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Ravenna

Schön, erhaben und elegant, Stadt der Heiligen, Bankiers und Könige. Das ist Ravenna, in der Emilia Romagna, flächenmäßig die zweitgrößte Stadt Italiens.

Diese faszinierende nicht weit vom Meer entfernte Stadt beherbergt stolze 8 UNESCO Weltkulturerben. Dazu gehört vor allem die Basilika von San Vitale, ein achteckiges byzantinisches Meisterwerk aus dem 6. Jahrhundert.

Die frühchristlichen Bauten Ravennas sind mit sagenhaften Mosaiken bestückt, insbesondere das Mausoleum der Galla Placidia, das Mausoleum von Theoderich und die Neonische Taufkapelle, eines der ältesten Baudenkmäler Ravennas. Sie hat wie das Baptisterium der Arianer, eine wunderschöne Kuppel mit einem bunten Mosaik. Auch die Basilika Sant’Apollinare Nuovo, für den Kult der Arianer erbaut und erst im 6. Jahrhundert in eine Kirche umgewandelt, ist im Hauptschiff mit Mosaiken geschmückt. Sie hat auch einen besonders schönen Säulengang aus dem 9. Jahrhundert und einen runden Kirchturm, der durch seine Form selten in seiner Art ist. Auch die erzbischöfliche Kapelle der Basilika von San Vitale trägt erstaunliche Mosaike. In der Basilika Sant’Apollinare in Classe ist auch der heilige Patron der Stadt inmitten einer Landschaft abgebildet.

Gerade diese kostbaren und einzigartigen Dekorationen haben Ravenna zur Stadt der Mosaike gemacht.

Jedoch ist Ravenna auch durch andere historische Fakten berühmt. Hier wurde das Ende des Römischen Reiches beschlossen, als der letzte Kaiser 476 n. Chr. beerdigt wurde. Ravenna war eigentlich schon im 1. Jahrhundert v. Chr. wichtig, doch erst 402 n. Chr. mit der Ernennung zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches steigerte sich ihr Prestige. In den folgenden Jahrhunderten spielte sie eine wichtige Rolle, zumal während der Belagerung der Ostgoten, zumal zur Zeit des Byzantinischen Reiches.

Sie hat auch in Gedichten von Oscar Wilde, George Gordon Lord Bryon, Herman Hesse und Eugenio Montale ihren Platz gefunden.

Die strategische Besonderheit von Ravenna zeichnete sich durch ihre Unzugänglichkeit aus. Sie war von Wasser umgeben. Erst Kaiser Augustus ließ wichtige Kanalisationsarbeiten ausführen, um seine Militärsflotte durch einen Graben, der den Po mit dem Wasserbecken im Süden von Ravenna verband, nach Classe im Süden stationieren zu können, wo er anschließend einen Hafen gründete.

In Ravenna liegt auch Dante Alighieri in einem neoklassizistischem Tempel begraben, der hier 1321 starb.  Dem Sommo Poeta der Göttlichen Komödie ist hier auch ein Theater gewidmet und gleich in der ähe befindet sich das Museum Dantes.

Heutzutage genießt Ravenna ein abwechslungsreiches mondänes Leben. Viele Touristen nutzen die Stadt für Nächtigungen um dann das umliegende Gebiet zu entdecken. Schöne Ausblicke gibt es sowohl an der Küste,  als auch im inneren Land, wo man die traditionellen Gerichte der romagnolischen Küche verkosten kann. Der Nationalpark der Poebene in der Emilia Romagna und die Valli di Comacchio sind die Naturoasen der Gegend.  Wer in Cervia nächtigt, der bleibt auch gerne mal einen Tag in Ravenna, um seine tausendjährige Geschichte zu entdecken.


 

 

Nützliche Infos

Die 8 UNESCO Weltkulturerben:



Istitutionelle Seiten

Tourismusseite Region Emilia Romagna
Tourismus Gemeinde Ravenna


Information und Touristentreffpunkt Ravenna 
E-mail: iatravenna@comune.ra.it

Anfahrt

Mit dem Flugzeug

Flughafen Bologna (G.Marconi)
Flughafen Forlì (G.Ridolfi)
Flughafen Rimini (Miramare)


Mit Zug
Zuglinie Rimini-Ferrara, Ravenna-Bologna und Ravenna-Firenze

Mit dem Auto
Autobahn A14 , Autobahn A1, Schnellstraße E45,  16 Adriatisch.