
Treviso - Agostino Onigo Denkmal
Die Provinz von Treviso wird noch heute mit dem alten Beinamen „Marca“ bezeichnet, einem mittelalterlichen Wort für das Grenzland, das während des Ersten Weltkriegs Schauplatz vieler Heldentaten war .
Das Land ist gezeichnet von den Flüssen Piave, Sile und Livenza und ihren eindrucksvollen Tälern und Flussauen, sanften Hügeln und grünen Feldern, und geschmückt von einigen herrschaftlichen Villen. Seine ruhige und friedvolle Atmosphäre hat der Provinzhauptstadt Treviso in der Dichtung den Beinamen „città cortese“, „höfische Stadt“ eingebracht. Aus diesem Grund wählte die venezianische Aristokratie des 18. Jh. Treviso auch als ideale Sommerfrische.
Der Regionalpark Sile hat als grüne Lunge der Gegend eine große natürliche Bedeutung: er verläuft entlang des Flusses, an dem sich die unterschiedlichsten Landschaften abwechseln: Feuchtgebiete an seinen Quellen, wild fliesende Abschnitte in der Nähe der Stadt, und Lagunen an seiner Mündung. Wegen ihres Abwechslungsreichtums ist diese Landschaft ein perfekter Lebensraum für Tiere und Pflanzen, wie z. B. in der Naturoase von Cervara zu sehen ist. Der Nordwesten ist von zahlreichen Anhöhen gekennzeichnet, die allmählich zu oliven- und weinbewachsenen Hügeln werden; dann gibt es den Berg Montello mit seinen Eichenwäldern, eine reiche Landschaft voller jüngerer und älterer Erinnerungen. Reich an dichten Wälder ist auch die Hochebene von Consiglio, besser bekannt als Bosco della Serenissima, Wald Venedigs, weil er wichtigste Holzquelle für den venezianischen Schiffsbau war.
Die nördliche Zone, wo der Piave die Grenze zur Provinz Belluno bezeichnet, ist Kulturland, und fast völlig bedeckt von ausgedehnten Weinbergen. Conegliano und Valdobbiadene sind hier besonders wichtige Zentren der Weinproduktion.
Der Osten des Gebietes ist von Wäldern bedeckt, von Gewässern und Weinbergen und reich an geschichtlichen Spuren.
Treviso ist eine Oase des Friedens, wo man ruhig spaziergehen und die städtische Eleganz bewundern kann, die diesen Ort auszeichnet .
Im von einer Mauer umschlossenen Zentrum befindet sich der Dom, ein wunderschönes Beispiel für die Überlagerung verschiedener Baustile. Auf dem Borgo Cavour erreicht man das Städtische Museum Luigi Bailo , in dem sich eine archäologische Sammlung, eine interessante Pinakothek mit Bildern großer venetischer Maler und die Sammlung Moderner Kunst befindet .
Dieselbe Elegant findet man auch außerhalb der Stadt in den Villen aus der Zeit der Republik Venedig wieder. Am Terraglio in Richtung Mestre steht die Villa Albrizzi Franchetti mit ihrem schönen Park, die Villa Taverna mit einem prächtigen in italienischen Stil angelegten Garten, die Villa Trevisanato , und die Villa Furlanis, nach einem Projekt von Palladio .
Das ganze Land der Provinz von Treviso ist voller Zeugnisse der jüngeren und älteren Vergangenheit, Erinnerungsstätten an den Ersten Weltkrieg, Spuren aus der Römerzeit, dem Mittelalter und der Renaissance .
Nicht zufällig wird der alte Ort Asolo als Stadt der hundert Horizonte bezeichnet. Das umliegende Gebiet bietet viele Schönheiten: Eine liebliche und üppige Natur, ein Mosaik von jahrhundertealten Wälder, Weinbergen und grünen Olivenhainen, hie und da unterbrochen von alten Gebäuden, wie der Burg Castello della Regina Corsaro. Zahlreich auch die Spuren der Renaissance mit Gebäuden wie der Villa Contarini degli Armeni, Casa Longobarda (Asolo), Villa Rovero (San Zenone degli Ezzelini) und Villa di Maser, einem Werk Palladios, mit dem dazugehörigen kleinen Tempel . ###Nicht zu versäumen ist eine Besichtigung von Possagno mit seinem mächtigen Tempel, der seinem berühmtesten Sohn, dem Bildhauer Canova gewidmet ist, und der Gipsfigurensammlung, die einige seiner Meisterstücke ausstellt .
