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Trani - Dom, 12.-13. Jh.
Barletta-Andria-Trani, die erst kürzlich eingerichtete Provinz Apuliens, befindet sich zwischen dem Golf von Manfredonia und der Gegend um Bari.
Barletta und Trani liegen direkt an der Adria, während Andria sich im Landesinneren an der oberen Murgia befindet, die sich über einen großen Teil der Provinz ausbreitet. Antike Siedlungsspuren, mittelalterliche Festungen, interessante Bauwerke und eine außergewöhnliche Natur: all das bietet heute dieses Dreieck Apuliens.
Die abwechslungsreiche Landschaft reicht vom dunkelblauen Meer, in dem sich das typische Grün der Macchia spiegelt, bis zu den endlosen Gebieten der Murge, einem Land, in dem die Zeit still zu stehen scheint.
Grüne Wiesen, weiße Felsen, dichte Wälder, deren Farben sich dem Wechsel der Jahreszeiten anpassen, ehemalige Flussbetten, deren breites Kanalnetz heute als Anbaufläche genutzt wird: All das kann man erleben, wenn man ins Landesinnere reist, wo die Stille nur ab und zu von den Geräuschen der Natur unterbrochen wird und der Blick ungehindert durch die Landschaft schweift.
Die wunderschönen, von kristallklarem Wasser benetzten Sandstrände werden von Margherita di Savoia im Norden und Bisceglie im Süden begrenzt. Unverfälschte Aromen und antike Handwerke sind ebenfalls fester Bestandteil der Geschichte und der Tradition dieser wunderschönen Gegend.
Nicht weit entfernt von Andria, zwischen Hügeln, Olivenhainen und Weinbergen, liegt das wichtigste Zeugnis der Staufischen Architektur: die Burg Castel del Monte. Die perfekten Formen, die harmonische Verbindung der aus verschiedenen Kulturen stammenden Elemente und die geheimnisvolle Atmosphäre machen diese großartige Festung zu einem einzigartigen Meisterwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden ist. Kaiser Friedrich II., eine ebenso schillernde wie geniale Persönlichkeit, war persönlich an der Planung dieser einzigartigen Festungsanlage beteiligt. Die vielen Kathedralen und Schlösser sind Juwelen der Architektur und Symbole der Provinz Apuliens.
Dem Heiligen Nikolaus ist die Kathedrale von Trani geweiht, ein schönes Beispiel romanisch-apulischer Baukunst, das Einflüsse verschiedenster Epochen und Kulturen auf harmonische, elegante Weise vereint. Das wunderschöne Bronzetor, das das reich verzierte Portal der Kathedrale schließt, wurde von Barisano da Trani geschmiedet und ist in 32 Täfelungen aufgeteilt, auf denen jeweils eine biblische Gestalt dargestellt wird. Der 59 Meter hohe Glockenturm wurde über verschiedene Epochen hinweg gebaut. Er ist mit einer Reihe zwei-, drei- und fünfbögiger Fenster geschmückt und endet in einem achteckigen Giebel. Während der Renaissance wurden mehrere elegante Adelsresidenzen erbaut, u.a. der Palazzo Caccetta mit der spätgotischen Fassade.
In Barletta, Schauplatz einer berühmten italienisch-französischen Schlacht, haben sich viele Spuren aus dem Mittelalter erhalten wie z.B. die weiße Burg aus dem 12. Jh., heute Sitz des Städtischen Museums, in dem mehrere bedeutende Zeugnisse aus der Antike zu sehen sind. Der auf den Grundmauern einer römischen Anlage erbaute Dom S. Maria Maggiore, der Koloss, eine mächtige Bronzestatue aus dem 4. Jh., und die Kirche Santo Sepolcro, die eine ausgewogene Mischung verschiedener Stile zeigt, sind nur einige der interessanten Monumente, die man während eines Spaziergangs durch die Straßen Barlettas bewundern kann.
