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Bari

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Bari, Landeshauptstadt Apuliens und wichtiger Fremdenverkehrs- und Handelshafen, liegt an einer flachen Küste an der Adria.
 
Auf der Murge-Hochebene, die sich dahinter befindet, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die endlose Landschaft wird von kahlen Felsen, Graten und Einschnitten unterbrochen. Der Mensch konnte im Laufe der Jahrhunderte diese großen Flächen urbar machen und hat die ausgetrockneten Flussbetten für den landwirtschaftlichen Anbau genutzt. Olivenbäume, Mandelbäume und Weingüter färben weite Ebenen, auf denen kleine, oft befestigte Gehöfte angesiedelt sind, die sowohl zur Bewirtschaftung als auch zur Verteidigung der Gegend dienten.
 
Zahlreich sind auch die Karstphänomene: eine von den schöpferischen Kräften des Wassers und der Zeit geprägte einzigartige Landschaft. In der Provinz Bari befindet sich eins der repräsentativsten Gebiete der ganzen Region: das Valle d’Itria, das Land der berühmten Trulli, die mit ihren grauen kegelförmigen Dächern über die geometrisch angeordneten Felder des Tals emporragen. Felsige Küstenabschnitte wechseln sich mit langen weißen Sandstränden ab und die Kargheit der Landschaft wird durch das kristallklare Meer vervollständigt. 

Die Küste vor Bari breitet sich von Molfetta im Norden bis Monopoli im Süden aus. Dort mischt sich der Reiz der Natur mit dem Charme der malerischen Orte, die durch großartige Burgen und wunderschöne Kathedralen bestechen. 
Auf derartige Zeugnisse stößt man auch im Landesinneren: die überall verstreut liegenden bezaubernden Ortschaften sind wie Kapitel einer einzigen Geschichte.
 
Feste, Kirmessen, unverfälschter Geschmack und köstliche Weine gehören zu einer alten Tradition, die von den Einheimischen nie vergessen wurde: noch heute wird die Tradition liebevoll gepflegt und an die jungen Generationen weitergereicht. 

Basilica di San Nicola, BariEine wunderbare Art, die Provinz zu entdecken, ist eine Tour zu den Kathedralen und Burgen, die viele Orte beherrschen. Der Ausgangspunkt ist Bari, bereits in der Antike Kreuzweg verschiedenster Kulturen. Eine Stadt, in der zwei Seelen nebeneinander bestehen: das alte Zentrum ist von einer großartigen Stadtmauer umgeben und besteht aus mehreren Straßen, die durch das beträchtliche Kulturerbe führen. Der moderne Teil ist im 19. Jh. entstanden und hat sich im Laufe der Zeit zu der Stadt entwickelt, die wir heute sehen.
 
Wenn man am der alten Mauer entlang geht, gelangt man an das großartige, von Kaiser Friedrich II. von Staufen erbaute Schloss mit seinem großen Innenhof, in dem heute Theateraufführungen und Veranstaltungen stattfinden. Ein wundervolles Beispiel romanisch-apulischer Architektur ist die Basilika San Nicola, in der die Reliquien des berühmten Heiligen aufbewahrt sind. Die drei Portale der schlichten, hellen Fassade, die von zwei mächtigen, unterschiedlich hohen Türmen flankiert wird, führen in die Kirchenschiffe, in denen wichtige Kunstwerke zu sehen sind.
 
Die zweitwichtigste Kirche Baris ist die Kathedrale, die ebenfalls neben einem hohen Glockenturm erbaut wurde und auf den Resten antiker Gebäude entstanden ist. Die fein dekorierte Rosette und drei Portale beleben das Gesamtbild der Hauptfassade. Im Inneren entsteht durch das Spiel der Volumen und das durch die großen Lichtschächte einfallende Licht, das sich an den Steinwänden spiegelt, eine eindrucksvolle Atmosphäre. 
Im neuen, auf Betreiben Joachim Murats entstandenen Teil der Stadt liegen die wichtigen Einkaufsstraßen wie der Corso Cavour und ferner das berühmte Theater Petruzzelli, der Operntempel Baris.
 
Der südliche Teil der Provinz grenzt ans wunderschöne Valle d’Itria, auch bekannt als Land der TrulliAlberobello, die Heimat dieser kegelförmigen Bauten und Wahrzeichen Apuliens, wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In der selben Umgebung befindet sich auch Locorotondo, ein niedlicher Ort, der auf einem Felsgrat über einem wunderschönen Tal thront, das im Frühling in einem wahren Farb- und Duftrausch versinkt. Das Mosaik aus Weingütern, Olivenhainen, Wäldern und Feldern wird nur ab und zu von kleinen weißen Mauern und Trullisiedlungen unterbrochen.
 
Mit Rücksicht auf die antike Tradition werden die modernen Trullis mit allen Komforts ausgestattet und bieten eine originelle Alternative zu traditionellen Hotelzimmern. Eine Besichtigung wert ist auch die Altstadt von Locorotondo, die von Mauern geschützt ist und von kleinen Gassen durchzogen wird, die sich zwischen den niedlichen Häusern entlang schlängeln, auf deren Balkonen bunte Blumen blühen. 

Nächste Etappe ist Conversano, ein kleiner Ort, der seine historische und kulturelle Identität bewahren konnte, ohne deshalb auf die Vorteile der Moderne zu verzichten. Die mächtige Burg, die die Stadt beherrscht, hat vier große Türme, die in alle vier Himmelsrichtungen zeigen und den trapezförmigen Grundriss begrenzen. Als Festung entstanden, wurde die Burg zum Stammsitz der Aragoner, die den Komplex durch bauliche Veränderungen verschönert haben. In der Burg befindet sich die Städtische Pinakothek, in der interessante Werke aufbewahrt sind. Erwähnenswert sind auch verschiedene Sakralbauten wie die Kathedrale im romanisch-apulischen Stil.
 
