Collevecchio in Sabina: das Dorf, das einst päpstliche Hauptstadt war, nur eine Stunde von Rom entfernt
Collevecchio ist auf das Tibertal ausgerichtet. Es liegt 60 km von Rom entfernt, im Herzen der Sabina in der Provinz Rieti. Zwei Jahrhunderte lang war es Sitz des päpstlichen Gouverneurs der Sabina. Diese Funktion hat in dem Ort mit etwas mehr als 1.500 Einwohnern eine historische Altstadt voller Adelspaläste und päpstlicher Gefängnisse hinterlassen.
Von Mozzano zum Hügel des Alten
Die Geschichte beginnt im Jahr 1253, als Papst Innozenz IV. den Bewohnern des unwirtlichen Mozzano gestattete, auf einen höher gelegenen Hügel umzusiedeln. Im Jahr 1368 kamen die Orsini. Dann kam im Jahr 1605 der Wendepunkt: Paul V. Borghese wählte den Ort auf Anregung von Paolo Coperchi, dem aus Collevecchio stammenden Apostolischen Kommissar, zum Sitz des Governatorats der Sabina.
Sehenswürdigkeiten
Auf dem Hauptplatz befindet sich in der Stiftskirche der Verkündigung (Ende des 12. Jahrhunderts) ein mehrfarbiges Kruzifix aus Holz aus dem 8. bis 9. Jahrhundert – ein seltener Christus Triumphans, eine Darstellung Christi, der lebend am Kreuz hängt. Etwas außerhalb des Ortszentrums liegt das Kapuzinerkloster, das an die Kirche Sant’Andrea angeschlossen ist und zum Netzwerk der „Dimore Storiche“ (historische Wohnstätten) des Latiums gehört. Die Mönche lebten dort bis 1968 und widmeten sich der Arbeit und dem Gebet. Heute ist es ein Beherbergungsbetrieb, der Gruppen für Ausbildungs- und Meditationsveranstaltungen aufnimmt.