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Personenbeförderung: Schiffsverkehr

Fahrscheinerwerb

Mit dem Erwerb des Fahrscheins wird das Recht zur Seebeförderung erworben und ein für das Unternehmen verbindlicher Beförderungsvertrag abgeschlossen.

Rückerstattung und Rücktritt

Kann der Reisekunde infolge von höherer Gewalt im Sinne des italienischen Seerechts (Art. 400) die Reise nicht antreten, steht ihm die Rückerstattung des Reisepreises abzüglich eines Ersatzes für den Reiseveranstalter von 25% zu. Kann ein Schiff infolge höherer Gewalt nicht ablegen, gilt der Vertrag als gekündigt und der Reiseveranstalter muss dem Kunden die volle Summe zurückerstatten. Im Fall eines Ausfalls des Schiffes oder einer erheblichen Reiseroutenänderung hat der Reisekunde Anrecht auf Beförderung mit einem späterem Schiff, soweit dies möglich ist, oder auf Rücktritt vom Reisevertrag. In beiden Fällen hat er Anspruch auf eine Entschädigung. Bei Vorliegen triftiger Gründe für den Reiseausfall oder die Routenänderung darf die Entschädigung den zweifachen Reisepreis nicht überschreiten. Im Falle einer Nichtinanspruchnahme einzelner Reiseleistungen infolge höherer Gewalt hat der Reisende das Entgelt nur für die von ihm genutzten Leistungen zu entrichten. Ist die Nichtinanspruchnahme hingegen vom Reisenden verursacht, hat er für den verbleibenden Teil der Reise das Nettoentgelt zu entrichten.

Haftung

Der Reiseveranstalter haftet für die vom Reisenden erlittenen Schäden, auch wenn diese auf Verspätung zurückzuführen sind, sofern er nicht beweisen kann, dass ihm die Schäden nicht anzulasten sind. Der Reiseveranstalter haftet darüber hinaus bei Verlust und Beschädigungen des ihm im geschlossenen Zustand anvertrauten Gepäcks, sofern er nicht beweisen kann, dass sie nicht durch ihn verursacht wurden. Die aus dem Beförderungsvertrag für Personen und nicht registriertes Gepäck entstehenden Rechte verjähren sechs Monate nach Ankunft des Reisenden im Zielhafen, während die Rechte für registriertes Gepäck nach einem Jahr ab Übergabe der Gepäckstücke verjähren.