Home » Italien entdecken » Lombardei » Mailand

Mailand - Sant Ambrogio
Groß, lebendig und aktiv ist diese lombardische Provinz, die zweitgrößte Provinz Italiens. Ihr Gebiet befindet sich in der oberen Poebene. Mit dem Tessin im Westen und der Adda im Osten ist die Provinz Mailand von Wasserläufen geprägt: Flüsse und Kanäle durchfließen sie und bilden teilweise ihre Grenzen. Darunter sind die Flüsse Lambro und Olona, zahlreiche Kanäle und die Navigli in Mailand, alte Schifffahrtskanäle, die die wichtigsten Wasserläufe verbinden.
Gerade an diesen Flüsse kann man Landhäuser und Dörfer sehen wie Corneliano Bertario mit dem Borromeo-Schloss oder Adelsvillen wie die von Inzago, in der Gegend des Naviglio Martesana und des Villoresi-Kanals, der als der längste künstlich angelegte Kanal in Italien gilt.
Er bildet zugleich die südliche Grenze zur Brianza, einer Region der Lombardei, die durch Berge, Seen und weite Ebenen besticht.
Im Gebiet von Mailand befinden sich sechs Regionalparks: der Naturpark Adda Nord, der Landwirtschaftspark Mailand Süd, der Naturpark Groane, der Naturpark Mailand Nord, der Park des Lambrotals und der Lombardische Park Tessintal.
Die Aufwertung des künstlerischen Erbes von Mailand und seiner Provinz hat zur Hervorhebung bestimmter Epochen geführt, in denen die Stadt und ihre Monumente die größte Entwicklung erlebt haben. In der Tat gibt es ein römisches Mediolanum, das größtenteils in Museen, Kirchen, Palästen, in den Ausgrabungsarbeiten für die U-Bahn oder zwischen modernen Gebäudekomplexen versteckt liegt. Die Epoche der größten Stadtentwicklung war die Renaissance, die sich weitgehend mit der Epoche der Adelsherrschaft deckt. Aus dieser Zeit stammt auch das Castello Sforzesco mit dem Filarete-Turm und dem Sempione-Park, das sich im Zentrum von Mailand befindet und auf den Dom blickt, ein grandioses gotisches Bauwerk, das die Macht der Stadt zur Zeit der Adelsherrschaft darstellt. Seitlich des Domplatzes sticht die Galleria Vittorio Emanuele II heraus, die auch aufgrund ihrer eleganten Geschäfte als Gute Stube Mailands bezeichnet wird. Unter den Gebäuden ist neben dem Dom der Palazzo Reale das berühmteste. Dort finden heute wichtige Kunstausstellungen statt. Unweit davon befindet sich die Pinacoteca Ambrosiana, in der eine sehr umfangreiche Sammlung von Gemälden großer Künstler wie Caravaggio, Tizian und Raffael ausgestellt ist. Die im gleichnamigen Viertel gelegene Brera-Pinakothek ist eine der wichtigsten italienischen Gemäldegalerien. Zu sehen sind Werke wie die Beweinung Christi von Andrea Mantegna. Das Museum Poldi Pizzoli gilt mit seiner Sammlung als eines der wichtigsten Museumshäuser in Europa. Die etwas versteckter gelegene Kirche Santa Maria delle Grazie ist mit den Namen zweier große Meister verbunden: dem Bramantes, der die Kirche und die alte Sakristei entworfen hat, sowie dem Leonardos, der das im Refektorium des an die Kirche angrenzenden Klosters untergebrachte Meisterwerk Das letzte Abendmahl schufbefindet, das Abendmahl. Ein solcher Reichtum sollte Besucher nicht davon abhalten, auch andere Orte der Provinz zu besichtigen, die ebenfalls bedeutende Kunstschätze hüten wie Schlösser, wunderbare Villen, Abteien und Paläste. Zu den wichtigsten zählen die Villa Reale mit ihrem Park und der Dom in Monza. In Corbetta, ist das auch als Schlösschen bezeichnete Haus Corbellino zu erwähnen, ein Gebäude, das auf den Resten eines Schlosses gebaut und anschließend restauriert und erweitert wurde. In Novate Milanese sollte man die Casa de’ Busti und das Oratorium San Nazaro e Celso (Gesiò) besichtigen, beide aus dem 16. Jahrhundert. Eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Abbiategrasso ist die Kirche Santa Maria Nuova, an deren Fassade sich der große, von Bramante entworfene Pronaos befindet. In einem anderen, nur wenige Kilometer entfernten Ort auf einer Anhöhe über dem Tessintal befindet sich ein weiterer Zisterzienserbau aus dem 12. Jahrhundert, die Abtei Morimondo.
