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Molise

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  • ZU BESICHTIGEN
  • WAS MACHEN
  • WAS KOSTEN

Befindet sich in Mittel- und Sueditalien und dehnt sich ueber den appenninischen Bergruecken bis zum Adriatischen Meer aus. Die Schaetze der noch wenig bekannten Region sind die Natur, Geschichte, Kunst, alte Traditionen und natuerlich die Gastronomie.  Beim Besuch in Molise hat man daher das Gefuehl auf Entdeckungsreise zu sein, dass beginnt schon bei seiner vorwiegend gebirgigen und huegeligen Landschaft, durchfurcht von seinen charakteristischen „tratturi“ , den alten Strecken der Weidenherde (Transhumanz)  die Abruzzo mit Apulien verbindet. Der Nationalpark von Abruzzo- Latium- Molise  offenbart unerwartet schoene Landschaften, wahrend die zahlreichen Naturschutzgebiete  die einheimische Tier- und Pflanzenwelt beschuetzen. Auch die zwei wichtigsten Wintersportorte der Zone Campitello, Matese und Capracotta sind von einer unbefleckten Natur umgeben. Die Kueste hat Sandstrande, ist von der einzigartigen Mittelmeervegetation bewachsen  und hat wunderschoenes kristallblaues Wasser, dass auch heuer wieder mit der „Blauen Fahne“ ausgezeichnet wurde. Man  kann die tausendjaehrige Geschichte und Kultur dieser Region  entdecken, wenn man die archeologischen Ausgrabungen , die Abteien, die zahlreichen Schloesser und kleinen Doerfern der Region besichtigt. Das Ueberleben alter Traditionen, der Handwerksprodukte und des Handwerkertums  anderswo schon ausgestorben, ist ein einmaliges Merkmal dieser Region , die man als „kleine alte Welt“ bezeichnen kann. Die Bezirke sind: Campobasso (Hauptstadt) und Isernia.

Der Ausgangspunkt der Entdeckungstour ist Campobasso, eine Stadt reich an Geschichte und Kultur und ueberragt vom Schloss Manforte. Hervorzuheben ist auch das Sannitische Bezirksmuseum,  dass  wertvolle Beweise der Kulturgeschichte der hier ansaessigen Voelker von der Fruehgeschichte bis zur Sannitischen Periode, beherbergt. Interesssant ist auch die Altstadt von Isernia , mit dem aus dem 2. Jht. stammenden Brunnen und den am Stadtrand befindlichen Ausgrabungen. Einen Besuch wert sind auch zwei kleine Orte,  die noch heute altes Handwerkergeschick ueberliefern: Agnone , spezialisiert im Glockenbau fuer die groessten Kirchen der Welt, und Scapoli der Ort der Dudelsaecke, die diesem Musikinstrument auch ein Museum gewidmet haben. Von Bedeutung sind auch die archeologischen Ausgrabungen von Pietrabbondante  mit ihrem schoenen Theater, Sepino mit den Ruinen der romanischen Siedlung und dem gegenuebergestellt,  eine aus dem Mittelalter herruehrende Kathedrale im roemisch-gotischen Stil. Kleinstaedte von Bedeutung sind Termoli, eine turistische Hafenstadt mit einem gewaltigen Hohenstaufer Schloss und einen romanischen Dom, sowie Venafro mit dem Schloss Pandone, der roemisch-gotischen Kathedrale und archeologische Ausgrabungen aus der roemischen und vorroemischen Zeit. Zahlreich sind auch die Schloesser dieser Region, wie das von Pescolanciano , Abteien und Wallfahrtskirchen, wie die Benediktienerabtei  vom Hl. Vincenzo in Volturno , die Wallfahrtskirche der Hl. Addolorata  von Castelpetroso und die Wallfahrtskirche von Canneto in Roccavivara. Wunderbare Beispiele der roemischen Architektur sind  die Kirchen  vom Hl. Georg in Petrella Tifernina und die Kirche der Hl. Maria der Strasse in Matrice. Ein Tappenziel fuer Wintersportfreunde sollte Campitello Matese sein, der schneereichste Wintersportort Mittelitaliens.

