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Friaul-Julisch Venetien

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Friaul - Julisch Venetien ist die Region im Nordosten Italiens, an der Grenze zu Slowenien und Österreich. 
Sie schaut aufs Adriatische Meer und ist von hohen Bergen umgeben. Eindrucksvoll ist die aus kargen Felsen geformte Karsthochebene, in der die Bodenerosion eine Reihe von Höhlen und Senken geschaffen hat. 

Spektakulär ist die Aussicht auf Berge wie die Ostdolomiten, die Karnischen und Julischen Alpen, zwischen Seen, Tälern und Naturschutzgebieten. Von der Grenze zu Venetien bis nach Monfalcone besteht die Küste aus Lagunen und langen Sandstränden mit einigen renommierten Urlaubsorten wie Lignano Sabbiadoro. Von Monfalcone bis Triest ist die Küste dagegen felsig. 

Der großen Vielfalt der Landschaft entspricht auch ein umfangreiches Kulturerbe, geprägt durch einen komplizierten Geschichtsverlauf und den Einfluss verschiedener Völker. Aus diesem Grund präsentiert sich die Region Friaul – Julisches Venetien wie ein kleines Universum, in dem verschiedene Traditionen friedlich miteinander koexistieren: es ist ein Land der Kontraste. 

Die Provinzen sind: Triest (Regionalhauptstadt), Gorizia, Pordenone und Udine

Unter den Sehenswürdigkeiten der Region sticht die Stadt Aquileia hervor, einst ein wichtiges Zentrum des römischen Reiches. Von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, kann man Teile des Forums und Reste des Flusshafens sehen, sowie die Basilika, ein Beispiel frühchristlicher Kunst. 

Ein Naturdenkmal von einzigartigem Wert sind die Dolomiten, eine weitere Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes, die mit ihren kristallklaren Wasserflächen, verschneiten Berggipfeln und wunderschönen Tälern sowohl im Sommer als auch im Winter einen außergewöhnlichen Zauber entfalten. 
Vor der Karsthochebene am Meer liegt Triest. Eine Stadt, die entdeckt werden will. Die alten Kaffeehäuser und die neoklassizistischen Gebäude an den Ufern des Kanals verleihen dieser mitteleuropäischen Stadt ein eigenes Flair.

Eine weitere Station, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ist Gorizia (Görz) mit seinem weltmännischen Charakter und dem mittelalterlichen Schloss. 
Charmant ist auch das von einem Schloss überragte und mit Werken Giambattista Tiepolos bereicherte Udine. Und schließlich Pordenone mit seinen alten Gebäuden und dem langen Laubengang. 

Viele weitere Städte und Orte bereichern mit ihren Kunstschätzen und Traditionen die Region, angefangen bei Grado mit seiner venezianischen Altstadt über das kleine Dorf San Daniele, in dessen Kirche Sant‘Antonio bemerkenswerte Fresken zu sehen sind, bis hin nach Cividale del Friuli, der ersten langobardischen Herzogsstadt Italiens. 

Die unberührte Natur der Region bietet tausende Möglichkeiten für einen unvergesslichen Urlaub im Zeichen des Sports, der Unterhaltung aber auch der Wellness. 
Von den Dolomiten über die Voralpen bis zu den Karnischen Alpen sind die Friauler Berge ein ideales Urlaubsziel für Wintersportler. Für Ski, Snowboard, Bergsteigen, Eislaufen und Trekking gibt es hier beste Voraussetzungen. Bekannte Wintersportorte wie Tarvis, Piancavallo, Sauris und Sella Nevea bieten ihren Besuchern viele Kilometer Pisten zwischen Felsmassiven und herrlichen Panoramen. 

Von der Lagune von Grado bis nach Lignano Sabbiadoro laden Sandstrände und Meer zu einem erholsamen Urlaub ein mit Beachvolleyball, Wasserski, Windsurfen, Segeln, Tretbootfahrten und Wasserspielen in den lustigen Vergnügungsparks. Für ein buntes Abendprogramm sorgen weiter Diskotheken, Lokale und Restaurants. 

Es gibt auch ein gutes Angebot an sehr schön gelegenen Golfplätzen
Verschiedene unter Naturschutz stehende Gebiete sind ideal für Spaziergänge, Trekking oder Mountainbike-Touren: Im Naturschutzgebiet Cavanatatal kann man Vögel beobachten und im Meeresschutzgebiet Miramare ist Seawatching angesagt. Der Naturpark Dolomiten ist das Reich des Bergsports und Bergsteigens.

Die Karnischen Hügel sind auch geeignet für schöne Ausritte. 
Zahlreiche Entdeckungspfade führen geradewegs in die unberührte Natur, durchs rauhe Karstvorgebirge zwischen Kalkfelsen und Höhlen, am Tagliamento und anderen Flüssen entlang und bis nach Karnien, wo sich zwischen alten Festungen und Stollen aus dem Ersten Weltkrieg naturalistische und geschichtliche Aspekte verbinden. 

Für einen Urlaub im Zeichen der Gesundheit, der Erholung und der Schönheit bürgen die Thermalbäder in Grado und Lignano Riviera, wo auch Meerwassertherapien angeboten werden. 
Von den Bergen bis zum Meer: auf der Suche nach gutem Essen und gutem Wein führen alle Straßen dieser Region an Weinbergen und Bauernhäusern vorbei, wo allerlei Köstlichkeiten angeboten werden, unter anderen der San Daniele Schinken  und der Montasio Käse. 

Es gibt zu jeder Jahreszeit zahlreiche Veranstaltungen: Erwähnt seien hier stellvertretend das Literaturfest Pordenonlegge und religiöse Feste wie das El Pardòn in Barbana. Zu den wichtigsten gastronomischen Veranstaltungen zählen Sapori di Carnia in Raveo, Friuli DOC in Udine und Aria di Festa in San Daniele. 

Die Friauler Küche verrät den Einfluss der slawischen, mitteleuropäischen und venezianischen Kochkultur. Sie besteht grundsätzlich aus einfachen Rezepten und Zutaten: Fleisch, Milchprodukten, Würsten und Hülsenfrüchten, aus denen herzhafte Gerichte gezaubert werden.

 Die bekanntesten Gerichte sind: Polenta, Porcina (mit gekochtem Schweinefleisch, Wurst, Sauerkraut und Senf), Suppen und die sogenannte Minestra aus Gemüse und Hülsenfrüchten. 

Typische Produkte sind der weltbekannte Schinken aus San Daniele, Käse aus Montasio und geräucherter Schinken aus Sauris. 
Unter den Wurstwaren sind Salami, Presssack, Würste und “muset con la brovada” (gefüllte Schweinehaxe mit Sauerrüben) zu erwähnen.

Die bekannteste Süßspeise ist die Gubana (Hefekuchen mit Trockenfrüchten). Nennenswert sind auch die Strudel und Obsttorten. 
Außerdem werden Rot- und Weißweine von beachtlicher Qualität produziert, die ideale Begleiter zu den regionalen Spezialitäten sind. Besonders beliebte Sorten sind Refosco, Terrano, Malvasia, Tokai und Rebula.

Das Friaul Julisch Venetien ist schließlich auch für die Produktion von Spirituosen wie der Grappa, von dem traditionellen bis hin zum aromatisierten.