Sie sind in Home / Italien Entdecken / Abruzzen

Abruzzen

  • Beschreibung
  • Was sehen
  • Was machen
  • Was probieren

Die Abruzzen liegen in Mittelitalien und erstrecken sich vom Herzen des Apennins bis an die Adria, mit einer vorwiegend gebirgigen und naturbelassenen Landschaft.
Im Hochgebirge mit seinen urwüchsigen Gipfeln und Felswänden befinden sich Ferienorte und Wintersportgebiete wie Pescasseroli, Rivisondoli und Roccaraso. 
Die vornehmlich von den steilen Gipfeln des Gran Sasso, der Monti della Laga und der Majella geprägte Landschaft fällt über das ausgedehnte Mittelgebirge zur Adriaküste hin ab.


Der Weg vom Gran Sasso zum Meer führt durch ein geschichtsträchtiges Gebiet mit einer langen Tradition und beachtlichen kulturellen Hinterlassenschaften, die den Besucher immer wieder ins Staunen versetzen.
Zwischen Bergen und Hügeln erstrecken sich enge Täler, wie der Aterno-Tal, naturgeschichtliche Wege wie das eindrucksvolle, von malerischen alten Dörfern gesäumte Aternotal.
Es gibt zahlreiche Naturschutzgebiete wie den Nationalpark Abruzzen, den Naturpark Gran Sasso oder den Naturpark Laga-Majella, in denen die artenreiche heimische Flora und Fauna, zu der Steinadler, Wölfe und Bären zählen, geeigneten Schutz findet. 
Die Adriaküste ist im Norden von weiten Sandstränden geprägt, im Süden herrschen Kiesstrände vor.
Einen besonderen Charme besitzen neben den kleinen Dörfern im Landesinneren auch die Klöster und Burgen, die für ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm in der grünsten Region Italiens sorgen.

 
Die Provinzen der Region sind: L’Aquila (Regionalhauptstadt), PescaraTeramoChieti

Die künstlerisch bedeutendste Stadt der Region ist das an den Ausläufern des Gran Sasso gelegene L’Aquila. Sie besitzt Kunstdenkmäler von unschätzbarem Wert: die Bernhardinbasilika, die Spanische Festung aus dem 16. Jh., die Kirche Santa Maria di Collemaggio und die mit Steinmasken verzierte Fontana delle 99 Cannelle (Brunnen der 99 Röhren).
Die Stadt der „himmlischen Versöhnung” lädt zu verschiedenen geschichtlichen, kulturellen und besinnlichen Spaziergängen ein. 


Leider hat das Erdbeben vom 6. April 2009 Stadt und Umland hart getroffen und viele Kunstdenkmäler in Mitleidenschaft gezogen. im Gebiet um L'Aquila sind zahlreich die Zeugnisse der langjährigen und komplexen Geschichte Abruzzens: Vom berühmten Castello di Celano, heutiger Sitz des Museums für Archäologie und Heilige Kunst, zu den Ruinen von Alba Fucens.
Der wichtigste Ort an der Adriaküste mit ihren weiten Sandstränden ist Pescara, ein beliebter Ferienort und die Geburtsstadt des Dichters Gabriele D’Annunzio. 


Sehenswerte Küstenstädte sind ferner Tortoreto, Giulianova, Silvi Marina, Roseto und weiter südlich Ortona, Vasto und San Salvo. 
Das auf einem Hügel an der Küste gelegene Chieti besitzt eine wunderschöne Kathedrale aus dem 11. Jh.; von Interesse ist auch das Archäologische Landesmuseum mit bedeutenden Sammlungen aus der Vor- und Frühgeschichte und dem griechisch-römischen Altertum. 
Eine weitere wichtige Stadt ist Teramo mit seiner mittelalterlichen Kathedrale und den Ruinen des Theaters und des Amphitheaters aus der Römerzeit. 
In den unzähligen alten Dörfern leben bäuerlich-handwerkliche Traditionen und volkstümliche Bräuche bis heute fort.
 Einer dieser charakteristischen Orte ist das im Sangrotal an einem bezaubernden See gelegene Scanno mit seinen engen Gassen, barocken Portalen und antiken Palazzi. 
Reich an Tradition und Geschichte ist außerdem Sulmona, der Geburtsort des römischen Dichters Ovid. Neben vielen Kunstwerken befindet sich dort die berühmte Cölestinerabtei.

