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Piacenza

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Eingeschlossen zwischen dem Po und dem Apennin erstreckt sich die Provinz Piacenza am westlichen Ende der Emilia-Romagna
Ihr Gebiet umfasst die herrlichen Täler der Flüsse Tidone, Trebbia, Nure und Arda, von denen sich jedes durch eine besondere Landschaft auszeichnet. 
Hier herrscht die Natur zwischen felsigen Gebirgsausläufern, üppigen Weinbergen und Panoramen, die von Kirchtürmen, Türmen und mächtigen Festungen beherrscht werden. 

Die vom Fluss durchzogene Ebene und die Reihen der Pappeln, die sich im Po widerspiegeln, schaffen eine besonders reizvolle Atmosphäre. 
Es ist eine Landschaft voller Naturschönheiten, Täler und Berge, aber zugleich reich an Geschichte und Kunst. 
In die Szenerie dieser einzigartigen Landschaften fügen sich unzählige mittelalterliche Dörfer ein, darunter Bobbio, Castell’Arquato, Vigoleno und Fiorenzuola d’Arda, beeindruckende Klöster mittelalterlichen Ursprungs und unzählige romanische Kirchen. 
Es ist sehr spannend, heute alle diese Orte zu entdecken, die im Mittelalter entlang der antiken Via Francigena entstanden sind, um Gläubige und Pilger auf der Reise nach Rom zu beherbergen. 

Ebenfalls mittelalterlichen Ursprungs sind die unzähligen Burgen, die sich mit ihren unverwechselbaren Silhouetten in der ganzen Gegend abzeichnen und diese in eine äußerst reizvolle Landschaft verwandeln. 
Ein Symbol für den Glanz des alten Herzogtums Parma und Piacenza ist dagegen der grandiose Palazzo Farnese in Piacenza, zusammen mit weiteren prunkvollen Adelspalästen aus der gleichen Epoche. 

Eine Landschaft, die viele Reize zu bieten hat: Spaß, Unterhaltung, gastronomische Spezialitäten und Spitzenweine. 
Dank der zahllosen Überraschungen, die diese reichhaltige Landschaft bereithält, wird eine Reise in die Gegend von Piacenza niemals langweilig. 

Beginnen wir unsere Entdeckungstour in Piacenza, eine Kunststadt reich an Kunstschätzen diverser Epochen. 
Das Herz der Stadt sind die Piazza dei Cavalli mit dem prächtigen gotischen Palazzo Comunale aus dem 13. Jahrhundert und der Domplatz, der vom romanischen Dom beherrscht wird. 
Unter den zahlreichen ehrwürdigen Baudenkmälern stechen besonders die Kirche San Sisto, die Kirche Sant’Antonino und das neoklassizistische Theater hervor. 
Nicht zu vergessen auch der imposante Palazzo Farnese, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde und heute Sitz des Städtischen Museums mit seinen verschiedenen Abteilungen ist. 

Im Val Trebbia taucht Bobbio auf, ein im Mittelalter um die Abtei San Colombano herum errichtetes Dorf, das für den beeindruckenden Ponte Gobbo bekannt ist. Dort findet man bedeutende Bauwerke wie die Basilika San Colombano, den Dom und die Burg

Im Val Nure ist das malerische Dorf Grazzano Visconti einen Besuch wert: Ein Dorf mit großen Grünanlagen und Dekorelementen aus dem 19. Jahrhundert, das vollständig im neugotischen Stil erbaut wurde, der die Architektur des 14. Jahrhunderts wieder aufleben lässt. 

Unter den Schätzen des Val d’Arda zeichnet sich Castell’Arquato durch seine schöne Altstadt aus, die vom Palazzo Pretorio und der Festung aus dem 14. Jh. dominiert wird. 
Ein Ort großer Spiritualität in der Nähe der antiken Via Francigena ist die Abtei Chiaravalle, ein wunderschönes Beispiel zisterziensischer Baukunst. 

Zahlreiche Burgen mittelalterlichen Ursprungs dominieren die Täler und Landschaften und schaffen dabei äußerst reizvolle Szenarien, wie zum Beispiel die Festung Castell’Arquato und die Burgen von Gropparello, Paderna, Rivalta und Rocca d’Olgisio, um nur einige zu nennen. 

Einen Besuch wert sind auch zwei Ortschaften, die die Erinnerung an das antike Adelsgeschlecht der Pallavicini und die höfische Architektur des 15. Jahrhunderts wachhalten: Cortemaggiore mit seiner Festung, der prächtige Kirche Santa Maria Annunziata und dem Palast der Pallavicini; Monticelli d’Ongina mit seiner mit Fresken von Bembo verzierten Festung, dem sehenswerten Aquarium und dem Völkerkundlichen Museum, in dem das ländliche Leben rund um den Po umfassend dokumentiert wird. 

