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Pordenone

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Die Provinz Pordenone liegt im Westen des Friaul, an der Grenze zur Region Venetien.
Umschlossen von den Südlichen Kalkalpen und der weiten Ebene zwischen den Flüssen Tagliamento und Livenza, erstreckt sich diese Region über Täler und Eben und bietet eine enorme landschaftliche Vielfalt mit zauberhaften Panoramen.
Die Dolomiten besitzen unzugängliche Schluchten, Felsgrate, enge und tiefe Täler, wo herrliche Fremdenverkehrsorte liegen wie das Gebiet von Piancavallo.
Typische Landschaften am Fuße der Bergkette sind die Magerwiesen, beeindruckende Kiesflächen, seit Jahrhunderten unveränderte Panoramen, die charakteristische Dörfer wie Cordenons, San Quirino, Vivaro, Zoppola und andere in eine zeitlose Atmosphäre hüllen.
Auf Hügeln und Ebenen sind spektakuläre Karstphänomene zu bewundern, wie die Quellen des für die himmel- und türkisblaue Farbe des Wassers berühmten Gorgazzo, die malerischen Quellen des Livenza und zahlreiche natürliche Grotten und Höhlen.
Naturschutzgebiete von großer Bedeutung sind der für seine Schönheit weit bekannte Regionalpark der Friauler Dolomiten der Naturpark von San Floriano, wo eine charakteristische Harmonie von natürlicher Landschaft, Gärten und Weiden entsteht, und auch der Park des Nocello, der die Stadt Pordenone durchquert.
Neben den Naturattraktionen umschließt diese Provinz charakteristische Dörfer und Kunstschätze, die die friaulische Kultur mit venezianischen und österreichischen Einflüssen verbinden.
Es sind auch viele Spuren der Vergangenheit zu finden: Die Ausgrabungen von Palù della Santissima, die Stadt Pordenone, die Burg Sacile und Schloss Spilimbergo. Überall gibt es Spuren einer vielschichtigen Geschichte, deren Wurzeln weit in dir Vergangenheit zurückreichen.
Die Geschmäcker dieser Region sind unverwechselbar: Die lokalen gastronomischen Traditionen, die Bodenständigkeit der Produkte und eine große Auswahl an Weinen werden jeden Feinschmecker zufriedenstellen.

Die erste Etappe zur Entdeckung des Landes ist die Stadt Pordenone, die ihre Altstadt unberührt bewahrt, wo das Rathaus mit dem Uhrturm und der gotischen Loggia und der Dom mit dem imposanten Kirchturm und seinen Fresken zu bestaunen sind.
Die Hauptverkehrsader der Stadt ist der Corso Vittorio Emanuele II; er wird von wunderschönen historischen Gebäuden gesäumt wie dem Palazzo Mantica-Cattaneo und dem Palazzo Ricchieri, heute Sitz des Städtischen Kunstmuseums, wo wertvolle Gemälde und Holzskulpturen ausgestellt sind.
In der Nähe der Hauptstadt ist Porcìa eine Besichtigung wert, mit dem imposanten Schloss und sehenswerten historischen und religiösen Bauwerken; am Stadtrand befindet sich die Villa Correr-Dolfin, eine der wichtigsten venetischen Villen, die Ende des 17. Jahrhunderts mitten in einem prächtigen Park errichtet wurde.
Sehr wichtig ist auch Sesto al Reghena, ein altes Städtchen, das sich neben der prächtigen Abtei Santa Maria in Sylvis entwickelt hat, einem Gebäudekomplex von großer historischer und künstlerischer Bedeutung. In seiner Nähe befindet sich die Fontana di Vincheredo, ein für seine landschaftliche Schönheit gerühmtes Quellgebiet und einer der berühmtesten literarischen Orte des Friaul.
Das kleine Dorf Valvasone bewahrt ein wertvolles historisches Andenken und umschließt in seiner Altstadt die mittelalterliche Burg, wertvolle Gebäude mit Bogengang und den Dom, wo die einzige noch erhaltene Orgel der venetischen Schule aus dem 16. Jh. aufbewahrt ist.
Es lohnt sich auch, Spilimbergo zu entdecken, die „Mosaikstadt“, weil dort die Friauler Mosaikschule sitzt und die Herstellung von dekorativen, Fußboden- und Wandmosaiken international bekannt ist. Der historische Stadtkern ist sehr faszinierend dank den typischen mit Fresken verzierten Häusern und dem an Kunstwerken überreichen Dom.
Die Kleinstadt Sacile am Ufer des Livenza bewahrt in ihren Denkmälern und Palästen die Erinnerung an die lange venezianische Herrschaft.
Es gibt zahlreiche charakteristische Dörfer, wie Maniago, die „Stadt der Messerfabriken“, Polcenigo mit seiner mittelalterlichen Burg oder Barcis und Andreis, typische Gebirgsorte.
Etliche Schlösser und Sakralbauten sind im ganzen Gebiet verstreut, wie die Wallfahrtskirchen Santuario della Santissima unweit der Livenza-Quelle, und das mit einer prunkvollen Holzdecke dekorierte Santuario di Santa Maria delle Grazie in Cordovado.
Das Erbe der Heimatkultur und Volkstradition sind in dem Provinzialmuseum des Bauernlebens „Diogene Penzi“ mit seinen Abteilungen in San Vito al Tagliamento, Maniago und Cavasso Nuovo gesammelt. Das Museum Casa Clautana ist vornehmlich der Kultur des Valcellina gewidmet.