Schlösser sind eine weitere Attraktion der Provinz: Am Ufer des Muzza in Cassano d'Adda rühmt sich das Schloss Borromeo d'Adda aus dem 9. Jahrhundert seiner tausendjährigen Geschichte; bei Renovierungsarbeiten sind hier Fresken der Schule Giottos aufgetaucht. In Legnano wurde im 13. Jahrhundert auf einem früheren Augustinerkloster das Schloss San Giorgio errichtet; das Schloss Visconti in Cusago gilt als eines der bedeutendsten Beispiele der Schlossarchitektur in der Region. Ein Blick auf das Untere Mailand führt nach San Colombano al Lambro und zum Schloss Belgioioso sowie nach Casalpusterlengo mit seinem zinnenbewehrten Pusterlaturm.
Daneben gibt es eine grüne, arkadisch anmutende Provinz Mailand mit gewundenen Flüssen wie der Adda, die nördlichen von Trezzo Stromschnellen und Schluchten bildet; ebenso wie der Tessin, der durch Wälder an kleinen Inseln vorbeifließt, die durch den vielleicht größten Flusspark in Europa geschützt werden. Das ganze Gebiet wird von unterirdischen Gewässern durchquert, die von den Mönchen im Mittelalter urbar gemacht wurden, harten Arbeitern, die eine große Rolle bei der Trockenlegung der Poebene gespielt haben. Leonardo da Vinci selbst, der hier während der Herrschaft der Sforza lebte, erfand das System für die Anpassung des Wasserstands in den Kanälen, den berühmten Mailänder Navigli, um sie schiffbar zu machen.
Kurzum... eine Provinz, die es zu entdecken gilt!
Der Ort Abbiategrasso beherbergt jährlich den Palio San Pietro, eine Parade von über 600 Menschen in mittelalterlichen Kostümen, die sich in Begleitung von Fahnenschwenkern durch die Straßen der Altstadt zieht; bei dem Wettkampf zwischen den sechs Stadtteilen wird auch ein Pferderennen ausgetragen. Dem Sieger winkt der so genannte Cencio (zu Deutsch: Lappen).
Zwischen den Kanälen Naviglio Grande und Naviglio Pavese befindet sich der Antiquitätenmarkt der Navigli, der wichtigste Antikmarkt Mailands. Mehr als 400 Stände bieten Möbel, Porzellan, Besteck und andere Sammlerobjekte feil. I
n Mailand wird am 7. Dezember auch das Fest des Heiligen Ambrosius gefeiert, des Schutzpatrons der Stadt, dem die älteste Kirche in Mailand gewidmet ist. Am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, findet das Fest der Obei Obei statt, wo man die ausgefallensten Dinge, Kunsthandwerk, Glühwein und Vin Cotto findet.
Das Ökomuseum Adda di Leonardo in Trezzo sull’Adda ist ebenfalls einen Besuch wert und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad besichtigt werden, denn es handelt sich um ein Freilichtmuseum mit 14 Stationen und 47 Etappen am Flusslauf der Adda. Es geht an zehn Ortschaften sowie Schleusen und Landschaften mit dem Charme vergangener Zeiten vorbei.
Im Parco del Roccolo in Canegrate, der als der größte Park der Provinz gilt, vermischen sich Felder, Wälder, Hecken und Kanäle; hervorzuheben ist der Abschnitt des Villoresi-Kanals, der mit dem Fahrrad befahrbar ist.
Für einen Kuraufenthalt bieten die Thermen von San Colombano al Lambro eine Vielzahl von Quellen mit teils schwefelhaltigem Wasser. Der große Kurpark ist auch mit Unterhaltungsmöglichkeiten ausgestattet und organisiert Ausflüge zu den benachbarten Ortschaften.
Zwischen der Ebene von Lodi und dem unteren Gebiet von Pavia, etwa 40 km von Mailand entfernt, erhebt sich der Colle San Colombano, wo der Weinbau eine lange Tradition hat.
Von dort stammt der berühmte DOC-Rotwein San Colombano. Unter den typischen Käsesorten sind zu erwähnen: Grana Padano, Gorgonzola Stravecchio und Crescenza. Unter den Wurstwaren finden wir Mailänder Salami mit der typischen reiskorngroßen Körnung sowie Luganega aus Monza, eine typische lombardische Wurst, die verwendet wird, um den Reisgerichten und Suppen Geschmack zu verleihen.
Die Esskultur ist aus der Verbindung der Traditionen von Pavia und Lodi entstanden. So gibt es etwa Frosch-Omelette, Risotto mit Safran, Risotto mit Kürbis, Kohlsuppe, Busecca, Casoela (gemischter Fleischeintopf) und das berühmte Schnitzel nach Mailänder Art, eine Spielart des Wiener Schnitzels.
