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Avellino

Beschreibung

Avellino - Dom, 12. Jh.

Avellino - Dom, 12. Jh.

Eine Reise in die Provinz Avellino kommt einem Sprung in die Natur und Geschichte von Irpinia gleich.
Dieses faszinierende Gebiet heißt Touristen herzlich willkommen und öffnet ihnen das Tor zu einer bezaubernden Landschaft, die durch ihre interessanten Kulturschätze zusätzlich bereichert wird. Eine Naturlandschaft von unglaublicher Schönheit, die dieser Provinz den Titel „Grünes Irpinia” verschafft hat. Die Erkundung jedes Winkels dieser Landschaft hinterlässt einen tiefen Eindruck. Berge, weite Ebenen, großartige Naturreservate, Seen und Flüsse machen dieses Gebiet zu einem idealen Ziel für alle, die weite Ebenen lieben und einen Urlaub im Zeichen der Erholung zwischen Bergen und Quellen suchen, bei gesunder Luft und gutem Essen, und dies alles in einer der beeindruckendsten Naturgegenden Süditaliens, die das ganze Jahr über eine Reise wert ist.
Irpinia entdeckt man langsam, auf stillen Wegen, die in die Natur und zu Orten aus anderen Zeiten führen, als dieses Gebiet vom Volk der Samniten bewohnt war, von den Römern und den Langobarden. Alte Ortschaften liegen im Grün der Täler, die sich am Fuße der Bergketten des Partenio und des Terminio ausbreiten, bedeckt von Buchen-, Tannen-, Eichen- und Kastanienwäldern.
Man trifft nicht nur auf archäologische Grabungsstätten, sondern auch auf mächtige Kastelle, die an Kriege und Plünderungen erinnern, an Belagerungen und Schlachten, aber auch an höfische Feste und Turniere.
In den weiten Tälern breiten sich Weinberge und Olivenhaine aus, deren Früchte eine optimale Wein- und Olivenölproduktion ermöglichen. Orte, die davon berichten, wie Mensch und Natur seit Urzeiten gelernt haben, harmonisch und respektvoll miteinander zu leben.

Was sehen

Die Hauptstadt der Provinz Avellino hat trotz einiger Erdbeben einen kleinen antiken Kern bewahrt. Enge Gassen führen zum Uhrturm, zur Kathedrale und zum Kastell, den Wahrzeichen der Stadt.
Auf dem Berg Partenio befindet sich das Heiligtum von Montevergine, das auch zu Fuß über eine steil ansteigende Straße erreichbar ist. Auch wenn der Anstieg mühsam ist, lohnt er sich wegen der Schönheit der Landschaft, die das Heiligtum umgibt. Im weiteren Verlauf des Ausflugs hat man eine herrliche Aussicht auf das gesamte Tal; bei guter Sicht reicht der Blick bis an die Küste der Region.
Die Basilika besteht aus zwei Gebäuden: einem modernen Teil, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut wurde und in dem ein großes Gemälde der Madonna von Montevergine aufbewahrt wird, und einem antiken Teil mit einem kostbaren Hauptaltar, der mit feinen Perlmuttintarsien und Edelsteinen verziert ist.
In der nahe gelegenen Gemeinde Mercogliano befindet sich der Palazzo Abbaziale di Loreto, in dem neben historischen und religiösen Urkunden, die zum Teil bis ins 1. Jh. n.C. zurückreichen, über 300 Majolika-Vasen für Heilkräuter aus der antiken Apotheke aufbewahrt werden.
Vom Mittelalter berichten die zahlreichen Kastelle, die die Ortschaften der Provinz beherrschen. Es handelt sich um Wehrbauten, die teils in der Renaissance zu Adelssitzen umgebaut wurden.
Darunter befinden sich das Kastell Leonessa in Montemiletto, eines der besterhaltenen Kastelle der Provinz von Avellino, das im späten 19. Jh. vollständig restaurierte Kastell Lancellotti in Lauro und schließlich das fast unzugängliche Kastell, das Ariano Irpino von seiner strategischen Position aus beherrscht. Ob verfallen oder intakt, verlassen oder in der Renovierung befindlich: eine vergnügliche Tour, bei der man neben einem Besuch des Kastells interessante Spaziergänge durch die Straßen der kleinen Ortschaften machen und dabei die gute örtliche Küche ausprobieren kann.

