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„Ein wirklich zivilisiertes Land muss seinen Bürgern den vollen Zugang zu allen öffentlichen und privaten Einrichtungen gestatten. Und dies gilt umso mehr für den Bereich des Fremdenverkehrs, in dem in allen Bereichen Italien auf weltweiter Ebene herausragt. Millionen von Italiener haben besondere Bedürfnisse im Bereich der Fortbewegung und der Unterbringung: Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Eltern mit kleinen Kindern. Aus diesem Grund wollen wir die Umsetzung der Maßnahmen fördern, die die Zugänglichkeit von touristischen Anlagen in Italien verbessern und eine Aufnahmekapazität unterstützen, die wirklich ‚für alle’ ist“
Der Minister für Tourismus Michela Vittoria Brambilla hat am 9. Oktober 2009 in Turin, im Rahmen der 26. Jahrestagung des ANCI, das „<media 75107>Manifest für Barrierefreien Tourismus</media>“ vorgestellt; ein wichtiges Dokument in zehn Punkten, das den Willen hervorhebt, einen qualitativ hochwertigen Tourismus zu fördern, der die Aufmerksamkeit gegenüber dem Kunden und allen seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Nach der Präsentation des Manifests wurde am 19. Februar 2010 in Mailand im Rahmen der BIT (Internationale Tourismus-Börse) dem Bürgermeister von Cagliari Emilio Floris, als Delegierter des ANCI (Nationale Vereinigung der italienischen Gemeinden) für den Tourismus, das Dokument zur Anwendung des Manifests überreicht.
BARRIEREFREIER TOURISMUS
Der Tourismus hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts zu einer primären sozialen Notwendigkeit entwickelt. Er stellt nicht nur einen wirtschaftlichen Faktor von außerordentlicher Wichtigkeit dar, sondern auch ein Mittel der Erkenntnis und der persönlichen Emanzipation. Aus all diesen Gründen ist es nun unentbehrlich, allen Bürgern den Zugang zur touristischen Erfahrungen zu gewährleisten, unabhängig von persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen und sonstigen Bedingungen, die möglicherweise die Nutzung dieses Gutes beschränken könnten. Der Ausschuss „für die Förderung und die Unterstützung des Barrierefreien Tourismus“ stammt aus der Notwendigkeit, jede Person mit ihren Bedürfnissen in den Mittelpunkt des touristischen Systems zu rücken. Der barrierefreie Tourismus ist der höchste Ausdruck dieses Zieles der Zivilisation und stellt auch eine unbestreitbare - moderne und zeitgenössische - Anziehungskraft dar, um das Image des italienischen Tourismus in der Welt zu verbessern. Barrierefreiheit, d.h. keine architektonischen, kulturellen und sensorische Schranken, ist die wesentliche Voraussetzung, um die Nutzung des italienischen, touristischen Erbes zu gewährleisten. Der vom Ausschuss geförderte Grundsatz ist einfach und sehr klar: Die Person als Ganzes ist samt ihrer Bedürfnisse ein Bürger und ein Kunde, der das Recht genießt, vom touristischen Angebot vollständig und unabhängig zu profitieren, indem er angemessene Leistungen erhält, die auch dem Preis entsprechen. Dieses zugrunde liegende Prinzip muss die gesamte Tourismusbranche auf nationaler und lokaler Ebene einbeziehen, vom Transportsystem zu den Unterkünften, von der Gastronomie über Kultur, zum Sport, der Freizeit usw. Der Ausschuss besteht aus Vertretern von Behörden, Institutionen und Verbänden zum Schutz von Personen mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen sowie aus Vertretern der Tourismusbranche: Die ideale Mischung, um erfolgreich durch die Konfrontation und die Konsultation einen gemeinsamen Weg zu gehen, der endlich auch diesen Kunden die Türen öffnet.
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