Die abwechslungsreiche Umgebung der Provinz ermöglicht verschiedene Aktivitäten im Kontakt mit der Natur, auf Bergen, Ebenen und Tälern.
Die schneebedeckten Dolomitengipfel von Cimolais bis Claut und Piancavallo mit ihren modernen Anlagen sind die ideale Landschaft zum Ski- und Snowboardfahren, und Langlaufen oder für Trekking- und Klettertouren.
Die zahlreichen Flüsse und Wasserläufe sorgen für Begeisterung und Spaß bei Kanufahrten verschiedener Schwierigkeitsstufen und beim Angeln.
Das Nebeneinander von Tälern und Ebenen ist sowohl für Rad- und Mountainbike-Touren als auch für Wanderungen durch die Landschaften von eigenartiger Schönheit geeignet.
Im Veranstaltungskalender sind zahlreiche Volksfeste wie die berühmte „Sagra dei osei“ zu finden, die am ersten Sonntag nach Mariä Himmelfahrt stattfindet. Im Laufe dieses Festes wird mit Vögeln gehandelt, das schönste Exemplar bekommt einen Preis und es wird ein Wettkampf für Vogelstimmenimitatoren ausgerichtet.
Die wichtigsten religiösen Feste sind die traditionellen Feuer zum Dreikönigsfest und das Veindre Seint, die eindrucksvolle Darstellung der Passion Christi, die am Karfreitag in Erto und Casso durchgeführt wird.
Die Festa di San Marco e Fortejada ist die wichtigste Veranstaltung in Pordenone: Bei dieser Gelegenheit wird die fortaja, ein Eierkuchen aus verschiedenen Zutaten, im Stadtpark San Valentino verspeist.
Weitere typische Veranstaltungen sind die historische Nachstellung der Napoleonschlacht von Camolli, die im April in Porcìa stattfindet, und die historische Nachstellung von Macia, die sich in der wunderschönen Stadt Spilimbergo abspielt und die Atmosphäre des 16. Jahrhunderts aufleben lässt.

Berg und Tal verschmelzen vollkommen miteinander in den typischen Geschmackskombinationen des West-Friaul.
Die typische bäuerliche Küche basiert auf ersten Gängen, Gemüsesuppen und Risottos; sehr verbreitet sind auch Gnocchi und Panada ( Brotsuppe).
Typische Produkte sind Wurstwaren wie die Pitina und die lokalen Käsesorten wie Montasio und dAlmkäse wie der weiche, cremige Asin.
Die Auswahl an zweiten Gängen, meistens mit Fleisch, ist auch sehr groß: Gekochtes Rind, Ragout und vor allem Wildbret (Wildschwein, Fasan, Hase). Das Regionalgericht ist Muset, Kochsalami, die mit Brovada, in Essig marinierten Rüben, serviert wird. Charakteristische Speisen sind auch Omelett mit Salami, Frico (Bratkäse) und Pastissada (Meismehlbrei).
Kekse aus Maismehl, Pinza und die Mehlspeisen aus Spilimbergo sind sehr verbreitet.
Bemerkenswert ist die Herstellung von Weißweinen wie Tocai, Pinot und Verduzzo und Rotweinen wie Cabernet und Refosco.