliche Küstenstreifen in unmittelbarer Nachbarschaft von Bergen und nachgerade paradiesischen Naturschutzgebieten: Die Provinz Crotone ist relativ jung. Sie entstand erst 1992 bei der Neuaufteilung der Provinz Catanzaro, an die sie im Südwesten grenzt. 
Sie grenzt im Nordwesten an die Provinz Cosenza und im Osten ans ionische Meer. Die Farben des Wassers an der 1991 zum Meeresschutzgebiet erklärten geschichtsträchtigen, landschaftlich einzigartigen Küste reichen von Himmelblau bis Smaragdgrün. 
Das Meeresschutzgebiet von Capo Rizzuto ist mit einer Fläche von ca. 15.000 ha das größte in ganz Italien. 
Das Schutzgebiet besteht aus acht Vorgebirgen. Das bekannteste unter diesen ist Capocolonna mit seinen archäologischen Zeugnissen, Symbol der einstigen Pracht der Magna Graecia. Hier erhebt sich die einzige noch vorhandene dorische Säule des berühmten Tempels der Göttin Hera Lacinia. Das an der Küste gelegene Punta Le Castella bildet das letzte Bollwerk des Schutzgebietes. Die auf einer Insel gelegene byzantinische Festung ist der Geburtsort von Ugurk-Ali, dem Kommandanten der kaiserlichen Flotte von Konstantinopel. 
Die Provinz umfasst auch Gebiete von geologischem und v.a. naturwissenschaftlichem Interesse wie den Montagnella-Park mit dem Gigliettotal und dem Gipfel des Monte Pizzuta und den Nationalpark Sila. Die Wälder und Haine der Sila sind ein bedeutendes Naturerbe für ganz Italien. 
Das Dorf Palumbo ist einer der geschichtsträchtigsten und folkloristischsten Orte der ganzen Region. 20 km von Crotone entfernt besticht Palumbo durch seine beeindruckende Landschaft, vom Lago Ampollino bis zum schier endlosen Wald. Schließlich sei noch das auf 1479 m Höhe gelegene Dorf Principe mit seinen märchenhaften Pinien-, Lärchen- und Buchenwäldern erwähnt. 

Was sehen

Ovid zufolge verdankt die Provinzhauptstadt ihren Ursprung Herkules, der sie auf der Rückkehr von einer seiner mühevollen Reisen zu Ehren seines Freundes Kroton gegründet haben soll: Herkules erschlug seinen Gefährten versehentlich und beschloss, zur Wiedergutmachung dieses schwerwiegenden Fehlers und zur Erinnerung an Kroton eine Stadt zu errichten. Geschichtlich gesehen ist es allerdings die Stadt des Pythagoras und der von ihm gegründeten griechischen Schule und auch die Heimat des antiken Olympioniken Milon. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die in der Altstadt gelegene Burg Karls V. und der Dom, der bedeutende Kunstwerke enthält. Entlang der Ringmauer der Burg windet sich die Altstadt mit ihren zahlreichen Adelspalästen. Das Archäologische Landesmuseum beherbergt einzigartige Exponate, insbesondere den Schatz der Hera. Wenige Kilometer außerhalb der Stadt befindet sich die Ausgrabungsstätte von Capo Colonna, wo einst der antike Tempel der Hera Lacinia stand. 
Cirò, die Heimat des bekannten gleichnamigen Weins, erhebt sich auf einem Hügel hoch über Punta Alice. Rundherum liegen die Ruinen der Feudalburg Carafa. Das Altstadtviertel ist gut erhalten und umfasst viele herrschaftliche Residenzen, verwinkelte Straßen und Gassen, Freitreppen und Sakralbauten. Der älteste Teil der Ortschaft beginnt bei der Porta di Mavilia. Hier lassen sich historische Residenzen bestaunen wie beispielsweise Palazzo Capoano, Palazzo Vergi, Pignataro, Astorini-Susanna, Liotti und Adorisio. 
Von dieser Gemeinde hat sich 1952 das heutige Cirò Marina mit seinen wichtigen archäologischen und kulturellen Zeugnissen wie den Ruinen des 1921 bei Punta Alice entdeckten dorischen Apollo-Tempels abgespalten. Das Zentrum des Städtchens ist von Weingärten, Orangen- und Olivenhainen gesäumt und der Ort ist bereits zum sechsten Mal in Folge mit der „Blauen Fahne” für hervorragende Wasserqualität und Serviceleistungen ausgezeichnet worden. 
Die Insel Capo Rizzuto ist antiken Ursprungs und leitet ihren Namen vom griechischen Wort asylos (Zufluchtsort, Refugium) ab. Sehr bekannt ist die Ortschaft Le Castella, die sich durch zahlreiche Sehenswürdigkeiten auszeichnet: Das wunderschöne Meer und die aus dem Wasser aufragende, nur durch eine schmale Landzunge mit dem Festland verbundene Aragonierburg und den Dom, der daran erinnert, dass die Insel bis 1818 Bischofssitz war. Das Aquarium ist ein Bildungszentrum, das sich vor allem an Jugendliche wendet und den Lebensraum Meer zum Gegenstand hat. Bekannt sind außerdem der Alte und der Neue Turm, die Teile des Wehrsystems an der Küste waren. 
San Severina ist einer der eindrucksvollsten Orte Kalabriens: Er erhebt sich auf einem steilen Felsen 326 m über dem Meeresspiegel in der Mitte des Netotals. Aufgrund seiner besonderen Lage wird der Ort auch „Nave di pietra“ (Steinschiff) genannt. Die Burg San Severina mit ihren vier imposanten Türmen ist von jedem Winkel des Tals aus zu sehen. Der Dom stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Die Kirche Santa Filomena, bzw. Pozzolino besteht aus zwei Ebenen, deren obere der Madonna von Pozzo gewidmet ist. 