Von den appenninischen Gipfeln bis zum Meer , ist die unbefleckte Natur von Molise ein Ort zum Ausspannen,  zum Sportbetreiben aber auch  fuer Ausfluege in die schoenen Lokalitaeten der Region. Fuer  Naturliebhaber gibt es Wanderwege oder Trekkingpisten in den vielen Naturschutzgebieten, wie zum Beispiel der Nationalpark Abruzzo-Latium-Molise oder der WWF-Oasi von Guardaregia-Campochiaro, zwischen Waeldern, Baechen, Schluchten  und Wasserfaellen. Viele der Huegellandschaften koennen mit dem Mountainbike befahren werden, waehren man an der Kueste interessante Radwanderwege erkunden kann. Ebenfalls mitten in der Natur kann man das einmalige Erlebnis einer Pferdewanderung durch die sogenannten „tratturi“  den jahrtausendalten Strecken der Transhumanza geniessen, einzigartig hier in Molise. Nahe von Pescolanciano , in einigen Teilen des Bezirkes von Campobasso  und ein wenig ueberall in der Region bieten diese alten Wege die  Moeglichkeit  in die Geschichte dieser Region einzutauchen. Schifahren ist durch ein schoenes Pistensystem in Campitello Matese, dem hier wichtigsten Wintersportort, moeglich aber auch in Capracotta, bekannt auch fuer seine Schiloipen. Von Termoli nach Campomarino kann man ruhige Ferien am Strand verbringen und alle Wassersportarten  an weitlaeufigen Straende, im blauen Wasser und den modernen Einrichtungen ausueben. Die Schlemmer koennen sich auf die sogennanten  Wein- und Gastronomiestrassen begeben von der Kueste bis ins Hochland vorbei an Weinbergen und lieblichen Doerfern, um Kostproben aller Produkte die hier erzeugt werden, sowie auch vom  weissen Trueffel  in  San Pietro Avellana, zu machen Molise, Land der alten Traditionen, hat auch ein reiches Angebot an Wallfahrtsorten wie den der Hl. Maria von Canneto in Roccavivara und den  der Hl. Addolorata im rauhen Gebirge von Castelpetroso. Zum Schluss nicht zu vergessen die vielen Veranstaltungen und Dorffeste, die die Traditionen hochhalten; das internazionale Festival der Dudelsaecke in Scapoli, die Ausstellung des weissen Trueffels in San Pietro Avellana, Folklorefeste wie die „N’docciata , ein jaehrlicher Trachtenumzug in Agnone und die „Pezzetta“ ein Lammfleischfest in Capracotto und noch viele mehr

In diesem, auf die Landwirtschaft, bezogenen Gebiet, besteht die Kueche aus Ernteprodukten und der der Viehzucht mit Einfluessen der Nachbarregionen. Viele einzigartige Gerichte: von den maccheroni alla chitarra (Gitarrennudeln) zu den pallotte cacio e uova (Baellchen aus Kaese und Ei) und der pasta e fagioli (Bohnensuppe) zur Polenta und zum Lammfleisch, mit den  geroesteten turcinelli  (aus Lamminnereien). Unter den Produkten sticht das Olivenoel, der Trueffel von Isernia und die Hartweizennudeln hervor. Vielfaeltig sind  auch die Wurstwaren, unter ihnen die saggicciotti (Leberwuerste), ventricina  und pampanera (Bauchspeck mit Chilly) im Ofen getrocknet. Wichtig sind auch die Milchprodukte, vorallem der caciocavallo und die stracciata von Agnone und dem Hochland von Molise, das fior di latte  aus Boiano, die Bueffelmozarella von Venafro, der Schafkaese von Matese. Ueberall werden burrini und scamorze erzeugt, deren Aussenhuelle aus Kaese und das Innere aus Butter besteht. Die lokalen Weine sind von optimaler Qualitaet, unter ihnen der Biferno und der Pentro. Den Ehrenplatz unter den Suesspeisen nimmt die mostarda d’uva  (eine typiche molisanische Marmelade) ein, waehrend cauciuni (gef. Taschen mit Kichererbsen), ostie farcite (gef. Hostien mit Nuessen und Mandeln), peccellate (gef. Kekse mit gekochtem Wein und Marmelade ), und cippillati  (mit Sauerkirschen gefuellte Ravioli  im Rohr bebacken)  eher am Ende einer guten Mahlzeit gegessen werden.