Interessant sind die Bauwerke des für seinen Karneval berühmten Städtchens Putignano und der nach unterirdischen Höhlen benannten Ortschaft Castellana Grotte

Am Küstenstreifen befinden sich zwei weitere alte Orte: Das auf einer steil über dem Meer aufragenden Klippe erbaute Polignano ist reich an Grotten und natürlichen Höhlen; Monopoli gilt als einer der schönsten Badeorte der Provinz und ist reich an alten Bauernhöfen, Villen und Spuren der Höhlenkulturen. 
Nördlich von Bari liegt Ruvo di Puglia, wo sich eine der berühmtesten Kathedralen der Region befindet, bekannt für die einzigartige architektonische Linienführung, die im Zuge aufeinander folgender Umbauten und Restaurierungen entstanden ist. 

Eine Besichtigung des Archäologischen Landesmuseums Jatta, in dem eine wertvolle Sammlung antiker Keramiken und Gemälde ausgestellt ist, sollte man sich nicht entgehen lassen. Altamura, besonders für das mit der Herkunftsbezeichnung DOP geschützte Brot bekannt, befindet sich in der Murgia-Hochebene der Schäfer, wo die warmen Töne der mediterranen Macchia einer düsteren und kahlen Landschaft Platz machen. Schon von Weitem erblickt man die nach dem Himmel strebenden Türme der Kathedrale, die die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen scheint. Die Kirche wurde von Friedrich II. von Staufen in Auftrag gegeben und hat beachtliche Umbauten erfahren, u. a. entstanden an Stelle der traditionellen Glockentürme die seitlich an die Fassade grenzenden Türme. 

Erwähnt werden muss schließlich noch Gravina in Puglia, die Stadt der Kanäle, Grotten und vom Grundwasser gegrabenen Schächte, die in der Vergangenheit als Zufluchtsort genutzt wurden. 

Grotte di Castellana, BariIm Herzen der Murge ist dank der unermüdlichen Arbeit eines alten Flusses das größte Karstgebiet Italiens entstanden, die Grotten von Castellana. Wunderschöne Stalaktiten und Stalagmiten im Innern der langen Galerien und breiten Grotten bilden eine zauberhafte, geheimnisvolle Kulisse, die durch glitzernde Lichtspiele verstärkt wird.
 
Zwei Wege ermöglichen es, jede einzelne Kluft dieses erstaunlichen Naturwunders zu erforschen. Sie brauchen nur zu wählen zwischen Trekking und Mountainbike, um die wunderschöne, von Karstschluchten und breiten Tälern charakterisierte Landschaft des Nationalparks Alta Murgia zu entdecken, wo verschiedene interessante Pflanzen- und Tierarten heimisch sind.

Eine Reise durch ein Land mit intensiven Aromen und Düften lohnt sich allein schon, um die Aromen vergangener Zeiten wiederzuentdecken, die durch die antiken Traditionen von Generation zu Generation überliefert worden sind. Eine „köstliche“ Möglichkeit, auch die anspruchsvollsten Gaumen zu befriedigen und dabei die künstlerischen und natürlichen Reize der antiken Ortschaften zu entdecken, wie z.B. Locorotondo, Ruvo di PugliaBitettoAlberobelloAltamuraConversano

Kleine Buchten, weite Küsten, von kristallklarem Wasser umspülte Felsenriffe garantieren einen rundum befriedigenden Aufenthalt am Meer. Hier kann man etliche Sportarten ausüben, über oder unter Wasser: Surfen, Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, Tauchen, Schnorcheln oder Seawatching. Und nach einem sonnigen Tag am Meer kann man sich in eine der vielen Bars setzen und bei einem Aperitif das abendliche oder nächtliche Vergnügungen einläuten. 

Unter den Feiern und Kirmessen sind zwei besonders empfehlenswert: das Nikolausfest in Bari, das von Prozessionen und einem historischen Umzug belebt wird, an dem hunderte von Laiendarstellern teilnehmen; und der Karneval von Putignano, auf dem eine Parade von Masken und Karnevalswagen von Musik und Tänzen begleitet wird. Besonders beeindruckend ist der Umzug am Karnevalsdienstag, wenn Lichter und Farben aus der Dunkelheit der Nacht aufleuchten. 

Orecchiette e olio di oliva, BariDie Küche basiert auf dem großem Fischreichtum und ist eng mit den Produkten und den Traditionen des Landes verbunden. 

Als Königin der ersten Gänge gelten die aus Wasser, Mehl und Salz hergestellten Nudeln jeglicher Art. Die hausgemachten  Orecchiette,   Cavatelli und Fricelli haben genau die richtige Form und Konsistenz, um Gemüse-, Fisch- oder Fleischsoßen aufzusaugen. 

Das Können der Bäcker zeigt sich in der Zubereitung von Pizzen, Focaccia, gewürzten Taralli und dem berühmten, mit der Herkunftsbezeichnung DOP geschützten Altamura-Brot, das als einfache Beilage mit etwas nativem Olivenöl Extra Terra di Bari DOP und heimischem Gemüse besonders gut schmeckt. 

Unter den landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind der Barattiere   erwähnenswert, eine besondere Gurkenart, die man roh als Salat isst, die süßen, saftigen Weintrauben und die süßen Oliven Termite di Bitetto, die mit Salz, Essig, Öl und Gewürzen angemacht werden. 

AleaticoGioia del ColleGravina und Locorotondo sind hervorragende DOC-Weine, die die typischen Gerichte der lokalen Küche ergänzen.