Fährt man weiter nach Südwesten stößt man in Riese Pio X auf die prächtige Villa Zorzi Gradenigo Venier, und das Geburtshaus von Papst Pius X.. Nüchtern und elegant ist die Kirche Santa Maria Assunta, der Dom von Castelfranco Veneto, in dem sich ein schönes Gemälde von Giorgione befindet. In der Umgebung von Vedelago eines der schönsten Werke Andrea Palladios, Villa Emo - mit zwei Gerätehäusern mit jeweils 11 Bögen. Mächtig sind auch Cà Corner della Regina aus dem 16. Jahrhundert, Residenz von Caterina Corsaro und das Gerätehaus der Villa Pola Pomini .
In Badoere sollte man den Marktplatz mit seinen halbkreisförmigen Arkaden besichtigen, bekannt als Rotonda di Badoere .
Montegrappa, Montello, und Piave waren Schauplatz heroischer Schlachten des Ersten Weltkriegs gegen die österreichisch-ungarischen Truppen .
Der Norden ist berühmt für seine Weinproduktion. In Conegliano und Valdobbiadene wird der bekannte Schaumwein aus der Prosecco-Traube hergestellt .
Die schöne Landschaft lädt zu einer Reise auf einer der Weinstraßen ein, wobei man allerdings einen Besuch des Zentrums von Conegliano mit seinem Dom und dem Geburtshaus Giambattista Cimas nicht versäumen sollte.
Die Gipfel der Berge Monte Grappa und Monte Montello Gipfel bieten gute Abflugsmöglichkeiten für Drachenflieger und Paraglider; wer sich nicht selber traut, kann sich von einem erfahrenen Drachenflieger begleiten lassen.
Auch für Kletterer gibt es hier zahlreiche Attraktionen, und wer einen Bergführer sucht, der findet auch diesen; außerdem gibt es in dieser Gegend mehrere Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsstufen.
Nordic Walking wird zwar wahrscheinlich belächelt, ist aber nicht verboten; außerdem kann man natürlich reiten und Rad fahren.
Auf den zahlreichen Volksfesten der Gegend hat man Gelegenheit die verschiedenen kulinarischen Spezialitäten zu kosten. An erster Stelle steht der etwas bittere Radicchio; er wird zur Zubereitung zahlreicher Vor- und Hauptspeisen verwendet; am bekanntesten ist seine rote Variante aus Treviso, aber sehr gut schmeckt auch der gescheckte Radicchio aus Castelfranco: Sehr beliebt sind außerdem die weißen Spargel von Sile und die schmackhaften Pilze aus Montello.
Auch hier gibt es verschiedene Käsearten, wie den Montasio, den Moesin, den Bastardo del Grappa, den Imbriago und den Morlacco, von denen jeder seinen ganz eigenen Geschmack hat.
Sehr gut sind auch die Wurstware, die aus dem lokalen Fleisch gemacht werden: Der Lengual, eine besondere Art von Wurstware aus gepökelter Schweinezunge, die Soppressata-Salami die man roh oder gegart essen kann, und der Ossocolo-Speckschinken der in Scheiben als Vorspeise serviert wird.
Zum Abschluss dann eiwas Süßes, z.B. ein Stück Pinza, ein ländlicher Gewürzkuchen, eine Scheibe Fregola, aus Mandeln, Butter und Eiern oder ein Tiramisù.
Zu all dem schmeckt ein gutes Glas Wein, wie Manzoni, Boschera, Torchiato, Malbech oder ein Prosecco Conegliano Valdobbiadene.
Ein Schluck Schnaps oder Magenbitter beendet das Mahl.
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