Was machen

Dieses großzügige, unvorhersehbare Gebiet mit seiner jahrtausendealten Geschichte bietet eine Unmenge von Routen für Entdeckungstouren.
Wanderungen und Mountainbike-Touren sind ideal, um die verzauberten Orte zu entdecken, die den Apennin bedecken. Dabei ergibt sich immer die Gelegenheit, in einer typischen Trattoria einzukehren, wo alte kulinarische Traditionen gepflegt werden.
In der Nähe von Bagnoli Irpino befindet sich Laceno mit einem herrlichen See, der zwischen den von Buchenwäldern und Nadelbäumen überzogenen Bergen eingebettet liegt, ein im Sommer unverzichtbares Ziel für alle, die Ferien im Grünen und in der Stille der unberührten Natur suchen. Eine eindrucksvolle Wanderstrecke führt am bezaubernden Fiumara di Tannera entlang, einem Gebirgsbach mit reinem und kristallklarem Wasser, der sich zwischen kleinen Wasserfällen und Bächen hindurch windet.
Die Gipfel Cervialto, Raiamagra, Cervarolo, Montagna Grande und Piscacca sind Ausflugsziele, von denen man eine außergewöhnliche Aussicht hat, ideale Ziele für Hobbyfotografen, aber auch für alle, die auf der Suche nach kulinarischen Kostbarkeiten sind. Denn hier im Schutz der dichten Wälder gibt es beste Voraussetzungen zum Pilz- und Trüffelsammeln.
Die Landschaft ist nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter bezaubernd, wenn alles unter einer weißen Schneedecke liegt und der Laceno zu einem exzellenten Skiort wird, ausgestattet mit modernen Liften und hervorragenden Hotelunterkünften. Die Berge bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Skilaufen und Langlauf, aber auch für Aufstiege in den vereisten Gebirgskämmen mit Steigeisen und Eispickel.
Sie fasziniert die Höhlenkunde? Besuchen Sie die Caliendo-Grotte, eine unterirdische Welt, wo Sie zwischen Tausenden von Farbtönen hindurchgehen, die sich in den verzauberten Gängen widerspiegeln. Sie werden einen Hort der Ruhe entdecken, der Ihnen unvergessliche Eindrücke schenken wird.
Wenn Sie sich in der Karnevalszeit in dieser Provinz befinden, werden Sie viel Spaß haben!
Jeder kleine Ort, von Montemarano bis Taurano, von Avellino bis Castelvetere sul Calore, findet sich in einem Meer von Farben und Kostümen, im belebenden Chaos der Musik und tobenden Tanzrhythmen wieder.

Was probieren

Die Küche Irpinias wird vor allem durch die fruchtbaren Böden des Gebiets und die Sorgfalt der Menschen im Umgang mit der Erde geprägt.
Im Zusammenspiel von Mensch und Boden nimmt die Provinz Avellino dank der hohen Qualität der Anbauprodukte und lokaler Erzeugnisse eine Vorrangstellung ein. Das Fehlen des Meeres, das die gastronomischen Produkte im übrigen Kampanien beeinflusst, wird hier durch die gute Fleischqualität wett gemacht, insbesondere bei Rind- und Schweinefleisch.
Daher rührt die hohe Qualität der Würste wie Capocollo und Soppressata, von Speck und erlesenen Schinken.
Auch die Käseproduktion ist vielfältig. Verarbeitet wird vornehmlich Milch der lokalen Ziegenrassen Laticauda und Bagnolese. Besondere Spezialitäten sind Pecorino Carmasciano, der nach einem antiken Rezept von Hand zubereitet wird, Bagnolese, der einen leicht pikanten Nachgeschmack besitzt, und Ricotta Laticauda, frisch und leicht, aber mit einem kräftigen Milchgeschmack.
Zu Salami und Käse passt am besten eine köstlichen Scheibe des typischen Brots aus Irpinia, das nach antiken Rezepten zubereitet wird. Die Brotsorten aus Calitri, Iurmano und Montecalvo besitzen nicht nur einen einzigartigen Geschmack und Duft, sondern auch eine einzigartige Form.
Quagliettano-Paprika, Zwiebeln und Artischocken aus Montoro, Bohnen aus Volturara Irpina sind nur einige der landwirtschaftlichen Spitzenerzeugnisse. Wahre Gaumenfreuden sind Bohnensuppe mit Freselle, Ciambottella oder ein Teller Cicci aus Santa Lucia.
Unter den Süßspeisen ist die Produktion des Torrone berühmt, der mit Nüssen oder lokalen Kastanien garniert wird. Auch den Spantorrone sollte man einmal probieren: er zeichnet sich durch seine besonders bröckelige Konsistenz aus und ist in italienischen Sandkuchen eingewickelt, der wiederum mit Rum und Strega-Likör getränkt wurde.
Das hervorragende native Olivenöl extra gehört zu jedem typischen Gericht aus Irpinia. Darüber hinaus gibt es drei exzellente Weine: den Taurasi, von intensivem Duft und samtigem Geschmack, den Greco di Tufo, von fruchtigem Aroma mit einem leichten Mandel-Nachgeschmack und den Fiano di Avellino, alles Produkte mit der Herkunftsbezeichnung DOCG.

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