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Padua

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In der Mitte der venetischen Ebene liegt zwischen Lagune , Hügeln und Voralpen die Provinz Padua, eine faszinierende Welt von Kunst, Farben, Geschmäckern und Traditionen. Ein Landstrich mit unzähligen Wasserläufen, Schlössern, Villen, eindrucksvollen Städten und wunderbaren Natur-Landschaften.
Der Südosten wird von den Euganeischen Hügeln eingenommen. Es gibt Weinberge, grüne Täler und sanfte Hügel, die besonders schön sind, wenn sie die Farben des Frühlings oder des Herbstes tragen. In einer Ebene liegt ein großes Thermalgebiet, das für die heilende Wirkung des Wassers bekannt ist, das hier aus der Erde sprudelt. Die Provinz Padua hat die verschiedensten Aspekte, darunter die Kunst: Wenn man die Riviera Euganea befährt, kann man eine romantische Reise zwischen den schönen Villen am Ufer des Canale Battaglia machen. Zwischen Padova und Venedig gibt es noch einen weiteren Fluss der zu einer Fahrt durch Natur und Kunst einlädt, den Brenta; eine Ruderbootfahrt ist ein unvergessliches Erlebnis, eine Reise in die Vergangenheit, wie damals, als die Herren von Venedig ihre Burci (Boote) benutzten, um ihre Sommerresidenzen zu erreichen, ursprünglich einfache Gebäude, die durch das Genie von Künstlern wie Palladio, Preti und Scamozzi in Meisterwerke der Baukunst verwandelt wurden.
Stimmungsvoll ist auch ein Besuch in den befestigten mittelalterlichen Städten, die die Geschichte dieses Landstriches erzählen. Cittadella, Este, Monselice Montagnana sind nur einige von ihnen.
Ebensoviel Geschichte hat hier die Kunst des Weinbaus und des Kelterns, und auch viele Rebsorten haben antike Ursprünge. Die Anbau- Techniken haben sich im Laufe der Zeit verfeinert und höchste Qualität erreicht. Sie zeigt die Liebe dieses Volks für sein Land, die man immer noch spürt, wenn man einen der verschiedenen Weine von Padua kostet .

Padua ist eine der ältesten und gleichzeitig dynamischsten Städte Italiens. Sie wurde vor 3000 Jahren an einer Schleife des Brenta gegründet und ist heute weltoffen und modern; bekannt ist sie unter anderem wegen ihrer alten Universität, ihren zahllosen Kunstwerken, besonders denen von Giotto, Mantegna, Donatello und Tizian, ihren großen Freskenzyklen aus dem 14. Jh., der Antoniusbasilika, die jedes Jahr von Millionen Menschen besucht wird, ihren wissenschaftlichen Einrichtungen und Krankenhausanlagen, die in aller Welt berühmt sind. Am besten lernt man die Altstadt bei einem Spaziergang unter den alten Laubengänge und über die herrlichen Plätze und Brücken kennen.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Piazza dei Signori , die heute wie in der Vergangenheit das Herz des städtischen Lebens ist. Sie ist voller wichtiger Kunstwerke, wie die Kirche San Clemente und der Palazzo del Capitano mit seinem stattlichen Turm und der berühmten Uhr, die nicht nur die Stunden und Minuten, sondern auch Monat, Tag, Mondphasen und astrologischen Ort anzeigt.. Nicht weit davon finden wir die Piazza del Duomo mit der stattlichen Kathedrale, in der sich Werke von Giandomenico Tiepolo, Giusto de Menabuoi und Jacopo Montana befinden. Daneben liegt das ebenfalls sehenswerte Baptisterium.
Neben dem Dom steht der Bischofspalast, der seit 2000 Sitz des Diözesan-Musemums ist.
Die Piazza delle Erbe ist seit Jahrhunderten ein Platz des Handels und der Geselligkeit.
Das Wahrzeichen von Padua ist der Palazzo della Regione, auch „Salone“ genannt , der den ganzen Platz beherrscht : Es besitzt eine Reihe von typischen Geschäften im Erdgeschoß und einem hängenden Saal im Obergeschoss, der ganz mit Motiven aus der Astrologie ausgemalt ist. Eine weitere historische Stätte ist das Caffè Pedrocchi aus den Anfängen des 19. Jh.: Der Besitzer Carlo Pedrocchi beauftragte den Architekten Giuseppe Jappelli, die von seinem Vater ererbten Räume in das schönste Kaffee der Welt umzubauen; es ist auch heute noch sehr beliebt, und oft finden dort Kunstausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Ein Ort der Kultur und Geschichte ist auch der Palazzo Bo, Sitz der bedeutenden Universität von Padua, wo sogar der große Galileo Galilei unterrichtete.
Die Piazza del Santo, in deren Mitte das Gattamelata-Denkmal von Donatello aufragt, steht ansonsten im Zeichen des Schutzpatrons der Stadt, des Heiligen Antonius. Im Hintergrund erhebt sich die großartige Basilika, eine harmonische Mischung aus Romanik, Gotik, byzantinischer und maurische Kunst mit einem Innenraum voller Werke namhafter Maler und Bildhauer. Seitlich der Basilika befindet sich das alte Oratorium von San Giorgio, daneben die Scoletta del Santo und der bekannte Priorensaal mit seinen Fresken. Ganz in der Nähe findet man den ältesten Botanischen Garten der Welt, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört; er wurde zu Zeiten der Republik von Venedig angelegt, um Heilpflanzen zu anzubauen und zu studieren. In der Eremitanerkirche findet man viele große Werke, darunter die schöne Ovetari-Kapelle. Unbedingt sollte man auch die berühmte Scrovegni-Kapelle besuchen, das Meisterwerk Giottos, der damit den Höhepunkt seiner Kunst erreicht hatte.
Verteilt über das ganze Gebiet, finden wir prächtige Beispiele der großen kulturellen und künstlerischen Entwicklung, die sich von Venedig aus verbreitete. Hier ist Villa Contarini zu nennen, die größte der venetischen Villen mit ihrem wunderschönen Park, mit Fischteichen, Seen und Alleen, Villa Ramina, Colombina genannt, die alte Burg von Isola Mantegna, wo der berühmte Maler Mantegna geboren wurde. Villa Emo Capodilista ist ein originelles Werk des Architekten und Malers Dario Varotari, eines Schülers von Paolo Veronese, der auch ihren Freskenzyklus malte. Villa Barbarigo Ardemanni liegt inmitten eines eineinhalb Kilometer langen Buchs-Labyriths . Cà Marcello ist eines der schönsten Beispiele für den Baustil Andrea Palladios und liegt ebenfalls in einem riesigen Park.
Seit jeher Kreuzungspunkt von Völkern und Kulturen, ist die Provinz von Padova auch sonst reich an Schätzen, wie zum Beispiel den eindrucksvollen befestigten Ortschaften aus dem Mittelalter. Im norden der Hauptstadt liegt Cittadella mit seiner Stadtmauer mit 32 Wachttürmen. Nicht weit davon Monselice mit seiner Friedrichsfestung, die von einem Hügel aus die Gegend beherrscht. Este, mit dem Schloss von Carraresi und seinen 12 Türmen; schließlich noch Montagnana mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer mit ihren mächtigen Türmen, dem Castello di San Zeno, und der Rocca degli Alberi.

