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Die Basilikata liegt zwischen Kalabrien und Apulien im südlichen Teil von Italien.
Hierher kommt man nicht zufällig. Für diese Region entscheidet man sich nur, wenn man Lust hat auf eine ganz andere Erfahrung, bei der man Orte kennen lernt, deren Stille, Farben, Düfte und Aromen die Hektik des modernen Alltagslebens vergessen lassen und einem einzigartige Eindrücke schenken.
Die bewaldeten Berge sind übersät von kleinen eindrucksvollen Dörfern, die teils auf über 1000 m Höhe liegen. Reine Luft, schlichte Aromen und Naturschönheiten vereinen sich hier mit geschichtlichen Zeugnissen, die jeden Wissensdrang befriedigen.
Wunderschön ist die noch weitgehend unerschlossene Gegend der Seen von Monticchio, eins der eindrucksvollsten Gebiete der Basilikata. Der Lago Grande und der Lago Piccolo sind zwei wunderschöne, von üppiger Vegetation umgebene Kraterseen des Monte Vulture.
Obwohl die Basilikata im Wesentlichen eine Binnenregion ist, wird sie von zwei Meeren umspült, dem ionischen und dem tyrrhenischen Meer. Die ionische Küste mit den zwei bekannten Orten Metaponto und Policoro lockt mit ihren feinen weiten Sand- und Kiesstränden, die teilweise von Pinien- und duftenden Eukalyptushainen gesäumt werden. Der Golf von Policastro auf der tyrrhenischen Seite bietet eine hohe, zerklüftete Küste, an der sich steil aufragende Klippen mit kleinen Badebuchten mit kristallklarem Wasser abwechseln.
Die Provinzen sind: Potenza (Regionalhauptstadt) und Matera
Matera, die Stadt der Höhlensiedlungen, ist ein einzigartiger Ort und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Beim Spaziergang durch die Gassen der Civitas, der Altstadt, erhält man interessante Einblicke in die antike Siedlung mit ihren von den Hirten direkt in den Fels gegrabenen Wohnungen und Stallungen.
Diese planlose archaische Bauweise war der Ausgangspunkt für ein regelrechtes Monumentalwerk, das heute Millionen Besucher aus der ganzen Welt anzieht.
Dank seiner Einzigartigkeit wurde der Ort vom berühmten Schauspieler und Regisseur Mel Gibson als Drehort für den Film „Die Passion Christi” ausgewählt.
Die 32 km lange Küste von Maratea an der ionischen Seite der Basilikata ist weltberühmt für die Schönheit und den Artenreichtum der Unterwasserwelt. Wer lieber über Wasser bleibt, dem bietet dieses wunderschöne Land kleine Strände zum Sonnen und für ein erfrischendes Bad im kristallblauen Meerwasser. Eine andere Möglichkeit, das Meer zu erleben und kennen zu lernen, ist eine Bootstour entlang der Küste, um die vielen Meeresgrotten dieser Gegend zu erkunden.
Sehenswert ist auch Maratea selbst, die Perle des Golfs von Policastro, die von der übergroßen Christusstatue auf dem Gipfel des San Biagio beherrscht wird und eine wunderschöne Aussicht auf den Golf von Policastro bietet.
Ein Großteil der Basilikata besteht aus bewaldeten Gebirgen, einer einzigartigen Landschaft, in der man sich das ganze Jahr über ausgezeichnet erholen und gut essen kann.
Im Winter, wenn die Höhenlagen unter einer dichten Schneedecke liegen, gibt es jede Menge Freizeitmöglichkeiten. Aber auch im Sommer sind die Berge ein idealer Ort für alle, die gerne wandern, bergsteigen, Rad fahren oder einfach ein gutes Buch lesen möchte.
Man kann mit dem geländegängigen Devalkart oder dem Monsterroller fahren, einem Roller mit extra dicken Reifen, die auf den Almen guten Halt bieten, oder sich beim Snow tubing, vergnügen, einer rasanten Schlauchbootfahrt auf der Eispiste; drei originelle Arten,amüsante Ferien in der unberührten Natur zu verbringen. Wunderschöne Orte lassen sich auch zu Pferd, mit dem Mountainbike oder auch einfach zu Fuß auf einem der vielen Gebirgspfade erkunden, die ein atemberaubendes Panorama gewähren.
Klar und rein, rauschend und tosend, still und einladend: so ist das Wasser der Basilikata. Wildbäche, die von den Bergen fließen, von einer einzigartigen Natur umgebene Seen und nicht zuletzt das in tausend Nuancen blau schillernde Meer. Ein unermesslicher Reichtum, der sich auch zur Fortbewegung in der freien Natur nutzen lässt: Beim Rafting, Wildwasserpaddeln oder Segeln, und der sich auch zum Tauchen oder Sportfischen bestens eignet.
Und wem der Sinn nach Shopping und Nachtleben steht, der ist in Maratea goldrichtig. Ein Einkaufsbummel im Zentrum, ein Abendessen in einem der Restaurants am Hafen, ein kleiner Dessert an der Bar am Hauptplatz und zum Abschluss ein Besuch in einem Nachtlokal, wo bis in die Morgenstunden getanzt wird.
Die schlichte, aromatische Küche der Basilikata basiert auf wenigen Zutaten, die gekonnt zu Gerichten mit langer Tradition verarbeitet werden.
Den Hauptanteil haben die Teigwaren aus Hartweizenmehl, die genau wie anno damals mit traditionellen Utensilien wie Rasola und Cavarola (Schneide und Schneidebrett) und Maccarunara (einem speziellen Nudelholz) von Hand hergestellt werden.
Für andere Nudelformate wie Minuich und Tria ist lediglich Geschicklichkeit gefragt. Die würzigen Soßen enthalten fast immer das hier Diavolicchio (Teufelchen) genannte Chili, denn Peperoni sind das kulinarische Wahrzeichen Lukaniens.
Brot ist ein weiteres wichtiges Element der lukanischen Küche. Zwei besondere Brotspezialitäten sind Panella, große Brotlaiber aus Mehl- und Kartoffelteig, und Pancotto, geröstete, in Suppe eingeweichte Brotscheiben, die gern mit Eiern serviert werden.
Traditionsgemäß wird in Lukanien bzw. in der Basilikata viel Lammfleisch gegessen. Typische Gerichte sind Cazmarr (gebratene Lamminnereien, die im Dialekt Gnumaredd heißen) und Cutturiddi (Lammkasserolle). Beliebt ist außerdem im Ofen gebratener Lammkopf mit Origano und Schafkäse. Bekannt ist auch die Lucanica, eine Hausmacherwurst aus magerem Schweinefleisch ohne Zusätze, die in vielen verschiedenen Varianten angeboten wird.
Einen wichtigen Platz in der lukanischen Küche nimmt daneben Gemüse ein, das auf unterschiedliche Weise zumeist mit Chili zubereitet wird. Erwähnt seien nur Gemüse calzone, Ciamotta (Gemüsepfanne), frittiertes Gemüse (meist Kartoffeln, Paprika und Auberginen mit Tomaten), Ciaudedda (Gemüseschmortopf mit dicken Bohnen), Kartoffeln mit Artischocken und Lampascionisalat (aus den Zwiebeln der Traubenhyazinthe). Das wohl typischste Gemüsegericht ist die so genannte „Lukanische Kräuterpfanne”: in Olivenöl geschmorte Zwiebeln, Auberginen, Paprika, Tomaten, Knoblauch, Basilikum und Petersilie.
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