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Brindisi

Beschreibung

Brindisi - Sportboothafen

Brindisi - Sportboothafen

Schon in der Antike, als Brindisi ein wichtiger römischer Stützpunkt war, und im Mittelalter, als es regelmäßig von den venezianischen Handelsflotten angelaufen wurde, galt die Stadt als „Tor zum Orient“. Auch heute ist die Stadt ein wichtiger Fracht- und Fremdenverkehrshafen.
Die Küste ist überall flach und sandig und dank des milden Klimas kann man hier bis in den Herbst einen angenehmen Badeurlaub verbringen.
Hübsche Ferienorte, eins der wichtigsten Naturschutzgebiete der Region und eine beliebte Thermalanlage: das sind die Hauptattraktionen der Küste bei Brindisi, wo es natürlich auch viele Zeugnisse der ruhmreichen Vergangenheit zu besichtigen gibt. Das Landesinnere wird zum größten Teil von der Murge-Hochebene eingenommen, die im Norden an das auch als Land der Trulli bekannte Valle d’Itria grenzt.
Felder, Olivenhaine, Weinberge und bunte Obstgärten wechseln sich in einem lebhaften Farbmosaik ab, das nur ab und zu von Straßen oder raren Lichtungen unterbrochen wird.
Antike Orte, Festungen und Wachttürme bezeugen die mit dem Stauferkaiser Friedrich II. und dem Haus Anjou verbundenen Geschichte. Verschiedenste Zeugnisse aus frühgeschichtlicher Zeit verweisen zudem auf die Messapier.

Was sehen

Brindisi liegt zwischen zwei breiten Buchten, die über einen engen, tiefen Kanal mit der Adria verbunden sind. Am Kanal liegt das wegen der charakteristischen Farbe der Steine so genannte Rote Schloss. Das Stauferschloss hingegen, in dem sich heute wichtige Kulturveranstaltungen abspielen, liegt am Westkanal am Hafen.
Das wohl wichtigste Bauwerk der Stadt ist die Kirche S. Giovanni al Sepolcro mit einem wunderschönen, reich verzierten Marmorportal und der römischen Säule. Die ursprünglich daneben stehende „Zwillingssäule” befindet sich heute in Lecce und bildet die Basis der berühmten Sant’Oronzo-Säule. Zwischen grünen Olivenbäumen befindet sich der hübsche, vollständig weiß gekalkte antike Ort Ostuni: ein Labyrinth aus Gassen, Innenhöfen, flachen Häusern und schmalen Durchgängen, die von der großartigen Kathedrale beherrscht werden.
Zauberhafte Sandstrände breiten sich an der ganzen Küste aus und im kristallklaren Wasser der Adria spiegeln sich die Farben der mediterranen Macchia und des abwechselnd sandigen oder felsigen Meeresgrunds.
Nördlich von Ostuni befindet sich eins der interessantesten Naturschutzgebiete der Region: die WWF-Oase Torre Guaceto. Dicht an der Mittelmeervegetation drängt das Meer sich zwischen Kliffs, sandige Buchten und dichtes Schilf. Hier entsteht ein ideales Habitat für Bekassinen, Wildenten, Seidensänger, Amphibienarten, verschiedenste Wasserpflanzen wie etwa Neptungras und Korallen wie etwa Gorgonien.
Egnazia ist eine interessante archäologische Ausgrabungsstätte, deren zahlreiche Fundstücke von der römischen und vorrömischen Besiedlung zeugen. Weiter im Binnenland liegt Cisternino, der Hauptort des Valle dell’Itria. Ein kleines architektonisches Schmuckstück mit weißen Häusern, schmalen Gassen, Innenhöfen und Treppchen, Bögen und blumengeschmückten Balkonen. Bauwerke aus dem Mittelalter und der Renaissance machen den Spaziergang durch den Ort noch eine Spur interessanter.
In den befestigten Orten der Murge bei Brindisi zeigt sich das mittelalterliche Erbe der Gegend am deutlichsten. Die Burg Oria mit ihrem ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss wurde im 13. Jh. auf Betreiben Friedrichs II. von Schwaben erbaut. Der „Spornturm“, der sich auf der Spitze befindet, ähnelt dem Bug eines Schiffes. Wunderschön ist auch die Kathedrale mit der bunten Kuppel und dem Glocken- und Uhrturm, die sich anmutig über die Dächer der Häuser erheben. Nicht weit entfernt liegt das Heiligtum San Cosimo alla Macchia, mit einem breiten Säulengang und dem Heiland an der Spitze.
Empfehlenswert ist auch eine kurze Tour durch die kleineren Ortschaften der Provinz: Mesagne, San Vito dei Normanni, Francavilla Fontana und Ceglie Messapica, lauter Kleinode der Geschichte und Kunst, in denen längst vergessene Lebensstile fortbestehen.