Die euganeischen Hügel sind berühmt wegen ihrer Thermalquellen und sind eine echte Naturoase, wo man sich in einer der zahlreichen Kuranlagen inmitten einer lieblichen, intakten Natur erholen, und an der frischen Luft betätigen kann.
Wer gerne Golf spielt findet hier einige schöne Anlagen mit Wasserspielen und kleinen Seen.
Viele Pfade führen durch den Regionalpark und sind wunderbar zum Wandern, Radfahren und Reiten.
Liebhaber guter Tropfen können sich an der Weinstraße orientieren und die Produkte der lokalen Weinberge kosten.
Wer die Gegend von Padua von oben sehen will kann an einem Flug im Fesselballon teilnehmen.

Die Großzügigkeit dieses Landes kommt auch in ihren Produkten und Speisen zum Ausdruck. Reis ist eine wichtige Zutat und wird auf die phantasievollsten Arten zubereitet, z.B. mit Erbsen, Spargel, Radicchio und Karden. Unter den ersten Gängen sind die Bigoli-Nudeln zu nennen; es gibt sie auch aus Vollkornmehl und mit einer Tintenfischsoße.
Natürlich fehlt auch die Königin der venetischen Küche nicht, die Polenta.
Sehr lecker ist sie mit Schweineschmalz. Im euganeischen Hügel Gebiet sind auch Risottos sehr beliebt, die mit Kräutern und Sprossen zubereitet werden. Man isst hier auch geschmorte, gebratene oder frittierte Schnecken, und ganz typisch ist der „Musso in tecia“, frittierte oder geschmorte Frösche; nicht zu vergessen ist auch der Flusskrebs. Gerne isst man in der Gegend von Padua Geflügel aller Art: Gans, Huhn, Kappaun, Perlhuhn, Ente und Puter. Aus ihnen werden Köstlichkeiten wie das „Bollito alla Padovana“, eine Art Kesselfleisch, gemacht, das man mit verschiedenen Soßen und in Senfsamen eingelegten Früchten isst.
Im Gebiet von Este und Montagnana werden Schweine gezüchtet, aus deren Fleisch leckere Wurstwaren gemacht werden, wie der Berico-euganeo-Schinken und verschiedene Salamisorten, wie die Soppressa.
Typische Kuchen sind die Pazientina , mit Zabaione-Creme, die Fregolòtta, eine Art Streußelkuchen, die Fugassa padovana, und die Figassa, aus getrockneten, in Schnaps eingelegten Feigen. Die Verehrung der Paduaner für den Heiligen Antonius findet sich auch beim Gebäck wieder; dem Patron sind zahlreiche Süßigkeiten gewidmet, wie die Antoniusamarettoni, das Antoniusbrot und der Antoniuskuchen.
Zu diesen Köstlichkeiten werden die besten Weine der Genossenschaften Colli Euganei DOC, Merlara DOC, Vini DOC di Bagnoli und Corti Benedettine gereicht. Es gibt auch viele Spirituosen mit den Aromen der örtlichen Früchte und Gewürze.
Als Aperitiv ist ein Spritz aus Sekt, etwas Wasser und Aperol zu empfehlen.