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Tourismus und Kulturgüter

- Nutzung von Kulturgütern

Unter 18- und über 65jährige EU-Bürger und Nicht-EU-Bürger aus Staaten, mit denen bilaterale Abkommen bestehen, haben freien Eintritt zu den staatlichen Kultureinrichtungen. Dies gilt auch für EU-Bürger mit Behinderung und ihre Angehörigen bzw. Begleiter, sofern diese sich als Mitarbeiter des Sozial- oder Gesundheitsdiensts ausweisen können.

Jegliche Beschädigung, Zerstörung, Beseitigung u.ä. von Kulturgütern wird mit Freiheitsstrafe von sechs bis zwölf Monaten und einer Geldstrafe von 775 bis zu 38.734,50 Euro geahndet.

- Kunstwarenhandel

Touristen, die Gemälde, Skulpturen, Antiquitäten etc. erwerben, haben das Recht, vom Verkäufer sämtliche Unterlagen zu erhalten, die „die Echtheit oder zumindest die wahrscheinliche Zuschreibung und Herkunft” bescheinigen. 

Nicht alle Kulturgüter sind zur Ausfuhr und zum Handel freigegeben.

Für Werke, die weniger als 50 Jahre alt sind oder von einem noch lebenden Künstler stammen, muss der Tourist bei der Ausfuhrbehörde eine Selbstbescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass das Werk nicht älter als 50 Jahre ist bzw. von einem noch lebenden Künstler stammt. Dieser Selbstbescheinigung sind Photographien des Werkes sowie eine Fotokopie des Personalausweises des Käufers beizufügen.

Bei über 50 Jahre alten Werken muss der Tourist das in Italien gekaufte Kunstwerk bei der Ausfuhrbehörde vorlegen und eine Umlaufbescheinigung beantragen, sofern diese nicht bereits vom Verkäufer übergeben wurde.
Die Ausstellung der Bescheinigung erfordert eine Bearbeitungszeit von 15 bis maximal 40 Tagen. Die Ausstellung der Bescheinigung ist nicht obligatorisch und kann daher auch verweigert werden, falls die Ausfuhr des Gegenstandes von der Ausfuhrbehörde als Schaden für das nationale Kulturerbe gewertet wird.

Ein Verzeichnis aller italienischen Ausfuhrbehörden mit Adressen und Kontaktnummern finden Sie hier.