Nicht zu vergessen ist auch das archäologische Grabungsgelände von Velleia, eins der bedeutendsten der Region, wo beachtliche Überreste der antiken römischen Stadt bestaunt werden können, darunter die Thermen, das Forum und die Basilika. 
Schließlich soll die an den großen italienischen Komponisten erinnernde Villa Verdi in der Ortschaft Sant’Agata (Villanova sull’Arda) nicht unerwähnt bleiben: der einstige Wohnsitz des italienischen Meisters Giuseppe Verdi mit Originalmöbeln und Erinnerungsstücken. 

Die weiten Ebenen, die Täler und Bergreliefs sind eine ideale Kulisse für Wanderungen und Freiluftsport: Von einfachen Spaziergängen bis zu Trekkingtouren, von Ausflügen per Fahrrad oder zu Pferd bis zu Entdeckungstouren zu den zahlreichen Burgen

In den Schluchten des Trebbia kann mach auch aufregende Rafting- und Kayaktouren unternehmen, während die Skigebiete von Passo Penice und Ceci (Bobbio) über Pisten und Lifte für Abfahrt und Langlauf verfügen. 

Entlang des Po, zwischen Pappeln und weiten Ebenen kann man sich dem Angeln, Kanufahren, Spaziergängen und auch Bootsausflügen widmen. 
Im Gebiet finden sich auch diverse Golfplätze und Reitbahnen inmitten intakter Natur. 
Für einen Urlaub im Zeichen der Unterhaltung empfehlen sich der Wasserpark von Rivergaro mit Schwimmbecken, Wasserspielen und einer Wildwasserbahn, der mit dem Schlauchboot durchfahren werden kann, sowie zahlreichen weiteren Attraktionen. 
Ein weiterer speziell für Kinder geeigneter Themenpark ist der „Parco delle Fiabe“ (Märchenpark) in der Nähe der Burg von Gropparello

Zahlreich sind auch die Schlemmerstraßen, an denen man Gasthäuser und Lebensmittelbetriebe findet, um die besten Weine und einheimischen Spezialitäten zu kosten. 
In der Provinz gibt es viele Feste und Veranstaltungen, darunter das Fest des Heiligen Antoninus in Piacenza, das Fest des Heiligen Josef in Castell’Arquato, das Fest des Heiligen Florentin in Fiorenzuola d’Arda, das Blumenfest „Infiorata del Corpus Domini” in Chiaravalle della Colomba und das Maifest „Carlin di Maggio“ in Cortebrugnatella. 

Die eindrucksvollen Burgen sind der Rahmen für zahlreiche geschichtliche Nachstellungen wie beispielsweise das Mittelalterfest in Castell’Arquato (Juli) oder den historischen Umzug in Grazzano Visconti (Mai). 

Eine lange gastronomische Tradition und natürliche Zutaten sind die Grundlage der einheimischen Küche. 
Typische Erste Gänge aus Piacenza und dem Umland sind Burtleina (eine Art Pfannkuchen), „Tortelli con la coda“ und Anolini (gefüllte Nudeln), Pisarei e Faso (kleine Semmelknödel mit Borlotti-Bohnen und Tomatensoße) und Reisbombe mit einer Füllung aus Taubenfleisch und Pilzen. 

Typische Zweite Gänge sind Stracotti e Brasati (Braten) und „Piccula di cavallo“ bzw. „Piccula ‘d caval“, gehacktes und im Sud gekochtes Pferdefleisch. 
Auch Fischspezialitäten sind in der Ebene von Piacenza weit verbreitet: Von Anguilla affumicata (Räucheraal) über Stricc' in carpion (in Essig eingelegter Bratfisch) bis zu Fritti d'ambolina (frittierter Karpfen), Welsen und Fröschen
Die bekanntesten einheimischen Produkte sind: Coppa, Salami und Pancetta.
 
Die weitest verbreiteten Süßspeisen sind Ciambella, Mandeltorte, Castagnaccio (Kastanienkuchen)und Turtlitt (gefüllte Krapfen) sowie die Spongata, die Sbrisolana und die Sbrisolana.
 
Unter den Weinen ist der Gutturnio zu nennen, Urvater der lieblichen Rotweine der Rebsorten Croatina und Barbera, ferner der Ortrugo, ein DOC-Weißwein, der nur in der Provinz Piacenza hergestellt werden darf, nicht zu vergessen auch der Monterosso und der Vin Santo di Vigoleno sowie die weißen Malvasier