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Ravenna - San Vitale
Von einer Stadt mit faszinierenden byzantinischen Eindrücken ausgehend, machen wir eine Wanderung entlang der Adriatischen Küste durch sandige Dünen und dichte Pinienwälder.
In der Emilia Romagna gelegen, erstreckt sich die Provinz Ravenna vom Landesinneren bis zur Adriatischen Küste. Es ist ein landschaftlich abwechslungsreiches Gebiet, das von der Bergregion des Hinterlands über die Ebene bis an die Adriatische Küste reicht.
Der Fluss Reno und die Seen von Comacchio im Norden markieren die Grenze zur Provinz Ferrara, während im Süden die Provinzen Forli-Cesena und Florenz angrenzen.
Der Küstenstreifen im Osten von Ravenna ist flach und hat einen ziemlich gradlinigen Verlauf. Herrliche Pinienwälder wie der von San Vitale im Norden von Ravenna oder der von Classe und Cervia im Süden säumen die Küste.
Im Westen erstreckt sich die Ebene mit den Ortschaften Lugo, Bagnacavallo, Massa Lombarda, die die Provinz mit ihrer Geschichte und ihren historischen Stadtzentren bereichern. Die Farben der Felder, Obstgärten und Weiden verleihen der Ebene kontrastreiche Eindrücke.
Die Gegend ist reich an verschiedenen Naturlandschaften mit Tälern und zahlreichen Feuchtgebieten, die zu den meist geschützten Italiens zählen.
Der Regionalpark Podelta, der alle diese Gebiete abdeckt, ist einer der artenreichsten Naturparks des Landes.
Jahrhundertelang war die Stadt Ravenna der Mittelpunkt der Welt, zuerst als Hauptstadt des Weströmischen Reichs unter dem Gotenkönig Theoderich und später als Zentrum des Byzantinischen Reichs, was das Aussehen der Stadt merklich prägte und diese um viele Gebäude und Mosaiken bereicherte.
Ravenna gilt als eine der interessantesten Städte der Emilia Romagna. Die Konzentration frühchristlicher und byzantinischer Baudenkmäler ist einzigartig.
Die zentrale Piazza del Popolo markiert das historische Zentrum der Stadt mit dem Palazzo del Governo, heutzutage Sitz der Präfektur, der zwei Drittel der Piazza einnimmt, und dem Palazzo del Municipio, vor dem zwei venezianische Granitsäulen stehen.
In Ravenna steht auch eines der höchsten frühchristlichen Bauwerke, die Basilika San Vitale, mit einem außergewöhnlich hohen Innenraum, der mit Marmor und Mosaiken verziert ist, u.a. prächtigen byzantinischen Mosaiken in glänzendem Goldgrün in der Apsis. Daneben erhebt sich ein weiteres Meisterwerk, das Mausoleum der Galla Placidia, dessen schlichtes Äußere einen starken Kontrast zum reichen Dekor und zur Harmonie der Mosaiken im Inneren bildet, die in den lebendigen Farben Königsblau, Moosgrün, Gold und Orange schillern. Ebenfalls im Gebäudekomplex von San Vitale befindet sich das Nationalmuseum, das das künstlerisch-kulturelle Erbe von Ravenna mit Überresten aus der Römerzeit, Freskenzyklen aus dem 14. Jahrhundert und einer umfangreichen Sammlung unter anderem von Stoffen und Elfenbein dokumentiert. Das Baptisterium der Arianer ist mit seiner achteckigen Form und einem wunderschönen Mosaik in der Kuppel ebenfalls wesentlicher Bestandteil des frühchristlichen Ravenna.
Auf dem Rückweg in Richtung der Piazza del Popolo befindet sich nicht weit entfernt das Grab Dantes, ein Tempelchen im neoklassizistischen Stil mit den Gebeinen des italienischen Dichterfürsten, der 1321 in Ravenna verstarb.
Beachtenswert ist auch die Basilika Sant’Apollinare Nuovo mit ihrem schönen zylindrischen Glockenturm auf der rechten Seite und einem Innenraum, der mit Mosaiken in klassischem und byzantinischem Stil von großer Leuchtkraft verziert ist. Sehenswert sind auch das Baptisterium Neoniano, das mit seinen wunderschönen Mosaiken als eines der ältesten und besterhaltenen Baudenkmäler Ravennas gilt, und das Mausoleum des Theoderich, das sich etwas außerhalb des historischen Stadtkerns befindet und das einzige Monument Ravennas ohne Mosaiken ist, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Ein Wanderweg außerhalb der Stadt Ravenna führt uns zur Basilika Sant’Apollinare in Classe mit ihrem runden Kampanile, den eleganten Säulen, die vom byzantinischen Kapitell überragt werden, und ihren Mosaiken. Unweit von Sant’Apollinare in Classe erstreckt sich der Pinienwald Pineta di Classe, der auch die Pinienhaine von San Vitale und Cervia umfasst, wesentliche Bestandteile des Regionalparks Podelta.