Das vielfältige Panorama der Abruzzen bietet die Möglichkeit verschiedene Arten von Urlaub zu genießen, alle im Zeichen des Enthusiasmus dank der vielen Überraschungen, die dieses Land zu bieten hat.
Die höchsten Gipfel des Apennins und die bekannten touristischen Ortschaften Roccaraso, Rivisondoli, Pescasseroli und Campo Imperatore empfangen die Besucher mit modernen Anlagen. Egal ob SkifahrenSnowboardern oder Snowraften, jede Sportart kann hier auf den Pisten ausgekostet werden, während sich die Langlaufpisten  durch die wunderschöne Landschafte des Nationalparks Abruzzen-Latium-Molise schlängeln. 
Die Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung im Freien sind praktisch unbegrenzt: in den Schutzgebieten und in landschaftlich reizvollen Gegenden wie der Sagittarioschlucht, am Wasserfall von Zompo lo Schioppo oder den auch aus ornithologischer Sicht interessanten Seen von Penne und Serranello können Besucher SpaziergängeWanderungen und Radtouren unternehmen. 

Bergsteiger und Kletterer kommen im Gebiet vom Gran Sasso bis zum Sirente auf ihre Kosten. 
Für Reitfans gibt es hervorragende Reitmöglichkeiten wie etwa den über 100 Kilometer langen Reitwanderweg im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga
Wassersportfreunden bietet die Küste mit ihren gut organisierten Stränden beste Voraussetzungen zum Segeln, Kanufahren, Angeln und Windsurfen. Lange Radwege führen durch die Pinien- und Buchenhaine entlang der Küste. Und für abendliche Unterhaltung sorgen die Clubs, Lokale und Restaurants der verschiedenen Küstenorte.
Wichtig im kulturellen Panorama Abruzzens sind auch die archäologischen Ausgrabungen des Gebiets im Fucino Tal. Eins ein inzwischen ausgetrockneter See, war dieses Gebiet ein wichtiges Zentrum der römischen Kaiserzeit, was die Ruinen von Alba Fucens bezeugen. Diese alt-römische Stadt am Fuße des Monte Velino und unweit von Avezzano befindet sich in der Nähe weiterer historischer Zeugnisse wie die Ruinen der antiken Domus Romanae und der Nekropolen.
Daneben gibt es auch zahlreiche religiöse Reiserouten an Orte der Besinnung und inneren Einkehr wie die in den Fels gehauene Einsiedelei Papst Coelestins V. oder die romanisch-gotische Kirche Santa Maria di Propezzano im Vomanotal.

Feinschmecker können in den Olivenhainen und Weinbergen zwischen der Adria und dem Pelignatal WeinOlivenöl und viele andere heimische Gaumenfreuden kosten. Unbedingt erwähnenswert sind schließlich die verschiedenen Folkloreveranstaltungen, Volksfeste und Kirmessen wie das berühmte Versöhnungsfest in L’Aquila, das Schlangenfest in Cocullo, die lebende Weihnachtskrippe in Rivisondoli und zahlreiche Dorfkirmessen. 

Die Abruzzen haben eine reiche gastronomische Tradition mit vielen lokalen Spezialitäten. 
Die wohl bekannteste Spezialität sind „Maccheroni alla chitarra”, hausgemachte, durch ein Stahlsieb gepresste Nudeln; eine typische Spezialität aus Teramo sind die als Suppeneinlage verwendeten Scrippelle, feine Nudelteigblätter; an der Küste gibt es vor allem Fischgerichte, die oft mit Tomate verfeinert werden, um den Geschmack des "armen Fisches", das in den nahegelegenen Ortschaften gefischt wird, zu unterstreichen.
Ein bekanntes Fischgericht aus Chieti ist Scapece, in Essig eingelegter Bratfisch, sowie das Guazzetto oder "Brodo di Pesce" (Fischbrühe), das hauptsächlich in der Küstenregion angeboten wird.

Besonders reich ist jedoch auch die Fleischtradition in der Küche der Abruzzen und besonder in der des Gebits um Aquila und Teramo, wo auch Lammfleisch produziert wird.
In der ganzen Region wird jedoch neben Lamm, Zicklein und Schaf auch besonders schmackhafter SchinkenLonza- und Ventricina-Wurst serviert.

Die typischen Gerichte der Abruzzen werden von einer Reihe ausgezeichneter regionaler Weine begleitet: Montepulciano d’Abruzzo, Sangiovese und Trebbiano d’Abruzzo, die im Laufe der Jahre den internationalen Markt ergriffen haben, dank ihrer sorgfältigen Produktion und ihrem ausgezeichneten PReis-Leistungs-Verhältnis.

Unter den Süßspeisen mit einer Mandeln und Honig Basis, sind der Torrone aus Aquila, die Confetti aus Sulmona und die Cicerchiata besonders bekannt. Letztere sind kleine, in Honig getränkte Teigbällchen während das Mostacciolo und das Bocconotto weitere Spezialitäten aus dem Gebiet von Chieti sind.