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Beherbergung und Recht auf Unterkunft

- Recht auf Unterkunft

Der Betreiber kann die Unterkunft nur verweigern, sofern es keine freien Zimmer mehr gibt, oder der Kunde sich nicht ausweisen kann oder zahlungsunwillig ist.

- Behinderungen

Behinderte Personen haben nach dem Gleichberechtigungsgrundsatz ein Recht auf Fremdenverkehrsdienstleistungen. Es ist jedoch in jedem Falle empfehlenswert, sich vor der Reise über den Fremdenverkehrsbetrieb und etwaige strukturelle und bauliche Einschränkungen zu informieren, um einen barrierefreien Zugang sicherzustellen.

- Preise

Der Kunde hat das Recht, Angaben zu den Kosten der Serviceleistungen an gut sichtbarer Stelle im Empfangsbereich angebracht zu finden.

- Klassifizierung

Die Fremdenverkehrsbetriebe sind nach dem Sternesystem klassifiziert, dessen Einstufungskriterien sich nach Ausstattung, Service und Funktionstüchtigkeit richten. Die Zuständigkeit liegt bei den einzelnen Regionen, so dass es zu Ungleichheiten bei den Qualitätsstandards kommen kann.

- Anzahlung

Etwaige geforderte Anzahlungen gelten bei Inanspruchnahme der Unterkunft als Vorauszahlung der vereinbarten Leistung oder werden zurückerstattet. Unterbleibt die Inanspruchnahme der Unterkunft seitens des Kunden, kann der Hotelbetreiber vom Vertrag zurücktreten und die Anzahlung als Schadensersatz einbehalten. Bei einer Vertragsverletzung seitens des Betreibers ist der Kunde zum Vertragsrücktritt berechtigt und hat Anspruch auf den doppelten Betrag der geleisteten Anzahlung.

- Haftung der Hotelbetreiber

Der Kunde hat ein Recht auf Verwahrung von Kredit- und Wertkarten, Bargeld und Wertgegenständen. Der Hotelbetreiber ist verantwortlich für jedwede Beschädigung, Zerstörung oder das Abhandenkommen der Gegenstände, die der Kunde ins Hotel mitgebracht hat.
Diese Haftungspflicht ist auf den Wert der tatsächlich beschädigten, zerstörten oder abhanden gekommenen Gegenstände und bis zu einem Höchstsatz des hundertfachen Tagespreises der Unterkunft beschränkt. Außerdem haftet der Hotelbetreiber uneingeschränkt für ihm anvertraute Gegenstände und falls er sich geweigert hat, Gegenstände in Gewahr zu nehmen, zu deren Aufbewahrung er verpflichtet ist.
Der Hotelbetreiber haftet nicht, sofern die Beschädigung, Zerstörung oder das Abhandenkommen auf den Kunden oder Personen in seiner Begleitung, auf höhere Gewalt oder auf die Beschaffenheit der Gegenstände zurückzuführen ist.
Ausnahmen: Laut BGB finden besagte Bestimmungen keine Anwendung, wenn ein geschädigter Kunde den Hotelbetreiber mit ungerechtfertigter Verspätung über die Beschädigung, Zerstörung oder das Abhandenkommen unterrichtet.