Ebenfalls an der Küste befindet sich Cervia, einer der beliebtesten Urlaubsorte, der neben seiner touristischen Geltung auch eine Vielzahl von Veranstaltung und Initiativen jeglicher Art bietet. Weiter nördlich an der Küste befindet sich Milano Marittima, einer der beliebtesten Badeorte der romagnolischen Küste mit zahlreichen Lokalen. In östlicher Richtung erstreckt sich das Badeviertel, wo sich einst die Schriftstellerin Grazia Deledda aufhielt, der das kleine Städtchen ein Denkmal gewidmet hat. Das unmittelbare Hinterland von Cervia und Milano Marittima ist von den spiegelnden Flächen der antiken Salinen und dem berühmten Pinienwald von Cervia gekennzeichnet.
Hinter Marina di Ravenna, an der Adriaküste in Richtung Venedig begegnen uns das typische Fischerdorf Porto Garibaldi, inzwischen ein beliebter Urlaubsort, und weiter nördlich Comacchio, eine der wenigen Städte, die die Bezeichnung „Wasserstadt“ wirklich verdienen, da sie auf dreizehn Inseln errichtet ist, die durch Kanäle getrennt und untereinander durch zahlreiche Brücken verbunden sind. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der 1634 gebaute Trepponti-Komplex, der aus fünf Treppen und fünf Bögen besteht und von dessen höchster Stelle man eine weite Aussicht auf die Seen von Comacchio genießen kann. Die Schönheit der Landschaft regt an, sich weiter ins Innere in Richtung des Agosta-Damms zu begeben, um eine der abgeschiedensten Landschaften Italiens zu bewundern: Wasserflächen und Wiesen, die sich am Horizont verlieren, umgeben von einzigartiger Stille. Ein Besuch der verführerischen Landschaft von Comacchio lässt sich am besten mit einer Bootsfahrt abrunden. Comacchio gilt unter anderem als das bedeutendste Zentrum der Aalzucht in ganz Italien.
In nördlicher Richtung schließt sich der Gran Bosco della Mesola an, ein Naturschutzgebiet, das teilweise nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad besichtigt werden kann und zauberhafte landschaftliche Eindrücke bietet. Wald- und Sumpfgebiete bilden hier ein perfektes Gleichgewicht.
Hinter dem Waldgebiet liegt das Städtchen Mesola, ein altes Rittergut der Este, das von diesen auch als Sommerresidenz benutzt wurde. Aus seiner Vergangenheit sind die Reste einer Burg aus dem 16. Jahrhundert erhalten.
Die Stadt Faenza ist in der ganzen Welt für die alte Handwerkstradition der Majoliken und Keramiken berühmt. 1908 hat man dieser Kunst das Internationale Keramikmuseum gewidmet, das nach den großen Beschädigungen im letzten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde.
In der Stadt Russi trifft man auf die archäologische Ausgrabungsstätte einer römischen Villa aus der Zeit des Augustus, während uns in Lugo der Pavaglione zurück in die Zeit versetzt, in der der große rechteckige Säulengang Schauplatz des Seidenraupenmarkts war.
Ein Gebiet mit ausgewiesener Vielfalt ermöglicht es, unter zahlreichen Wanderungen, Sport und Unterhaltung auszuwählen.
Für Natur- und Wanderfreunde gibt es nichts Spannenderes als eine Rast in den Oasen von Punte Alberete, deren stille Bruchwälder ein Refugium für seltene Vogelarten und einheimische Sumpfpflanzen sind. Danach lädt das Naturwissenschaftliche Museum im Ort Sant’Alberto zu einem Besuch im historischen Palast ein, wo unter anderem eine ornithologische Sammlung zu bestaunen ist.
Die historischen Pinienwälder von San Vitale und Classe mit ihren einzigartigen Naturdenkmälern wurden dem Nationalpark Podelta angegliedert. Dieses Gebiet von großem ökologischem Interesse beherbergt zahlreiche Pflanzenarten und einige seltene Tiere und gilt als eine der wichtigsten italienischen Stellen für Vogelbeobachtungen.
Eindrucksvoll sind auch Ausflüge per Fahrrad mit der Möglichkeit zur Vogelbeobachtung, wobei sich der Fluss Reno auch mit der Fähre überqueren lässt.