Was machen

Kinder und Erwachsene können sich im größten Tierpark Italiens amüsieren, der sich nicht weit von Fasano befindet. Hier, in der üppigen Macchia des Parks, leben Tiger, Löwen, Elefanten, Antilopen, Giraffen, Bisons, Hirsche, Zebras und Kamele frei. Der Besucher kann mit seinem Auto über die ausgeschilderten Strecken fahren und die beeindruckende Fauna aus der Nähe beobachten. Im Park kann man auch den Vogelkundesaal, den Tropensaal, den Metrozoo und die Meeresabteilung besichtigen, in denen verschiedene Tierarten leben: Papageien, Gouldamadinen, Alligatoren, Schlangen, Bären, Nilpferde, Delphine und Pinguine. Außer dem Safaripark gibt es einen Vergnügungspark mit über 25 Attraktionen für Groß und Klein.
Heil- und Schönheitskuren zur Erlangung des optimalen psychophysischen Gleichgewichts werden in den Thermen von Torre Canne angeboten. Diese befinden sich in einem wunderschönen Nadelwaldpark mit einem kleinen, von unterirdischen Quellen gespeisten See, dessen Wasser für seine therapeutischen Eigenschaften bekannt ist.
Versunken in eine außergewöhnliche Natur bietet die WWF-Oase Torre Guaceto interessante und vergnügliche Freizeitbeschäftigungen. Wege und Triften eignen sich gut für Radwanderungen und lange Wanderungen.
Das kristallklare Meer bietet mit seinen schimmernden smaragdgrünen bis tiefblauen Farbtönen beste Voraussetzungen zum Seawatching und Schnorcheln. Auch ein Tag im Zeichen des Yoga, versunken in der Stille dieser wunderschönen Landschaft, ist eine bereichernde Erfahrung.
Im Sommer findet in Ostuni das Volksfest „Vecchi Tempi” statt. Hier kann man zwischen musikalischen und folkloristischen Veranstaltungen Farben, Aromen, Düfte und Geschmack „vergangener Zeiten” wiederentdecken. Wenn man durch den Ort spaziert, kann man typische ländliche Alltagsszenen erleben, die in den originalgetreu nachgebauten Werkstätten dargestellt werden, und dabei leckere traditionelle Köstlichkeiten probieren. Höhepunkt der Feier ist die Prozession Cavalcata di Sant’Oronzo.

Was probieren

Die ganz in der apulischen Tradition stehende gastronomische Identität spiegelt sich in den Geschmäckern der Provinz Brindisi wieder. Unbestrittener Protagonist der Küche ist der frische und leckere Fisch.
Seeigel, Austern, Zackenbarsch, Schwertfisch, Seebarsch und viele weitere Meeresfrüchte werden auf einfache Art zubereitet und mit Saisongemüse serviert, wie z.B. Pilzen, Waldspargel, Wildgemüse, Saubohnen oder den berühmten Bohnen aus Cicerchia.
Weingüter und Olivenhaine ermöglichen die Herstellung von DOC-Weinen und nativem Olivenöl extra, das in diesem Gebiet mit der Herkunftsbezeichnung DOP Collina di Brindisi geschützt ist.
Köstlich sind auch die frischen oder reifen Käsesorten wie Ricotta, Cacioricotta und Pecorino.
Jeder Gang, von der Vorspeise über die Suppen und zweiten Gänge bis zu den Beilagen, wird von den köstlich duftenden Backwaren wie Focaccia, Frise, Brot und Taralli begleitet.
Ein Kapitel für sich sind die typische mandorla riccia aus Francavilla Fontana, ein außen mürber und innen knuspriger Keks, und der „Cegliese“ aus Ceglie Messapica: ein köstlicher Keks aus gerösteten Mandeln, Kirschmarmelade und Zitrone.

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