Nicht weit entfernt befindet sich Canne della Battaglia, einer der bekanntesten Kriegsschauplätze der Punischen Kriege, ein Geschichtsbuch unter offenem Himmel, das von der Vorgeschichte über die Römerzeit bis zum Mittelalter durchgehend besiedelt war. Zu einer Reise in die Vergangenheit lädt auch Canosa ein. In dieser Gegend hat man wichtige archäologische Entdeckungen gemacht, die diese Stadt zu einer der wichtigsten Ausgrabungsstätten Apuliens gemacht haben: u.a. eine Nekropole, für unterschiedlichste Zwecke gedachte unterirdische Räume (Hypogäen), und Mausoleen.
Interessant sind auch die frühchristliche Basilika San Leucio, die nach mehreren Ausgrabungsphasen ans Licht gebracht wurde, und das Städtische Museum, in dem eine Sammlung antiker Bassreliefs, Inschriften, Skulpturen, Marmorgegenstände, Schmuck und Keramiken ausgestellt ist.
Meer, Sonne, Vergnügung und Nachtleben! All das bietet die Küste von Barletta und Trani ihren Besuchern, die sich an den weißen Stränden ausruhen oder ins himmelblaue Wasser springen können, um sich beim Tauchen, Schnorcheln, Surfen oder Windsurfen zu vergnügen.
Abends wird die Landschaft von Stimmen, Lichtern und Musik belebt und man kann sich auf verschiedene Art und Weise amüsieren, Leute kennen lernen und in den Lokalen bis in die frühen Morgenstunden feiern. Feinschmecker werden in der Provinz Barletta-Andria-Trani reichlich Gelegenheit finden, ihre Lust auf unverfälschten Geschmack zu befriedigen.
Auf der Straße des nativen Olivenöls extra aus Castel del Monte, die einem der begehrtesten Erzeugnisse Apuliens gewidmet ist, kann man nicht nur bezaubernde Landschaften und historische Zeugnisse besichtigen wie das Schloss Friedrichs II., sondern auch die verschiedenen Verarbeitungsphasen des Olivenöls kennen lernen. Im Herbst findet bereits zum dritten Mal die Veranstaltung „QOCO - Wettbewerb für junge Köche des Mittelmeeres“ statt, bei der junge Talente aus verschiedenen Ländern gegeneinander antreten. Zu diesem Anlass gibt es auch ein reichhaltiges Begleitprogramm mit Kostproben fürs Publikum.
Wer Lust auf Süßes hat, sollte unbedingt das Konfektmuseum in Andria besichtigen, in dem es, außer einer interessanten Sammlung alter Utensilien, ein Video über die wichtigsten Phasen der Pralinenherstellung zu sehen gibt.
Amüsant ist auch das Fest der Schlacht von Barletta mit der Nachstellung des berühmten Duells zwischen den italienischen Rittern Ettore Fieramoscas und den französischen Rittern des Grafen La Motte.
Die typischen Köstlichkeiten dieser Provinz werden mit einfachen und gesunden Zutaten vom Festland und aus dem Meer zubereitet und mit nativem Olivenöl extra angemacht.
Gekochte und mit Öl angemachte Zichorien, feiner, leicht bitterer Feldspargel, leicht scharfe Wildrauke und die berühmten „Cime di Rapa“ (Brokkolispitzen) werden für leckere Gemüsegerichte verwendet oder zu hausgemachten Nudeln serviert.
Die lokale Kochtradition hat drei besondere Kostbarkeiten hervorgebracht: eingelegte Knollen der Traubenhyazinthe, die besonders gut zu Lammfleisch schmecken, Kräuterseitlinge, die im Ofen gebacken oder als Zutat anderer Gerichten verwendet werden, und die weiche „Burrata“, eine Frischkäsezubereitung aus Sahne und Mozzarella.
Aus dem Meer stammen köstliche zweite Gänge wie Fisch und Krustentiere, die oft roh verspeist werden.
Unter den süßen Spezialitäten sind die süßen Taralli, Mandelplätzchen und die berühmten hausgemachten Konfetti unterschiedlichster Farbe und Sorte zu nennen: mit gerösteten Mandeln oder Haselnüssen und Schokoladenglasur, mit Likör, kandierten Früchten oder Kaffee.
Hervorragende DOC-Weine sind Rosso Barletta, Castel del Monte und Moscato di Trani.
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