Tauchfans sei ein Besuch der Tauchgründe vor Porto Corsini empfohlen, wo 1965 bei einem Unfall die Paguro-Plattform unterging, die dank des außergewöhnlichen Reichtums der Unterwasserwelt in diesem Küstenabschnitt zu einem bevorzugten Ziel für faszinierende Tauchexkursionen geworden ist.
Für diejenigen, die sich einen sportlichen Urlaub wünschen, mangelt es an der Küste nicht an Gelegenheiten: es gibt Basketball- und Beachvolleyballfelder, Segelklubs mit Segel- und Wasserskischulen, Tennisplätze und Reitbahnen.
Auch Golf zählt zu den Sportarten, die in dieser Provinz betrieben werden können, wozu die Golfplätze von Cervia und Riolo Terme Gelegenheit bieten.
Die Thermen sind ein weiterer Pluspunkt der Provinz. Die Thermalbäder von Brisighella, Cervia, Punta Marina und Riolo Bagni sind bestens für Kurgäste geeignet, die neben den therapeutischen Anwendungen auch ihre Freizeit genießen möchten.
Zahlreiche Veranstaltungen machen Ravenna und die gesamten Provinz zu einer Gegend von großer touristischer Bedeutung. Das Mosaico di Notte ist eines dieser Festivals, das dem Publikum Kunststätten auch bei Nacht zugänglich macht und die Betrachtung der herrlichen Mosaiken ermöglicht, die bei künstlicher Beleuchtung im Dunkel der Nacht ungewöhnliche Farben annehmen.
Zu den charakteristischen örtlichen Veranstaltungen gehört das Frühlingsfest, das in Ravenna in der Nacht zum Samstag stattfindet. Dabei wird bei einem Umzug die Maske einer alten Frau umhergetragen und anschließend verbrannt, was als gutes Vorzeichen für die neue Jahreszeit gilt. Das Fest mit dem Wagen- und Maskenumzug dauert bis zum Sonntag.
In Faenza findet der Palio del Niballo statt, ein Wettkampf, bei dem eine Sarazenenpuppe von Vertretern aus fünf historischen Stadtvierteln mit Lanzen getroffen werden muss, um einen Preis zu gewinnen.
Die Rezepte aus Ravenna bergen die Tradition der romagnolischen Gastronomie mit Piadina und hausgemachten Nudeln in sich, die von den Einheimischen besonders geschätzt werden.
Viele typische Rezepte bestehen in der Tat aus Tortelli, den größeren Tortelloni, die mit Ricotta und Kräutern gefüllt sind, sowie den mit Käse oder Fleisch gefüllten Cappelletti. Nicht zu vergessen sind Tagliatelle, Pappardelle, Tortellacci und Tardura, Eiernudeln mit Petersilie, die in Brühe serviert werden.
An der Adriaküste wird die lange Fischtradition gepflegt. Hier gibt es den gemischten Fischeintopf Brodetto alla marinara und die leckeren Polpette di mare (Fischfrikadellen mit Scampi und Meeresfrüchten).
Geschätzt werden auch die bekannte Froschsuppe, Reis mit Wildentenfleisch und Blässhuhn vom Grill.
Die typischen Nachspeisen der Provinz sind Dolce di San Michele und Burleng oder Migliaccio, eine Süßspeise auf der Grundlage von Most, Schweineblut, Mandeln und kandierten Früchten.
Zu den typischen Produkten der Gegend gehören natives Olivenöl extra und Artischocken der Sorte Moretto di Brisighella, Maronen, Honig, Waldfrüchte, gelbe und weiße Nektarinen aus der Romagna.
Unter den Weinen sind Albana di Romagna, Cagnina di Romagna, Colli di Faenza, Sangiovese und Cabernet bei den Rotweinen und der Trebbiano bei den Weißweinen zu empfehlen.
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Italien, das Land der Seen Italien ist reich an Seen: im ganzen Land gibt es über tausend von unvergleichlicher Schönheit, und jeder mit eigenen Merkmalen. Der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See, heute in aller Welt bekannt, sind zum idealen Ziel für einen sonnigen Urlaub ...
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This large square is the centre of Forlì and is characterised by an interesting combination of architectural styles. Amongst the various buildings we can see the Romanesque church of San Mercuriale with its fine marble portal. Beside the imposing belltower there is a fifteenth century cloister.
Piazza del Popolo is enclosed on two sides by noble porticoes and loggias that transform it into a true city 'salon'. Moving just a few metres we come to the Palazzo del Podestà, with the clock tower. In Piazza della Libertà, adorned with the Fontana di Piazza, stands the cathedral, a fine ...
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