Was machen

Lehrpfade zur Erkundung der archäologischen Grabungsstätten wechseln sich in den Naturparks und im Gebirge mit Dutzenden von Wanderwegen ab. Der Lago Ampollino gestattet bequemes Befahren mit dem Kanu oder Tretboot. Die Markgrafschaft lässt sich auf den Radwegen erkunden, die an historisch und kulturell bedeutenden Stätten vorbeiführen. 
Zu den meistbesuchten Gegenden gehört das Gebiet der ehemaligen Eisenbahnstrecke Cutro-Crotone-Papanice mit noch intakten Tunneln und einer reichen Tierwelt, zu der sich im Frühling Reiher und Blässrallen gesellen. 
Der Rundwanderungweg Macchia dell'Arpa führt durch die buchenbestandenen Schutzzonen 1 und 2 des Nationalparks Sila. Auf der Waldwanderung kann man die unberührten Quellen und die einzigartigen Granitfelsen von Fosso Iannace bewundern. Viele Radfahrer versuchen sich außerdem am Radweg von Gariglione, der sich spiralförmig durch die selten schöne Oase im Herzen des Nationalparks Sila windet. 
Die Ausflüge durch den Nationalpark Sila bieten einmalige Gelegenheiten für alle, die gerne fotografieren oder Vögel und Wild beobachten. Der Gipfel des Monte S. Barbara dient außerdem als Sternwarte
Flusstrekking ist eine weitere Möglichkeit, seine Freizeit in engem Kontakt mit der wilden, unberührten Natur zu verbringen. Die Touren durchs Flussbett erfolgen immer gegen die Strömung. In Gegenden wie den tiefen Schluchten von Tacina, Migliarite und Senapite handelt es sich dabei um extrem schwierige Touren für erfahrene und geübte Wanderer – aber die Mühe lohnt sich! Andere Strecken wie die zu den Quellen von Tacina oder der Wanderpfad von Vergari sind auch für weniger erfahrene Wanderer geeignet. Man watet zumeist im Wasser und muss streckenweise sogar schwimmen. 
Es gibt viele Naturdenkmäler zu entdecken: etwa das von Zinga, den unterirdischen Geopark des Hypogäums Crotoner Oberland oder Cea Vilal Daino. 
Liebhaber der Unterwasserwelt können Tauchausflüge wagen, um die Flora und Fauna des Schutzgebietes der Insel Capo Rizzuto und der exklusiven Tauchgründe dieses Küstenabschnitts, der sich von Cirò Marina bis nach Capo Piccolo erstreckt, zu entdecken. 

Was probieren

Das bekannteste Produkt der Provinz ist sicherlich der edle Vino di Cirò, ein vorzüglicher Wein mit der Herkunftsbezeichnung DOC. Darüber hinaus ist auch das Pane di Cutro zu erwähnen, ein Brot aus Hartweizengrieß, das in viele Regionen Norditaliens exportiert wird. 
Ein typisches Produkt ist auch der Pecorino aus Crotone aus heimischer Schafsmilch. Hier findet man auch die Suppressata (Presssack), eine typische einheimische Wurstspezialität, und Sardella, den so genannten „Kaviar des Südens”, eine Sauce aus jungen Sardellen, roten Pfefferschoten und Wildkräutern. Pipi e patati ist ein typisches Sommergericht aus Paprika und Kartoffeln, die mit Öl und Knoblauch in der Pfanne gedünstet werden. 

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