Unter den Süßwaren findet man den Panettone, ein traditionelles Weihnachtsgebäck, sowie die an Ostern gebackene Colomba (Hefekuchen in Taubenform); beliebt sind ferner Rosinenbrot, Paradiestorte mit Mascarpone und Charlotte alla Milanese, ein Kuchen, der mit Obst, Äpfeln und Birnen zubereitet wird.
Eine traditionsreiche Region mit Kultstatus bei Liebhabern guter Küche und schneller Motoren. Die Provinz Modena befindet sich im Herzen der Emilia-Romagna in Norditalien und erstreckt sich vom Gebirgskamm des Apennin bis zu den Ausläufern der Tiefebene südlich des Po. Die ...
Potenza ist eine der zwei Provinzen der Basilikata und umfasst insgesamt 100 Gemeinden, darunter natürlich Potenza selbst, die höchst gelegene Regionalhauptstadt Italiens (819 m). Die Provinz, die im Westen ein kleines Stück tyrrhenische Küste umfasst, grenzt im Westen an Kampanien ...
Campobasso ist eine Provinz von Molise, die sich über eine 2.909 Quadratkilometer große Fläche erstreckt und 84 Gemeinde einschließt, u.a. die Landeshauptstadt Campobasso. Im Nordosten auf die Adria blickend, grenzt sie im Norden an Abruzzen (Provinz Chieti), im Südosten an Apulien ...
Herrliche Küstenstreifen in unmittelbarer Nachbarschaft von Bergen und nachgerade paradiesischen Naturschutzgebieten: Die Provinz Crotone ist relativ jung. Sie entstand erst 1992 bei der Neuaufteilung der Provinz Catanzaro, an die sie im Südwesten grenzt. Sie grenzt im ...
Italien, das Land der Seen Italien ist reich an Seen: im ganzen Land gibt es über tausend von unvergleichlicher Schönheit, und jeder mit eigenen Merkmalen. Der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See, heute in aller Welt bekannt, sind zum idealen Ziel für einen sonnigen Urlaub ...
Italien, das Land der Kunst und der Geschichte Italien bedeutet Kunst und Geschichte. Kunstschätze sind in jeder Ecke des Landes zu finden und bieten unzählige und wunderschöne Überraschungen. Unser Kunst- und Kulturerbe ist eines der umfangreichsten der Welt. Italien hat weltweit die ...
Italien, das Land des Geistes Italien ist weltweit eines der bedeutendsten Zentren der Spiritualität und seit Jahrhunderten Ziel der Menschen, die den Glauben zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben und die Wurzeln einer Welt kennen lernen wollen, die Kunst, Architektur und Güter von ...
Eine Tour durch Mailand mit dem Architekten Stefano Boeri, der die Expo 2015 organisiert. Der Meinung des Architekten nach, sind das Opernhaus Scala, die Viktor-Emanuel-Galerie, der Dom, Innenräume, die diese kleine Metropole Norditaliens charakterisieren und einzigartig machen. Trotz des dort ...
Die Aufführung an der Scala beginnt gleich, doch vorher gehen wir noch etwas auf Entdeckungstour durch Mailands Innenstadt. Anders als die großen Metropolen Europas, hat Mailand die typische Lebensqualität einer Kleinstadt bewahrt. In den Straßen rund um die Oper kann man dieses Lebensgefühl ...
In der Basilika des Heiligen Eustorgius in Mailand gibt es ein Stück der Geschichte der Heiligen Dreikönige. Die Basilika wurde wahrscheinlich im IV Jahrhundert gegründet, als der Bischof Eustorgius entschieden hatte, einen heiligen Tempel für die Bewahrung der Reliquie der Heiligen ...
Walking along the Navigli (canals) towards Porta Ticinese, the characteristic meeting place for Milan nightlife, we encounter fashionable venues and artists' display windows. This is a short detour between the past and modernity, to discover that Milan is also a watery city.
The waterfront and the port extend into the city centre with the Canal Grande, dug in the mid-eighteenth century to allow the sailing ships to find a safe harbour and unload the goods directly into the warehouses. The canal ends before the neoclassical facade of the church of Sant'Antonio Nuovo. A ...
Leaving the upper town we follow the cobbled roads of Parco dei Colli, which covers an area of 4700 hectares. From the historical town centre to the foot of Monte Alto, the landscape of the park harmoniously blends the villas and the historical buildings with glimpses of the hills and the ...
The Torre di San Michele, a massive square construction, stands in a strategic position beside the canal of the saltmarshes, which was once plied by the boats known as 'burchielle' carrying salt. Nowadays the waterway is used as the Porto Canale di Cervia.